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13 Bewertungen
77.7% Bewertung
  • Bewertung

    toller Film, ein wenig überzeichnet

    Zu Beginn sei gesagt: nicht umsonst sind die beiden erstgenannten Darstellerinnen 2015 für die jeweilige Oscarkategorie nominiert. In dem sich an die Erzählungen der realen Cheryl Strayed orientierenden Film (Strayed schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Nick Hornby) wird den Darstellerinnen ein hohes Maß an Schauspielkunst abverlangt. Die unendlichen Strapazen der Protagonistin spiegeln sich deutlich in Witherspoons Gesicht wieder, auch wenn sie als Hollywood-Schönheit zeitweise etwas zu schön und fremd in der natürlichen Umgebung wirkt. Laura Dern zeigt dagegen als Mutter eine Sanftheit und trotzdem Bestimmtheit in ihrer Rolle und damit eine einwandfreie Darstellung einer in all ihren Stadien vom Leben gezeichneten Frau. Daneben muss neben den schönen Landschaftsaufnahmen natürlich auch noch die wunderbar gewählte, und nicht zu aufdringliche Filmmusik erwähnt werden. Trotz der vielen Schwierigkeiten hat man sofort Lust sich den Rucksack umzuschnallen und loszuwandern.
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    06.02.2016
    17:32 Uhr
  • Bewertung

    Der längste Weg führt zu Dir selbst

    Sheryl hat in ihrem Leben so gut wie nichts ausgelassen. Höhen, Tiefen, legale und illegale Substanzen zur Steigerung der Heiterkeit und des Bewusstseins: allesamt. Und trotzdem haben ihr der plötzliche Tod ihrer Mutter (der sie oft Vorwürfe gemacht hatte) und die Scheidung von ihrem Mann Paul (den sie mehrmals betrogen hatte) nicht mehr Freiheit und Unabhängigkeit beschert, sondern das Gegenteil: innere Leere, völlige Orientierungslosigkeit. Jene nämlich, die nicht äußerlich, sondern innerlich wirkt. Sie beschließt, von einem Tag auf den anderen auf einen der längsten Fußmärsche dieser Welt aufzubrechen, dem Pacific Coast Trail von Kalifornien nach Oregon, rund 3000 Meilen, 3 Monate. Die Geschichte klingt nach einer, wie sie vielleicht viele von uns schon erzählt bekommen oder sogar selbst erlebt haben. Auch dieser Film beruht auf einer wahren Geschichte, aber hätte nicht die Oscarpreisträgerin Reese Witherspoon die Hauptrolle gespielt, wäre er wohl um vieles weniger bekannt geworden. Filmisch nämlich bietet er nämlich prinzipiell nur die große weite Landschaft des Westens der USA und eine schwitzende, attraktive Blondine, deren innere Uhr völlig falsch geht und mit der Rosskur des epischen Marsches den Stundenzeiger wieder einfangen will. Dabei wirkt sie eindeutig wie eine, der man vieles zutraut, aber nicht, mehr als eine Stunde am Stück alleine zu sein, noch dazu abseits aller zivilisatorischen Annehmlichkeiten wie z.B. Shoppingcenter. Und auch wenn sie am Schluß zu ihrem wahren Ich und innerer Zufriedenheit findet, so erzählt sie und damit der Film uns nichts wesentlich Neues: der längste Weg auf dieser Erde führt zu Dir selbst und jeder Konflikt in Deinem Leben hat seinen Ursprung zuerst in Deiner Haltung. Mit zahlreichen Rückblenden, die geradezu nach Eisenstein'scher Manier in die Szenen montiert sind, zeichnet der Film Sheryls Lebensgeschichte nach und ihr zukünftiges Ziel voraus, regt dort und da zum Weiterdenken an und lässt sich dabei aber treiben wie ein einsames Kanu auf dem See. Dort wie da vorhandene Chancen zur Komik oder zum Drama lässt er entlang seines Weges liegen, weshalb der Gesamteindruck eindeutig verhalten ausfällt, allen schauspielerischen Leistungen zum Trotz.
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    23.06.2015
    13:30 Uhr
  • Bewertung

    Wild - Drama

    Die große Reise einer jungen Frau um ihr Leben zu verändern.

    Der Film ist durchaus gut gemacht aber fühlt sich doch fast wie eine vorhersehbare Liste von Handlungen die der Reihe nach abgearbeitet werden muss.

    Ein großes Problem ist dass ihr großer Trip eigentlich extrem schlecht vorbereitet ist aber die potenziellen Folgen im echten Leben doch eher ignoriert werden.

    http://www.backpacker.com/trips/long-trails/pacific-cr est-trail/a-ghost-among-us/
    http://www.backpacker.com/special-features/gone-hiking /

    Nur um vergleichbare Beispiele dabei zu haben.

    Insgesamt ist er aber doch kompetent umgesetzt und wird dabei nicht langweilig.
    21.05.2015
    21:32 Uhr
  • Bewertung

    Wild

    Reese Witherspoon ist eine besondere Überraschung in dieser ernsten Rolle. "Der große Trip" ist eine wunderbare Story, die sich erst im Laufe des Films zu entfalten beginnt und somit bis zum Schluss eine angenehme Atmosphäre garantiert. Es gibt keine große Action, aber dafür Emotion und den Kampf mit sich selbst.
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    23.03.2015
    09:24 Uhr