Filmkritik zu Cheri

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  • Bewertung

    Belle epoque - belle Michelle

    Exklusiv für Uncut von der Berlinale 2009
    Michelle Pfeiffer hat als Schauspielerin schon einmal einen Film mit Stephen Frears über eine ähnlich problematische Liebesbeziehung einer Courtisane gedreht. Ihr Filmpartner damals war John Malkovich und der Film hieß "Gefährliche Liebschaften". Viele Jahre später treffen sich die beiden nun mit einem neuen Film über die französische "Belle epoque" und die Liebesbeziehung einer Courtisane zu einem um viele Jahre jüngeren Mann wieder. Die Verfilmung des Romanes von Colette ist aber alles Andres als düster oder abgründig, sondern im Gegenteil von einer frivolen Leichtigkeit. Die Dialoge sind spritzig, die Ausstattung opulent und Kathy Bates macht sogar im lächerlichsten Kostüm eine gute Figur. Die Geschichte von der unglücklichen Liebe verläuft aber inklusive des Endes ziemlich vorhersehbar und nach einem gewissen Standard-Schema für Filme dieser Art. Wen das nicht stört, kann sich an den tollen schauspielerischen Leistungen und der Ausstattung ebenso erfreuen wie an der tollen Kameraführung. Michelle Pfeiffer sieht auch in ihrem Alter noch toll aus und der junge Rupert Friend als ihr kindlich-naiver Liebhaber (von ihr liebevoll "Cheri" genannt) macht sich ganz ordentlich. Ein Film, wie man ihn sich angesichts der Vorlage erwarten darf mit einigen sehr unterhaltsamen Dialogen voller Wortwitz und britischem Humor.
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    (Markus Löhnert )
    10.02.2009
    23:57 Uhr
    Draco dormiens nunquam titillandus.
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