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13 Bewertungen
66.5% Bewertung
  • Bewertung

    Scoobies

    Mit Joss Whedon verband ich schon immer viel - alleine durch meine Lieblingsserie meiner Jugendjahre - Buffy. Dort schuf er legendäre Figuren, die gemeinsam als "Scoobies" den Kampf gegen das Böse wagten. Die Avengers erweckte er auch schon im ersten Teil zum Leben, doch wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke, hat er mich damals nicht 100%ig überzeugt. Ich bin mit wenig Erwartungen in Teil 2 gegangen und habe mich auf eine "an den Fäden heran gezogene" Storyline gefasst gemacht. Doch diesmal war das, was auf die Leinwand produziert hatte das, was ich mir schon für den ersten Teil gewünscht hätte. Eine epische Geschichte über Helden, die wirklich welche sind und auch gemeinsam als solche agieren. Egal ob sie nun Avengers sind oder die "Scoobies".

    Ich habe die Fortsetzungen von Thor und Captain America nicht gesehen, aber dies war keineswegs störend. Captain America hat ein paar Skills dazu bekommen und ist nach wie vor der perfekte Schwiegersohn. Vor allem im Kampf mit Thor wirken die beiden wie ein Dreamteam. Ein weiteres Dreamteam - welches ich aus Spoilertechnischen Gründen hier nicht erwähnen möchte - hat es ebenfalls geschafft, mich zu überzeugen. Die Chemie zwischen den beiden ist von Anfang an spürbar und wirkt keineswegs aufgesetzt. Einzig und allein mein bisheriger Lieblingscharakter Tony Stark hat mich etwas enttäuscht. Er mag sich zwar durch seine Erfindungen und sein Dagobert Duck Vermögen fast wie Gott fühlen - jedoch ist er es nicht. Es war ebenso falsch Pepper zu erwähnen, ohne sie zu zeigen.Dies wirkte sehr künstlich und aufgesetzt. Doch ich sollte mir bewusst sein, dass auch hinter dem Iron Man Anzug nur ein Mensch steht, der Fehler machen kann, wie jeder andere. Die Hintergrundgeschichte zu den "Twins" war gut in den Rest der Storyline eingepasst. Wer mich ganz besonders begeistert hat war Ultron. Obwohl hinter der Idee etwas ganz simples steckt war er für mich eines der erschreckensten Dinge überhaupt.

    Die Musik war für mich das Tüpfelchen auf dem i und der ganze Film fast eine Symphonie. Obwohl der Film gute 150 Minuten lang ist, kam er mir in keiner einzigen Sekunde langatmig oder langweilig vor. "Avengers - Age of Ultron" ist sicherlich nicht für jedermann etwas. Man muss schon etwas mit Marvels' Universum anfangen können. Da ich zwei Mal Gänsehaut bekommen habe und das bei mir schon lange nicht vorgekommen ist, bekommt der Film noch einmal extra Pluspunkte. Für viele Menschen mag diese Fortsetzung bestimmt nur lauwarme Unterhaltung sein, doch für mich ist er noch ein Stückchen mehr. Nichts desto trotz hätte ich mir eine Spur mehr Erklärung in Richtung Universum, genauer gesagt zum Hintergrund der "Steine" gewünscht. Ich weiß nicht, ob dies bereits in einem der anderen Marvel Filme erklärt wurde (dies wäre ein Grund, mir die anderen Teile endlich anzusehen), oder ob erst in Zukunft darauf Bezug genommen wird. Deswegen ziehe ich nur 5% ab - denn schlussendlich ist der Film ein rundes Gesamtpaket voller Unterhaltung.
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    25.04.2015
    03:09 Uhr
  • Bewertung

    Grüne Zucchini

    Nach dem ersten Avengers Teil darf Kult Regisseur Joss Whedon noch einmal die Abenteuer der Avengers verfilmen.
    Die Story ist nicht weltbewegend kreativ, langweilt aber trotz der langen 150 Minuten nicht. Für einen Actionfilm dieser Klasse eher typisch, werden manche Stereotypen sehr ausgenutzt. So wird die fiktive Republik Sokovia als ein heruntergekommenes Ostblock Land dargestellt, in welches die amerikanischen Helden marschieren um es zu retten.
    Der Film hat immer wieder kleinere Logikfehler, die sich zwar meist nur auf eine kurze Episode beziehen, zugunsten der Action wird aber vieles möglich gemacht.
    Der Versuch ein wenig tiefe einzubauen, in dem unter anderem die Geschichte von Black Widow erzählt wird, scheiter leider daran, dass die Szenen meist von einstürzenden Gebäuden oder herumfliegenden Robotern abgelöst werden. Ein wirkliches Mitgefühl ensteht nicht wirklich. Generell lebt der Film, abgesehen von den Actionszenen, mehr durch die Situationskomik von Iron Man und seinen Freunden. Sei es, dass sie sich gegenseitig während einem Kampf dazu ermahnen, nicht zu fluchen, oder eine flapsige Äußerung zu einem besiegten Gegner abliefern.
    Die überwiegend schnellen Actionszenen sind nicht schlecht inszeniert. Leider werden jedoch, um dem 3D Effekt zu verstärken, immer wieder kleine und große Objekte direkt vor der Kamera vorbei geworfen, obwohl sich der eigentliche Kampf viel weiter hinten abspielt. Zwar wirken die Kämpfe somit noch schneller, sie sind aber auch um einiges unübersichtlicher.

    Avengers Age of Ultron ist besser als der erste Teil, aber auch keine Offenbarung. Viel mehr ist es eine Comicverfilmung vond er man sich unterhalten lassen kann. Hier geht es weniger um die Logik als viel mehr um die Action und den Wortwitz.
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    24.04.2015
    23:53 Uhr
  • Bewertung

    Angriff der K.I.

    Um ein Hydra Versteck aufzusuchen und Lokis Zepter zu finden, machen sich die Avengers auf nach Sokovia. Dort erwartet sie bereits eine Armee inklusive zweier übernatürlich begabter Zwillinge, Quicksilber und Scarlet Witch, die sie zwar besiegen können, aber trotzdem nicht wirklich los werden.
    Mit Hilfe des Zepters kreieren Tony Stark und Bruce Banner eine K.I., die zu einem so großen Problem wird, dass die Avengers und ihre Loyalität zueinander auf die Probe gestellt werden.

    Joss Whedon zieht wieder einmal alle Register und schafft es einen harmonischen Film trotz der großen Anzahl an Protagonisten zu erschaffen. Maßgeblich daran beteiligt sind der zugrunde liegende Humor und Sarkasmus, die punktgenau eingesetzt werden. Die Storylines werden ineinander verwoben und ergänzen sich gegenseitig, man bekommt das Gefühl, dass die Avengers einer großen Familie angehören, die es nicht lassen kann, ihre Mitglieder immer wieder aufzuziehen. Man tröstet sich gegenseitig, man streitet, man hilft sich und am Ende wird alles gut - und am wichtigsten - wir machen es gemeinsam.

    Die Action kommt in Age of Ultron nicht zu kurz, der Film startet mit dem "Sturm auf die Bastille" in Sokovia. Die Szenen sind laut, schnell und vor allem in 3D kaum zu verfolgen, denn es fliegt alles durch die Gegend, was nicht niet- und nagelfest ist. Hier lehnt man sich am besten zurück und lässt sich vom Kampflärm berieseln, oft mehrere Minuten lang.

    Mit Age of Ultron nähert man sich wieder einem Schritt dem unvermeidbaren Infinity War und wie üblich werden zumindest so viele Fragen aufgeworfen wie beantwortet werden.

    Trotz einer Länge von 150 Minuten wird der Film nicht langweilig, meiner Meinung nach hätte aber bei den Kampfsequenzen unsgesamt zumindest 20 Minuten gespart werden können.

    Was einen erwartet: Eine gut konzipierte, schnell, aber trotzdem harmonisch umgesetzte Actionkomödie, die auch ein bisschen der Hintergrundgeschichte einfließen lässt. Die Charakter zeigen Herz und Humor und jeder kann seine Stärken ausspielen. Im Endeffekt ist es aber nun einmal was es sein soll - ein großer lauter Blockbuster, der sich nicht über den Standard der Comic-Verfilmungen erheben kann und will. Aber hin und wieder reicht das ja auch vollkommen.
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    24.04.2015
    23:51 Uhr