Berlinale 2010
Die Jury der Berlinale 2010

Die Jury der Berlinale 2010

Die Jury präsentiert sich der Öffentlichkeit und der versammelten Journalistenschar
Am ersten Tag des Festivals geht noch nicht das ganze Programm mit vollem Karacho los, sonderen erstmal präsentiert sich die Jury der Öffentlichkeit, es dann mit dem Eröffnungsfilm losgeht. Präsident der 60. Berlinale ist, dank der intensiven Bemühungen von Berlinale-Chef Dieter Kosslick, ein Deutscher: Werner Herzog, vor 42 Jahren selbst zum ersten Mal auf der Berlinale, später mit Filmen wie „Nosferatu“ berühmt geworden, darf in diesem Jahr der internationalen Jury vorsitzen.

Die Jury besteht auch in diesem Jahr aus einer international zusammengesetzten Runde von Filmschaffenden und FilmfreundInnen aus den USA, Somalia, Deutschland, Italien, China und Spanien. Neben dem Jurypräsident ist Deutschland noch mit einem weiteren Jurymitglied prominent vertreten: Cornelia („Conny“) Froboess wird sich 10 Tage lang gemeinsam mit den anderen Filme ansehen und dabei herausfinden, ob ihr ein Film zu Herzen geht oder nicht. Die älteren unter uns kennen die Froboess sicher aus den Musikfilmen mit Peter Kraus („Conny und Peter machen Musik“), in den letzten Jahren war Conny Froboess am Theater sehr erfolgreich gewesen und hatte auch schon einige Preise bekommen.

Der große Star, besonders für unsere Generation, ist natürlich Renée Zellweger, die hierin Berlin schon öfter einen Film präsentiert hatte und, wie sie sagt, jede noch so kleine Möglichkeit, hier sein zu dürfen, gerne nutzt. Es ist keine kleine Möglichkeit, sondern eine schöne Aufgabe, auf die sie sich sehr freut. Jeder Film bekommt, so sind sich alle Jurymitglieder einig, die selben Chancen, einen Favoriten gibt es nicht, erst gegen Ende wird man wissen, welcher der zahlreichen Filme im Wettbewerb es geschafft haben wird, die Jury am meisten zu beeindrucken.

Neben den großen Stars, egal, ob älter oder jünger, sitzen in der Jury aber noch andere wichtige Persönlichkeiten: allen voran der somalische Autor Nuruddin Farah, der sich schon seit 15 Jahren kritisch mit der Situation in Afrika auseinandersetzt und bei der Pressekonferenz begeistert war, zu hören, dass es vor kurzem einen weltweit beachteten Kinofilm zur Problematik der Beschneidung von Frauen in seinem Land gegeben hatte.

Die italienische Regisseurin Francesca Comencini (Preisträgerin der Ökumenischen Jury im Jahre 2004 hier in Berlin für „I Like To Work“) repräsentiert das zweite der drei großen Filmländer Europas hier auf dem Festival, aus Spanien ist der Produzent des Siegerfilmes des vergangenen Jahres „La Teta Asustada“ José Maria Morales in der Jury vertreten. Für ihn ist, so sagt er, ein Traum wahr geworden, als er im vergangenen Jahr hier sein durfte und er freut sich natürlich umso mehr, dass er heuer bereits in der Jury die Filme aus der anderen Perspektive betrachten darf. Sein Film ist ja auch im Rennen um den Oscar für den besten ausländischen Film 2009.

Für Asien, das in diesem Jubiläumsjahr ganz besonders prominent vertreten ist (der Eröffnungs- und der Abschlussfilm kommen aus Asien) sitzt die hübsche und bereits vier Mal auf der Berlinale vertretene Yu Nan in der Jury. Manche von Euch werden sie noch aus dem Preisträgerfilm „Tuyas Hochzeit“ in Erinnerung haben.
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Renée Zellweger  - Nan Yu
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Harry.Potter

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