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67.4% Bewertung
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    Hektisches Blitzlichtgewitter

    Schon vor dem Besuch des Kinosaales wird gewarnt: manche, photosensitive Personen können durch einige Szenen des Filmes epileptische Anfälle bekommen. Hinterher erinnere ich mich an kaum eine Szene ohne Stroboskop Effekte und Blitze. Wären es bloß jene der Lichtschwerter gewesen, dann wüsste man als Star Wars Kenner, warum. Aber anhand dieses Filmes lässt sich schön zeigen, dass auch sehr visionären Regisseuren irgendwann die Ideen ausgehen. Und was es in Star Wars noch nicht gab kennt man aus anderen Filmen, zB. Harry Potter. Inseln, die von heftigen Fluten umpeitscht die Kulisse für einen Kampf bieten - greetings: Hocruxes. Die beim ersten Film genial die visuelle Atmosphäre der alten Star Wars Filme herauf beschwörende Staub- und Kratzer-Optik und die (digital in der PP) leicht getrübten Kameralinsen sind nicht mehr neu, die Story offensichtlich zu Ende erzählt. Und Rey heißt mit Nachnamen Skywalker. Wow. Dafür fast drei Stunden im Kino sitzen? Muss nicht sein, unbedingt.
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    12.04.2020
    14:14 Uhr
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    Unterhaltsam aber trotzdem enttäuschend

    Wie erwartet unterhaltsames Popcornkino, wo einem des öfteren ein Lacher auskommt jedoch enttäuschende Storyline, sodass es wie die vierte Auflage des gleichen Stoffes in Erinnerung bleibt.
    1gl
    04.01.2020
    17:54 Uhr
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    Wirklich zu sehr "brav" ...

    ... das Ende einer Saga, die über Jahrzehnte angedauert hat.

    BB-8 hatte ein Happy End ... und Ben ist mit seinen Eltern vereint ... Han Solo ist aufgetaucht und hat seinem Sohn ins Gewissen geredet ... und Finn schaffte es nicht Rey seine Gefühle zu gestehen ...

    Technisch ließ mich der Film sprachlos zurück ...

    ... ich komm nicht umhin, mich zu fragen, wie weit die Filmtechnik noch gehen kann. ;-)
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    27.12.2019
    13:01 Uhr
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    Enttäuschendes Fanservice-Fest zum Abschluss

    Der (vermeintliche) Abschluss der Skywalker-Saga, die vor über 40 Jahren ihren Ursprung fand, entpuppt sich leider als herbe Enttäuschung. Als jemand, der mit den kreativen Entscheidungen, die Regisseur Rian Johnson im kontroversen Vorgänger-Teil "The Last Jedi" traf, sehr viel anfangen konnte, und diese als wichtigen Grundstein erachtete, um das "Star Wars"-Universum endlich in eine frische Richtung zu lenken, war ich doch sehr schockiert darüber wie diese Entwicklungen im Finalfilm gehandhabt wurden. J. J Abrams, der bereits Episode VII "Das Erwachen der Macht" inszeniert hat, nahm hier wieder Platz am Regiestuhl und zeigt leider, dass er es lieber auf billigem Wege wütenden 'Fans' zurecht machen möchte, anstatt auf seine eigene Vision zu hören. So bekommt man hier einen rasanten Nostalgierausch geboten, der altbekannte Zutaten halbgar neuaufwärmt und den erzählerischen Mut seines Vorgängers fast komplett aus den Fenster wirft. "The Rise of Skywalker" kann durch seine optischen Ergüsse (die nicht mal so atemberaubend sind wie sonst vom Franchise erwartet) und seiner in süßer Nostalgie getränkten Momente beim Schauen durchaus Spaß bereiten, wird aufgrund seiner Mutlosigkeit aber bestimmt nicht lange im Gedächtnis verweilen.

    Die Skywalker-Saga ist tot - lang lebe die Skywalker-Saga... oder so irgendwie
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    21.12.2019
    23:22 Uhr
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    Die Magie von KRIEG DER STERNE

    Ein 9. Mal sitze ich nun im Kino. Seit der Geburt von mir selbst und Episode 4 sind 42/43 Jahre vergangen. Und ich freue mich sehr, dass die letzte Trilogie zu Ende geht wie man es erwarten konnte - mit vielen Referenzen an George Lucas Episoden 4 bis 6. Ob das alles logisch ist? Eher nicht, aber beim Popcorn-Kino gehts einfach nicht darum.
    Das Besondere für mich ist, dass ich DEN AUFSTIEG SKYWALKERS mit meinen Neffen und Nichten erstmals im Kino war. Ihre erste Frage nach dem Film war: Wie geht es weiter?
    Das wissen zum jetzigen Zeitpunkt nur DISNEY und die Sterne.
    Ach ja, was war mit der Magie? Ja, ich spürte sie. Nicht so stark wie in den 80er Jahren, aber stark genug um mich an die Magie zu erinnern - vor allem an das Meisterwerk aus der Reihe schlechthin: DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK!
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    21.12.2019
    05:01 Uhr
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    Brav gehaltenes Ende einer Saga

    Exklusiv für Uncut
    Mit „Rise of Skywalker“ ist die neue Star-Wars-Trilogie und die erste des Hauses Disney nun zu Ende gegangen. Was 2015 mit „Das Erwachen der Mach“ als größter US-domestic Box Office Hit begann und mit „Die letzten Jedi“ zu einem der am meisten kontrovers diskutierten Star-Wars-Filme führte, endet erneut unter der Hand von J.J. Abrams. Der neueste Teil der Filmreihe wird viele Fans durchaus versöhnlich stimmen. Genauso ist er ob seiner braven Vorhersehbarkeit und exzessiven Action auch weniger eindrucksvoll geraten als andere Inkarnationen des Franchise.

    Wer bei den Trailern und bei Comic Con gut aufgepasst hat weiß Bescheid. Imperator Palpatine (Ian McDiarmid) ist zurück. Ein Lebenssignal aus den Tiefen des All lässt nicht nur Kylo Ren (Adam Driver) diesem entgegenrasen, auch die Rebellen rund um Jedi-Aspirantin Rey (Daisy Ridley), Finn (John Boyega) und Poe (Oscar Isaac) versuchen den verborgenen Sith-Planeten zu finden, um den Imperator rechtzeitig aufzuhalten erneut die Galaxis zu unterjochen.

    Wie Palpatine noch am Leben sein kann? Erklärt wird es nicht, aber hier kommt der berühmte Off-Screen Tod zugute. Was man nicht gesehen hat muss nicht unbedingt passiert sein. Aber viel symptomatischer ist die überraschende Rückkehr McDiarmids für einen Schreibprozess der Trilogie, der nicht ganz durchgeplant war und sich den Begebenheiten beugte. War im ersten Film noch Snoke die überlebensgroße Unbekannte und Kylo Ren sein Handlager, so wurde der von Regisseur Rian Johnson im zweiten Teil schnell umgebracht und Domnhall Gleeson als General Hux wurde zum zweitwichtigsten Bösewicht hinter Ren. Nun plötzlich der Urbösewicht der Star-Wars-Trilogie, während Hux sogar als Figur hinter den neu eingeführten Allegiant General Pryde (Richard E. Grant) zurückführt.

    Was sich wie ein Umschreiben der neu eingeschlagenen Rian-Johnson-Wege fühlt, zieht sich auch durch den Rest des Films. Die von Fans attackierte Kelly Marie Tran, die in „Die letzten Jedi“ Finns Freundin Rose spielte, verschwindet wieder im Hintergrund, von Romanze keine Spur. Und auch sonst scheint Abrams wieder alles in Fanboy-freundliche Bahnen zu lenken. Die Ambiguität von Figuren wie Benicio del Toros DJ aus dem letzten Teil sind weg, es wird wieder rein entlang des Lichts und des Schattens gewandert. Reys Herkunft wird erneut thematisiert und wie unsicher die Macher sind was ihre Philosophie nun ist, zeigt sich, dass Driver wieder phasenweise sein Gesicht hinter der Maske versteckt, die im letzten Film noch so theatralisch zerstört wurde.

    Nun bleibt es natürlich Geschmackssache ob man diese Rückkehr zu einem Old School Star Wars gut findet oder nicht. Was jedoch durchaus anstrengend wird ist das Tempo, das Abrams bei 142 Minuten Laufzeit einfach nicht drosseln will. Sein Film ist eine Schatzsuche mit Elementen von Indiana Jones und phasenweiser dunkler Lord-of-the-Rings-Optik, in der sich eine Actionszene an die nächste reiht. Den Figuren wird keine ruhige Minute vergönnt, wie in einem Videospiel müssen sich aus jedem Set Piece dramatisch herauskämpfen. Wenn es zur finalen Schlacht kommt, ist das zwar durchaus unterhaltsam und hervorragend gemacht (vor allem für jene, die noch immer daran zweifeln dass Ewoks das Imperium enden konnten), die knapp zwei Stunden davor wird es anstrengend.

    „Rise of Skywalker“ ist somit solide gemachter Fanservice, der die Saga zufriedenstellend zu Ende führt, wenn er auch inhaltlich mit sehr viel Toleranz und dem Willen zu Unglaube gegenüber Storytelling seine Fäden spinnt. Für eine gute Zeit im Kino reicht es allemal, alle anderen werden vermutlich weiter den wahren Kern der Weltraumsaga in „The Mandalorian“ oder folgenden Film- und TV-Versionen suchen.
    susn_15a35adfde.jpg
    18.12.2019
    11:30 Uhr