Forum zu Assassin's Creed

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    Die Meuchelmörder

    Es liegt anscheinend im Trend, dass immer mehr Spielfilme ihre Action von Videospielen herleiten. Damit hat man ja Erfahrung. Gut kommt ein historischer Hintergrund an mit ein paar die Authentizität belegenden Begriffen wie z. B. die Assassinen, die Templer oder auch die Inquisition.
    Die Akteure haben das Raum – Zeitproblem voll im Griff, will sagen, sie haben es überwunden. Wie schon weiland der Highlander fegen sie durch die Jahrhunderte und das mit einem Affenzahn, der keine Zeit lässt für logisches Hinterfragen.
    Dabei schwanken die Dialoge zwischen Plattitüden und unverständlichem Fachjargon wie z.B. das Animus Projekt, das ich bei der ersten Erwähnung als Anus – Projekt rezipierte. Die Menge der wilden Stunts ist ja wohl das Wichtigste am ganzen Film. Da wird gemeuchelt und zugestochen, dass es eine blutrote Freude ist. Sowohl die Schwerkraft als auch die mehrfachen Leben, die man Katzen so nachtsagt, sind nicht mehr existent.
    Ein weiterer Garant des kommerziellen Erfolges ist die Promiriege. Hier vertreten durch Michael Fassbender, Marion Cottillard, Jeremy Irons und Charlotte Rampling um nur die wichtigsten zu nennen. Sie sagen ihren Text brav runter und ich bin mir nicht sicher, ob sie sich voll bewusst sind, was sie uns da erzählen. Besonders deutlich wird das im Gespräch zwischen Vater und Tochter Die Häufigkeit und die Dauer der Stunts nutzt sich im Laufe der Gefechte ab, was z.T. auch daran liegt, dass die Helden alles so glatt hinkriegen. So ist der Film nur eine Fortsetzung des Videospiels mit anderen Mitteln. Vielleicht kribbelt es ja manchen Zuschauer in den Fingern. Wenn das mal nicht an der Kinokasse floppt.
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    27.04.2020
    19:27 Uhr