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Forum zu Collateral

15 Einträge
35 Bewertungen
81.4% Bewertung
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  • Bewertung

    Kälte der Großstadt und Hitze moralischer Dilemmata

    Exklusiv für Uncut
    „Collateral“, Michael Manns stilisierter Neo-Noir-Thriller aus dem Jahr 2004, ist nicht nur urbanes Katz-und-Maus-Spiel in der nächtlichen Metropole Los Angeles, sondern auch philosophischer Diskurs über Verantwortung, Moral, Freiheit und den Preis des Menschseins im Zeitalter der Anonymität. Im Zentrum stehen zwei Männer, eingesperrt in einem Taxi: Max (Jamie Foxx), der ewig träumende Chauffeur, und Vincent (Tom Cruise), der elegant-pragmatische Profikiller, der mit nihilistischem Furor durch die Nacht pflügt. In dieser engen Blechkabine entfaltet sich ein Kammerspiel über Weltanschauungen voller dichter, wenn auch nicht immer tiefgründiger Dialoge. Beispielsweise wirft Vincent Max an den Kopf, dass niemand sich um die vielen Toten in Ruanda schere – ein zynisches, aber triviales Argument aus der klassischen utilitaristischen Denkrichtung: Wie hoch ist der Wert eines einzigen Mordes im Vergleich zu tausend Toten, für die sich niemand interessiert?

    Tom Cruise, bekannt als strahlender Held aus Blockbustern wie „Top Gun“ oder „Mission: Impossible“, spielt hier gegen den Rolemodel-Typus eine seiner seltenen Antagonistenrollen. Seine Darstellung des Vincent ist beängstigend präzise: abgeklärt, charismatisch, diskursiv geschult, aber im Innersten leer. Nihilismus in Reinform, getarnt als Professionalität. Jamie Foxx, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eher für komödiantische Rollen bekannt, gelingt mit „Collateral“ der Durchbruch. Er überrascht mit nuancierter Tiefe – ein einfacher Mann, der zwischen Anpassung und Selbstermächtigung schwankt. Es ist diese Konstellation zweier grundverschiedener Weltanschauungen, die den Film so fesselnd macht: Der Mann, der nichts zu verlieren hat, gegen den Mann, der glaubt, alles im Griff zu haben. Ein Ringen um die Idee der Freiheit á la Jean-Paul Sartre: Wir sind verdammt zur Freiheit und müssen durch unsere Handlungen einer grundlosen Welt tieferen Sinn geben. Später erwacht Max aus seiner Lethargie und agiert radikal existentiell nach Sartres Worten: „Wenn nichts mich zwingt, mein Leben zu retten, hindert mich nichts, mich in den Abgrund zu stürzen.“

    Regisseur Michael Mann beweist einmal mehr seine Virtuosität im Urbanen. Wie bereits in „Heat“ (1995) nutzt er die Stadt nicht nur als Kulisse, sondern als psychologischen Resonanzraum. Los Angeles erscheint hier als seelenlose Landschaft, ein Labyrinth aus Neonlichtern, Techno-Clubs und anonymen Hochhäusern. In dieser Kälte entfaltet sich eine stilisierte, fast artifizielle Spannung. Die Kamera ist nah an den Gesichtern, Close-ups und flackerndes, steriles Licht betonen die Unmittelbarkeit von Schmerz und Schrecken. Die Nacht ist niemals romantisch, sie ist technokratisch. Pop-Songs durchziehen das Geschehen, nicht zufällig platziert, sondern stets unterstreichend, wie verloren und fremd die Figuren in dieser Welt agieren.

    Trotz der visuellen und emotionalen Inhaltsdichte erlaubt sich „Collateral“ seltsame narrative Ausreißer: Max’ plötzliche Wandlung zum Helden wirkt konstruiert, das Ende fällt tonal gegenüber der akkurat aufgebauten ersten Stunde ab. Der Showdown in der Metro scheint wie ein Zugeständnis an das Genre – dabei hat der Film zuvor erfolgreich mit dessen Konventionen gebrochen. Auch die Staranwältin Annie (Jada Pinkett Smith) bleibt trotz vielversprechendem Auftakt nur potenzielles Opfer und Klischee-Ziel. Eine „Damsel in Distress“, eine „Jungfrau in Nöten“, gerettet von einem Mann, der bis dahin vor allem durch Inaktivität glänzte. Die genderpolitische Schlagseite dieser finalen Wendung konterkariert die vorherige Ambivalenz.

    Nicht unerwähnt bleiben darf Javier Bardems kurzer, aber prägnanter Auftritt – sein Hollywood-Debüt als sinistrer Gangsterboss Felix ist ein früher Beweis schauspielerischer Wucht, die wenig später in „No Country for Old Men“ zur vollen Entfaltung kommt. „Collateral“ steht somit auch filmhistorisch an einem Wendepunkt: Es vereint alte Stars in neuen Rollen, führt kommende Größen ein und verdichtet Michael Manns Handschrift zu einer Essenz urbaner Dystopie.

    „Collateral“ ist eine filmische Meditation über die Zumutung der Freiheit in einer entmenschlichten Welt. Inmitten urbaner Leere und technologischer Kälte prallen zwei Existenzentwürfe aufeinander: der Wille zur Kontrolle und das Ringen um Bedeutung. Der Thriller überzeugt dort, wo er Distanz wagt: in seiner kühlen Ästhetik, seiner präzisen Figurenzeichnung und der konsequenten Raumdramaturgie. Wo er sich Genreformeln beugt, verliert er an Kraft. Im Kern stellt er keine moralischen Urteile aus – er legt vielmehr die Einsamkeit bloß, die entsteht, wenn Handeln zur einzigen Gewissheit wird. In dieser Bewegung – unfrei, aber notwendig – offenbart sich der Mensch als ein Wesen, das entscheiden muss, selbst wenn nichts mehr Sinn verspricht.
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    08.06.2025
    11:01 Uhr
  • Bewertung

    Gefährlicher Begleiter

    Die Story ist neu und nicht schlecht aufbereitet: Vincent, ein Auftragskiller (Tom Cruise) als Taxipassagier. Das geht recht flott und nicht unspannend von der Hand. Dabei entsteht sogar eine Art Verhältnis zwischen den beiden, das bis ins Privatleben des Taxi Drivers (Jamie Foxx) hineinreicht. Während Tom Cruise den Killer mimt, freundlich aber eiskalt, spielt Jamie Foxx facettenreicher. Seine Rolle bietet variable Ausdrucksmöglichkeiten und dass macht er gut. Seine Persönlichkeit reicht von aufgeweckt clever bis da-steh-ich-drüber, ist mir schnurz egal. Nur so kann er überleben. Die Kreisform der Handlung ist auch ganz passabel durchdacht und basiert auf der Idee: im Leben begegnet man sich immer zweimal. Bis die Staatanwältin (Jada Pinkett Smith) dann allerdings wieder auftaucht, begegnen wir Jason Stratham per Anrempler sowie Xavier Bardem als stick-verteilendem Ganoven.
    Tom Cruise wirkt am Ende etwas zu heldenhaft überhöht, als er Disney-Qualitäten entwickelt, bevor er dann wie ein lautloser Windfurz abtritt.
    Mal was anderes. Nur gutes Mittelmaß.
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    11.07.2012
    09:15 Uhr
  • Bewertung

    Tom Cruise als eiskalte Killermaschine

    Tom Cruise überzeugt auch hier so dermaßen, dass einem der Atem stockt...Eiskalt, gnadenlos und gefährlich präsentiert er sich als..."Vincent - Der Killer"

    Hervorragender Thriller! (sehenswert)
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    30.07.2008
    20:43 Uhr
  • Bewertung

    spannend bis zur letzten Minute!

    Tom Cruise verkörpert mal nicht den obercoolen Helden der Menschheit, sondern einen skrupellosen Auftragskiller. Ungewohnt, aber er füllt die Rolle voll aus, ebenso Jamie Foxx als 0815-Antiheld mit doch heldenhaften Einschlägen.

    Wirklich spannend und packend, von Anfang bis zum Ende!

    P.S.: Die grauen Haare stehen Tom Cruise ausgezeichnet!!!
    02.06.2008
    19:55 Uhr
  • Bewertung

    Spannung pur

    ...und wer Ray mit Jamie Foxx vorher gesehen hat, ist wahrscheinlich auch total überrascht, ihn hier in so einer Rolle zu sehen.
    Insgesamt aber guter Film!!
    16.01.2008
    17:19 Uhr
  • Bewertung

    Genial

    Actiongeladener film mit Tom Cruise als Serienkiller und Jemie Foxx las Taxifahrer max der tom cruise von Mord zu Mord fahren muss.

    Achja , @DVD
    *** SPOILER ***

    finds auch schade dass Tom Cruise stirbt sonst könnte er im zweiten teil auch wieder mitspielen fals einer rauskommt. Glaubs aber weniger.
    *Spoilerende*
    28.05.2007
    22:56 Uhr
  • Bewertung

    Action, Action, Action !!

    Echt geiler Film, super Handlung tolle Schauspieler und volle Action.
    *** SPOILER ***

    Find es schade, dass Tom Cruise am Schluss stirbt, aber sonst ist der Film echt ein Klassiker !!!!!!

    *** *** *** ***
    dvd
    27.05.2007
    15:47 Uhr
  • Bewertung

    Super

    Der Film ist dehr spannend und Jamie Foxx brieliert in dieser Rolle. Einzig die weißn Haare bei Cruise finde ich komisch. Echt ein totaler Knüller und jedem Actionfan zu empfehlen!
    17.05.2007
    11:26 Uhr
  • Bewertung

    Spannung

    pur.
    Echt gut gemacht von Michael Mann.
    Die Story überzeugt, alles ist gut miteinander verknüpft und die Dialoge regen zum nachdenken an.
    Es geht auch meiner Meinung nach recht viel um das Zusammenleben der Menschen und Nächstenliebe und so (ZB: Geschichte mit der U-Bahn-Leiche oder wie Max um Hilfe ruft)
    Ein intelligenter Thriller mit Top-Besetzung.
    Der Stil des Films ist auch sehr cool.
    Die Digicam überzeugt auch in der Nacht und bringt schöne Bilder. Manche Schönheitsfehler sind gewollt und sorgen nirgendwie trotzdem für Atmosphäre (zb wackelige Kamera oder Glasscheibe im Taxi...)


    Toller Film
    14.05.2007
    16:44 Uhr
  • Bewertung

    Der coolste Killer der Welt

    Der Film fing an wie ein gewöhnlicher Krimi, steigerte sich aber immer mehr zum spannenden Thriller und gegen Ende wird der Film schließlich zum schweißtreibenden Spannung gemacht.
    So in etwa kann man sich den Film vorstellen. "Collateral" ist einfach mein Lieblingsthriller. Vor allem dank Tom Cruise der presentiert Vincent mit solcher Collness und Boshaftigkeit, wie Eiskalt er immer die Leute erschießt, einfach Klasse, so gehört Vincent ganz klar in meine Kategorie bester Schurke. Aber auch sonst ist der Film auf alle Fälle empfehlendswert, auch wenn es anfangs noch nicht so zur Sache geht, kann ich nur allen sagen, es wird noch spannend.
    19.12.2006
    15:07 Uhr
  • Bewertung

    genialer einfall

    den film ausschließlich auf video zu drehen.
    sehr intensiver, spannender film, nur das ende war dann schon bald allzu klar vorherzusehen.
    super toll
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    24.02.2006
    09:52 Uhr
  • Bewertung

    Tom Cruise mal anders

    Tom Cruise ist als Profikiller sehr überzeugend, natürlich auch Jamie Foxx. endlos spannend
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    23.04.2005
    10:20 Uhr
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