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81.4% Bewertung
  • Bewertung

    unterhaltsam aber disney hinterlässt spuren

    Rogue One fügt sich passabel in die Star Wars Serie ein, unterhält mit einigen Szenen und weiteren Charakteren des Universums. Disney und die Hollywood-Maschinerie hinterlassen jedoch auch Spuren hinsichtlich seichter Humoristik und Drama.
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    04.02.2017
    19:13 Uhr
  • Bewertung

    Motivierter aber hektischer Star Wars Ableger

    Exklusiv für Uncut
    Als Disney das Star Wars Universum von George Lucas übernahm war klar, dass die Fans sich auf weitere Abenteuer der Familie Skywalker freuen durften. Star Wars hatte nach den Prequels der frühen 2000er Jahre jedoch ein schweres Erbe anzutreten. Zu kitschig, zu politisch, zu konfus, zu viel CGI, zu schlechte Darsteller: die Fangemeinde hatte wenig Gutes über Episode I-III zu sagen. Auch heute noch kursieren stundenlange Videos auf Youtube, emotionale Blogeinträge und eine verbale Debatte, in denen Filmkritiker und Fans die Trilogie kritisch auseinandernehmen.

    Als Disney und J.J. Abrams 2015 „The Force Awakens“ veröffentlichten war als Zuschauer sofort klar, dass man hier auf Nummer Sicher gegangen war. Fanservice war das Gebot der Stunde. Nicht nur verpflichteten die Produzenten mit Lawrence Kasdan den Drehbuchautor von Imperium und Jedi Ritter (es wird gemeinhin anerkannt, dass die Prequels unter anderem an der schwachen Drehbuchgestaltung von George Lucas litten), Abrams machte im Vorhinein klar, dass man wieder verstärkt mit Stunts und Puppen arbeiten wollte. Das Motto: „Wir machen es so wie damals“. Das Ergebnis war ein safe gehaltener Film. Die Handlung hütete sich davor, allzu sehr eigene Wege einzuschlagen. Kasdan und Abrams schufen ein „A New Hope 2.0“. Ein gut getrickstes, unterhaltsames New Hope mit interessanten Charakteren. Inhaltlich wenig Neues, aber genau das was man sehen wollte. Der Film schlug ein wie eine Bombe.

    Die Ankündigung Disneys, Ableger der Star Wars Story zu produzieren, bedeutete abermals ein Risiko. Hier konnten die Macher nicht auf altbekannte Gesichter vertrauen und eine etablierte Handlung neu interpretieren und weiterspinnen. Die Produzenten und Autoren betraten neues Terrain. Sie mussten eine Nische finden, die interessant genug war, ohne einen Solo, einen Kenobi oder einen Skywalker auszukommen. Die Entscheidung, die Handlung am Todesstern zu orientieren, war wohl ein weiser Entschluss. Der Todesstern fasziniert die Kinogeher auch noch Jahrzehnte nach „A New Hope“. Online-Petitionen fordern den Bau eines solchen, Experten haben errechnet, was der Bau kosten in der realen Welt kosten würde, Physiker erklären, warum eine solche Waffe unmöglich zu schaffen wäre. Die Geschichte wäre auch nah genug an der Original-Trilogie dran, ohne damit zu verschmelzen.

    Die ersten Trailer zu „Rogue One“ schienen vielversprechend. Die Bilder waren düsterer, nicht so kinderfreundlich wie die Originale. Die Raumschiffe wirkten, als würde man wieder kleine Plastikmodelle sehen, die anno 1977 per Stop Motion über den Bildschirm kriechen. Doch die anfängliche Euphorie erhielt einen Dämpfer, als von Seiten Disneys bekannt wurde, dass bei den obligatorischen Reshoots ganze 40 Prozent des Filmes neugedreht werden würden, was in egal welcher Filmproduktion nicht wenig ist. Gerüchte kamen auf, dass die Produzenten den Film zu düster fanden, er solle lustiger werden. Genauso verwunderte es die Fans, dass der Film bis zur Premiere ein Kritiken-Embargo erhielt. Dieses kennt man von jenen Filmen, die sich meistens als schlecht herausstellten. Die Chancen waren somit 50:50, dass „Rogue One“ gut sein würde oder nicht. Im Endeffekt ist es auch genau das, was den Film auszeichnet. Er ist qualitativ irgendwo in der Mitte, nicht schlecht, aber auch nicht herausragend.

    Die Tatsache, dass „Rogue One“ sich von der üblichen Star Wars Saga abheben will, wird schon in der ersten Einstellung klar. Diesmal gibt es keinen langen Introtext, der zu epischer Musik quer durch das Weltall rollt und am Fluchtpunkt verschwindet. Man wird ohne Vorwissen in die Handlung hineingeworfen. Hier beginnt demnach eine der größten Schwächen des Films. Um den fehlenden Vorspann inhaltlich wett zu machen, springt der Film die ersten 20 Minuten von Charakter zu Charakter, von Szene zu Szene, von Planet zu Planet. Die Hauptfiguren werden stakkato mäßig im Sekundentakt eingeführt und zeichnen sich in ihrer Bedeutung für die Handlung nur in ihren Fähigkeiten aus. Hier der Rebellenpilot, dort der Deserteur, dann noch der blinde Nicht-Ganz-Jedi und sein schießender Gefährte, über den man noch weniger weiß. Einzig allein die Hauptfigur Jynn Erso bekommt ein wenig Tiefe, auch wenn ihre Backstory schmerzlich an die von Rey aus Episode VII erinnert.

    Die hektische Einführung aller Schauorte und Figuren, gepaart mit langen Monologen, die als Exposition dienen, lässt den Zuschauer etwas verwirrt und gleichgültig zurück. Die Vermutung, dass hier einiges an Charakterbildung durch die Reshoots verloren gegangen ist, kristallisiert sich vor allem an Forest Whitakers Charakter Saw Gerrera heraus. In den Trailern noch sehr präsent, sind viele dieser Szenen im letzten Cut ganz offensichtlich der Schere zum Opfer gefallen. Seine Rolle im Film wirkt eher wie ein unnötiger Cameo ohne tiefere Relevanz zur Story. Auch Mads Mikkelsens Figur bekommt undankbar wenig Aufmerksamkeit. Allein der Vergleich mit dem ersten internationalen Trailer lässt einen erkennen, wie viele Szenen es nicht in den finalen Film geschafft haben. Wie Rogue One ursprünglich hätte ausschauen sollen, lässt sich wohl nur vermuten, sollte nicht irgendwann einmal das Original-Drehbuch online leaken.

    Im Vergleich mit den 2000er Prequels schafft es der Film jedoch, die politische Achse besser einzubauen als seine Vorgänger. Während die Zuschauer in Episode I sich mit Handelsembargos auseinandersetzen mussten, versteht Rogue One es viel besser, Politik zum Vorantreiben der Handlung zu nutzen, seien es nun die Rebellen oder die Vertreter des Imperiums. Problematischer ist dagegen die viel diskutierte Auferstehung von verstorbenen oder gealterten Darstellern mittels CGI. Ob hier Pietäten verletzt wurden oder Star Wars inzwischen größer und wichtiger ist als die Rechte eines Schauspielers an seinem Gesicht sind wohl Fragen, die sich die Produzenten und Disney in Zukunft noch öfters stellen werden müssen, insbesondere nach Carrie Fishers Tod.

    So gleichgültig und hektisch der Film auch die meiste Zeit dahinplätschert, das Finale macht die Geschichte wieder wett. Hier wird endlich wieder eine Weltraumschlacht geliefert, die nicht einfach nur ein riesiges CGI Feuerwerk ist, sondern der Kampf wird anhand von mehreren Figuren gezeigt, ihren Schachzügen und perfiden Einfällen, die gegnerische Seite zu schwächen. Außerdem bietet der Film wohl die beste Darth Vader Szene seit der Original-Trilogie. Allein für den dritten Akt lohnt es sich daher, den Film anzusehen, selbst wenn man von diesen Figuren und ihrer inhaltlich doch sehr dünnen Geschichte langfristig wenig mitnimmt. Aber darum geht es im Endeffekt. Es ist „A Star Wars Story“. Das Herzstück wird, trotz des finanziellen Erfolges von „Rogue One“ und den unvermeidlichen folgenden Ablegern immer die Skywalker-Saga bleiben.
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    07.01.2017
    08:47 Uhr
  • Bewertung

    Der Vorfahren würdig

    Immer noch gilt der zweite der alten Star Wars-Filme ("Das Imperium schlägt zurück") als der beste aller Star Wars Filme. Das liegt nicht zuletzt daran, dass er inhaltlich als der düsterste Teil gilt und sich mit dem Heranreifen von Luke Skywalker zum Jediritter befasst. In diesem Film nun wird die Vorgeschichte zum Teil 1 erzählt, in dem Prinzessin Leia die Baupläne für den Todesstern bereits besitzt - wieviel Herzblut und Opfer dafür nötig waren, damit die Rebellen in den Besitz dieser Pläne kommen konnte, ist nun Gegenstand dieses Filmes. Und ich muss sagen: es lohnt sich. Ganz, ganz tolle visuelle Effekte und eine mitreißende und bewegende Vater-Tochter-Geschichte sowie jede Menge Weltraum-Action sorgen für einen wirklich kurzweiligen Kinoabend.
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    06.01.2017
    23:35 Uhr
  • Bewertung

    Erneut erbärmliche deutsche Sprachzensur!

    Nach langer, langer Zeit ist Rogue One wieder einmal ein Film, den ich mir nach dem Genuss des englischen Originals kurz darauf in der deutsch synchronisierten Version gegeben habe.

    Mein Fazit: Ganz, ganz erbärmlich, diese - und man verzeihe mir die bewusst hart gewählten, sarkastischen Worte - deutsche rassereine Vertonung der Rolle von Cassian Andor.

    Im englischen Original ist Diego Luna alias Cassian Andor freilich in seinem Originalton mit deutlich spanischem Akzent zu erleben. Weil es für Lucasfilm ja ganz normal ist, dass auf anderen Planeten [sic!] nu na Englisch ein wenig anders artikuliert wird.
    Nicht so in 'teutschen' Landen. Da muss ein Held - ein guter Held - einer von uns und nicht ein Ausländer sein, um daher akzentfrei in den Freitod gehen zu dürfen. Erbärmlich! Oder aber liege ich gerade deswegen komplett falsch, um den Freitod aus Glaubensgründen gerade KEINEM Ausländer zuzuweisen? Weil von denen gibt's in unserer Welt und unseren Tagen ja traurig viele? Für John Knoll und Gary Whitta (Story) und deren Produzenten war das offensichtlich kein Thema.

    Seit mich die gründlich, deutsche Synchronzensur in The Fifth Element (1997) von Kino-Übersetzungen vertrieben hat, bestätigt mir Rogue One erneut, dass sich in den Hirnen von deutschen sprachverantwortlichen Filmbossen nicht viel getan hat. Mal sehen, ob es wieder 20 Jahre dauern wird, bis ich den 'Teutsch'-Synchronchefs eine weitere Chance gebe.

    DonTom
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    05.01.2017
    18:29 Uhr
  • Bewertung

    Star Wars-Fans werden ihre Freude haben, Film-Fans wird er nicht überzeugen.

    Mehr Action, weniger Politik, weniger Lovestory. Alles in allem ein gelungenes, nicht aber herausragendes Konzept für diese Star-Wars Sidestory. Die Handlung ist schnell erzählt und orientiert sich stark an der eines Videospiels: Finde Person XY, finde die Daten, und betätige den Master-Switch. Das Ganze gespickt mit einer Menge Lasergeschosse und Explosionen aber auch mit amüsanten Gags. Ich musste lachen angesichts der Schwierigkeit ein Kabel zu verlegen in diesem Post-Wireless-Star-Wars-Zeitalter. Auch die Nebencharaktere waren immer wieder für den einen oder anderen Gag gut. Ganz besonders der blinde Stockkampf-Mönch mit seinen Macht-Mantras und der Droide K-2SO, der mich am Film am meisten beeindruckt hat. Die Hauptcharaktere bleiben leider farblos. Trotz Überlänge bleibt der Film unterhaltsam spannend. Für Star-Wars-Fans also durchaus sehenswert auch wenn der Charme der Episoden 4-6 unerreicht bleibt.
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    01.01.2017
    17:46 Uhr
  • Bewertung

    Brings the WAR into Star Wars

    Ein dunkles, atmosphärisch dicht inszeniertes Kapitel aus dem Star Wars-Universum, dass ich sehr genossen habe. Man hat Charaktäre mit denen man mitleben kann (durch die Reihe sehr gut besetzt) und als Höhepunkt eine große Raumschlacht plus eindrucksvolle Bodenkämpfe. In Zeiten wo Krieg immer wieder Schlagzeilen macht, hat das Ganze natürlich ein wenig Beigeschmack, aber das tut dem Film keinen Abbruch. Außerdem wird das Ganze konsequent durchgezogen. Der Humor ist gut dosiert, so dass die Story nicht komplett in Dunkelheit versinkt, aber ist so eingesetzt, dass er nicht aufgesetzt wirkt. Für Fans gibt es ausreichend Details aus der Originaltrilogie zu entdecken, ohne dass diese mit dem Vorschlaghammer daher kommen. Und das Beste ist, dass man sich am Ende des Filmes nur wünscht, sofort Episode IV anzusehen, weil Rogue One – nach einem sehr dynamischen Schluss – quasi nahtlos anschließt.
    22.12.2016
    11:26 Uhr
  • Bewertung

    Ein tolles Kapitel!

    Die Mitternachtspremiere für "Rogue One: A Star Wars Story" hat sich ausgezahlt. Ich bin regelrecht begeistert und wurde erneut in den Bann des Krieg der Sterne gezogen und am liebsten hätte ich noch gerne so viel mehr davon. Denn wenn man genau hinsieht hätte ich rückblickend doch noch gerne mehr Hintergrund vorgelegt bekommen, um den Film noch mehr zu genießen. Star Wars Episode 7 war wirklich gut und hat mir sehr gefallen. Dieser Film jedoch baut noch ein Quäntchen mehr nostalgische Atmosphäre auf, die ich mit den restlichen Episoden in Verbindung bringe. Dazu wurde der Film Atmosphärisch sehr düster gestaltet und es findet sehr viel Charakterentwicklung im Laufe des Films statt. Wir befinden uns hier stark auf einer Art Krieg und Drama Ebene. Die Actionszenen sind sehr gut gemacht und auch die Spezialeffekte sind sehr schön (bis auf ein paar Kleinigkeiten). Handlungstechnisch macht der Film viel richtig, hätte aber noch ein bisschen innovativer sein können. Da der Film aber zwischen den anderen Episoden statt findet, ist es jedoch kein Wunder, wenn man den roten Faden erahnen kann.

    "Rouge One" ist ein solider Film, der sich gut in das bestehende Universum einfügt und definitiv Lust auf mehr macht!
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    15.12.2016
    21:10 Uhr