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    von bullen, ochsen und nicht kühen

    es gibt keinen neuen neuhofer-fall, ende der diskussion. dass nach dem stromschlag, der den vater dahingerafft hat, bald darauf der bruder unter einem container aufgefunden wird, mag ja noch zufall sein, der eberhofer franz ermittelt trotzdem – ein irrwitziges verhör des albanischen bauarbeiters bringt noch keine neuen erkenntnisse, aber die kollegen vom TÜV bestätigen: der karabiner, der den container hätte halten sollen, war völlig verrostet – und der rost mit metallschutzfarbe überpinselt. außen hui, innen pfui so zu sagen.
    und hui ist dann auch noch die mercedes, ein ferrari unter den weibern gewissermaßen, die den niederkaltenkirchenern gehörig den kopf verdreht – und dem eberhofer die kriminalistisch geschulten sinne vernebelt. doch kein bulle bleibt auf ewig ein ochs, dafür sorgen schon sein spezi rudi – und die susi, die ganz gewiss nicht eine kuh ist.

    ein film wie die dazu gehörige musik von labrassbanda – so urbairisch wie die blechblasinstrumente und die winterkartoffelknödel auf dem teller, das kruzifix in der wachstube und die querelen mit der obrigkeit, so weltoffen und allem neuen gegenüber aufgeschlossen sind sie, die niederkaltenkirchener. man bräuchte nur die thailändische ehefrau zu fragen, die grad einen ausgedehnten heimaturlaub macht, oder den kleinen justin. dass man beim holzhacken auch nicht kiffen sollte, hat zwar mit den plötzlich grassierenden morden nix zu tun, ist aber ein stück pädagogik mit aberwitz, so wie die verfolgungsjagd in der bairischen variante: im kreisverkehr...

    fazit: absurd, kurzweilig und auf positive art unterhaltsam, mit einer ganzen riege bekannter charakterköpfe – wer das bairische lokalkolorit mag oder wem der brenner zu depressiv ist, der wird sich hier prächtig amüsieren.
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    22.04.2015
    20:25 Uhr
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    Winterkartoffelknödel

    Eine richtig witziges Kriminal-Geschichterl mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Überzeichnete ur-bayrische Figuren, manchmal etwas derbe Komik, unterm Strich kurzweilige und durchaus sehenswerte 96 Minuten!
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    02.11.2014
    16:00 Uhr