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  • Bewertung

    Inside Hollywood

    Exklusiv für Uncut aus Cannes 2014
    Wenn ich an Filme über Hollywood denke, dann werden zuerst die schlechten Werke wieder lebendig: INSIDE HOLLYWOOD mit Robert DeNiro und JIMMY HOLLYWOOD mit Joe Pesci. Danach fallen mir die gelungenen Werke zum Thema ein: THE PLAYER und SHORT CUTS von Robert Altman sowie WAG THE DOG mit Dustin Hoffmann und Robert DeNiro. David Cronenbergs "Sternchenfilm" reiht sich überraschenderweise in die erste Kategorie ein. Aber vielleicht bin nur ein wenig unsensibel geworden, da mich die Macken und Psychosen von Schauspielern, Regisseuren und Produzenten nur noch begrenzt interessieren. Welche eine Überraschung (ironisch gemeint), dass in der porträtierten Hollywoodfamilie (John Cusack und Olivia Williams spielen die Eltern von zwei mehr oder weniger verrückten Teenagern verkörpert von Mia Wasikowska und Evan Bird) niemand die Tassen im Schrank hat. Julianne Moore spielte eine Schauspielerin, die sich freut, dass der Junge einer Konkurrentin verstirbt, sodass sie eine Filmrolle erbt. Robert Pattinson verdient sich seine Brötchen als Chauffeur, aber eigentlich ist er ein talentierter Drehbuchschreiber. Die einzelnen Geschichten führen zu einem Gesamtbild, wo es um die erwähnte Hollywoodfamilie geht und der Zuschauer erkennen muss, dass Hollywood ein Ort der Komplexler und Irren ist. Die Tochter legt mal gern ein Feuerchen, der Sohn fühlt sich zu Drogen hingezogen, der Papa fürchtet um die Einnahmen und wendet Gewalt gegen die Tochter an und die Mutter verbrennt im wahrsten Sinne des Wortes. Alles endet in einer Katastrophe. Meine Lachmuskeln wurden nicht strapaziert und ich bin überzeugt davon, dass aus dieser Satire hätte mehr machen müssen. Ich frage mich ernsthaft: Was wollte David Cronenberg mit diesem Film wirklich aussagen?
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    19.05.2014
    23:38 Uhr