6 Einträge
12 Bewertungen
68.3% Bewertung
  • Bewertung

    Achterbahnfahrt durch zahlreiche Plot-Holes mit viel Humor

    Der neueste Film der "Terminator"-Reihe ist eine actiongeladene und sehr humorvoll ausgefallene Liebeserklärung vor allem an die ersten beiden Filme der Reihe und strotzt (dies jedoch sehr selbstbewusst) nur so vor Plot-Holes. Mit derlei Details hält er sich jedoch gleich gar nicht auf sondern feuert seine geballte Ladung an (jugendverträglicher) Action mit Begeisterung auf sein Publikum ab. Weit entfernt sind jene tiefgründigen Endzeitvisionen eines James Cameron - jene, die sich so etwas wie Gesellschaftskritik erwarten, werden mit einer sehr oberflächlichen "Facebook"- bzw. Smartphone-Sucht-Kritik abgespeist. Und Arnold Schwarzenegger erzählt zum wiederholten Male jenes Statement, das er schon seit der "RED"-Filme unters Volk zu bringen versucht: in die Jahre gekommene Actionhelden sind zwar alt, aber noch lange nicht überflüssig. Nun ja: für meinen Geschmack machte dieser Terminator-Film eindeutig zu viel Spaß, um wirklich in die Reihe zu passen. Wer damit leben kann, weniger von der Action als von den zahlreichen Anspielungen und Details sowie dem Humor unterhalten zu werden, wird positiv überrascht sein.
    IMG_0012
    26.07.2015
    21:19 Uhr
  • Bewertung

    durchwachsen! (spoiler!)

    ohne trailer, ohne erwartungen habe ich mir den film angesehen und bin einerseits ganz angetan von vielen guten szenen aber auch genervt von dem üblichen 0815 gemetztel bei dem es scheinbar nur noch darum geht, möglichst lange die spannungsbogen hochzuhalten, auch wenn das gemetztel keinen sinn mehr macht.
    aber gerade DAS war doch immer ein kern der beiden ersten teile - handlung und action! hier vermisse ich die handlung.

    interesannt fand ich den gedanken meher zeitlinien, den ansatz das wissen vom t800 anzuzapfen und dadurch selbst in die zukunft reisen zu können aber auch "the long way". ebenso gut und glaubwürdig gelöst ist das altern von schwarzenegger. schön, dass man sich hier der realität gestellt hat, anstatt sie verändern zu wollen. wirklich interessant war auch der moment aus dem ersten film. da ich mir keine trailer mehr ansehe, weil diese zu viel verraten, war ich umso positiver überascht als "schwarzenegger alt" als t800 aus dem ersten plötzlich das zeitliche segnet. die ganzen szenen waren wirklich schön und überzeugend gemacht!

    je mehr ich allerdings darüber nachdenke, desto ärgerlicher finde ich den "endkampf" mit dem flüssig t1000. dadurch verspielt man unmengen an möglichkeiten dem film eine solide story als fundament zu geben und dabei auch kernfragen zu beantworten. das hätte man beispielsweise auch in einem restaurant machen können in dem man fragen beantworte ob t800 für ihre "regeneration" eigentlich essen, also organisches material zuführen müssen, um weiterhin zu funktionieren. oder szenen wo man sieht wie die makel im gesicht des t800 über"malt" werden um in der öffentlichkeit nicht so sehr aufzufallen.

    gut gefiel mir das zerlegen der terminator durch säure, etwas das so bisher nicht vorkam. schwachsinnig hingegen fand ich, dass der t800 im stau steckenbleibt und das obwohl von 1984 bis 1997 doch einiges an zeit war festzustellen, dass es staus gibt und man am besten schon am vortag dort ist?

    wie wäre es eigentlich auch damit, dass man nicht immer in letzter sekunde in der zukunft/vergangenheit/vergangene zukunft landet sondern zb 2 wochen zuvor? oder 2 monate? oder 2 jahre?

    überhaupt wird es in der zweiten hälfte immer schwachsinniger und jede vernünftige "logik" wird action geopfert, interessante szenen werden vermieden oder angebrochene handlungsstränge (kyle + sarah gehen getrennte wege) werden nicht fortgesetzt.
    interessant hätte ich es etwa gefunden, wenn sarah durch kyle erschossen worden wäre und darauf hin der t800 alles gesprengt hätte...was wäre das für eine wendung gewesen, aber dann hätte man bei den beiden "fortsetzungen" noch mehr schwierigkeiten gehabt... na und?

    die besetzungen fand ich hingegen gelungen, auch wenn mir courtney nicht so gut gefällt, passt er dennoch gut ins bild. das wird aber doch sehr verwässert, sei es durch akteure wie den cop der den ersten angriff überlebt und dann mit einer schwachsinnigen pseudoschlüsselrolle kurz seinen moment hat, oder der cliffhanger am ende...alles ist durchwachsen, erscheint als geschäftemacherei und weniger als wirklich gelungene unterhaltung mit etwas tiefgang.
    defaultbild
    23.07.2015
    10:58 Uhr
  • Bewertung

    Solider \"dritter\" Teil

    Vor allem die erste halbe Stunde dieses Films ist großartig, und ich finde es wunderbar wie mit den ersten beiden Teilen gespielt wird (warte schon darauf, dass die ersten Szenen-Gegenüberstellungen in Youtube auftauchen werden).

    Danach bleibt das ganze unterhaltsam, aber wird doch eher Durchschnitts-Actionkost und kann leider nicht an die Glanzzeiten heranreichen. Wie Leander Caine bereits schrieb: was dem Film letztendlich fehlte war James Cameron. Man merkt, dass an dem Drehbuch nicht wirklich gefeilt wurde. Cameron erzählte einmal im MakingOf zu Teil 1, dass er Dialogszenen, die er brauchte, um Zusammenhänge zu erklären, so weit als möglich in dynamische Szenen – wie zum Beispiel eine Autoverfolgungsjagd – packte. In Genisys gibt es auch einige Dialogszenen, die diese Funktion erfüllen. Leider sind diese jedoch meist statisch, öfters zu lang und teilweise auch ein wenig pathetisch. Dadurch kommt der Film immer wieder ein wenig ins Stocken.

    Für einen Terminator-Film sind für meinen Geschmack auch die Humoreinlagen zu stark vorhanden. Dadurch wirkt er nicht wie aus einem Guss, und manchmal ein wenig wie aus anderen Filmen zusammengewürfelt.

    Geboten wird also ein solider, und großteils durchaus unterhaltsamer Action-Film, der gut an Teil 1 und 2 anschließt. Aber etwas unbefriedigend war es für mich doch, keinen "richtigen" "Terminator" zu sehen.
    defaultbild
    17.07.2015
    10:13 Uhr
  • Bewertung

    He is back

    Im Jahr der großen Revivals alter Filmfranchise, darf der Terminator natürlich nicht fehlen. Im Vergleich zu den anderen Filmen, schafft es Terminator Genisys nicht an seine alten Höhen heranzukommen.

    So wird das Thema rund um die Zeitreise und die möglichen Konsequenzen sehr pseudowissenschaftlich erklärt. Der leicht mystische Zauber geht daruc komplett verloren.
    Unterhaltsam hingegen sind jedoch die Nachgestellten Szenen aus dem ersten Terminator Film. Ich war mir selber kurzzeitig nicht mehr sicher, ob ich die Szenen aus dem Trailer oder aus dem ersten Teil kenne. Sehr schön umgesetzt. Eher unschön hingegen ist J.K. Simons Rolle, als Polizist, der 1984 einen Terminator gesehen hat, aber niemand wollte ihm glauben. Der gesamte Charakter ist eigentlich absolut entbehrlich und hat keinen tieferen Sinn.

    Die Action kann in diesem Fall natürlich auch nicht zu kurz kommen. So wird fest herum geschossen und gesprengt, wobei eigentlich allen bewusst sein sollte - zumindest nach dem ersten Schusswechsel -, dass normale Patronen einem Terminator nichts anhaben.

    Persönlich hat mich das Filmplakat und der Trailer sehr gestört, da man hier bereits John Conners "neues" Ich sehen kann. Hätte man dies nicht vorab verraten, wäre der Moment im Film sicher um einiges überraschender gewesen.

    Eingefleischte Terminator Fans könnten ein wenig enttäuscht werden, da der Film nicht an die alte Klasse herankommt. Für alle anderen ist es ein Actionfilm, der gut unterhält.
    emt_LOGO
    12.07.2015
    23:47 Uhr
  • Bewertung

    Back to the future

    Kyle Reese wird nach dem Sieg über die Maschinen in die Vergangenheit geschickt um diese Zukunft abzusichern, hat doch Skynet Vorkehrungen getroffen und einen Terminator durch die Zeit befördert um Sarah Connor zu töten. Die Vergangenheit, mit der er nach Erzählungen gerechnet hat, existiert jedoch nicht mehr. Sarah wurde schon in ihrer Kindheit mit Terminatoren konfrontiert und weiß was ihre Aufgabe und Bestimmung ist. Aber auch diese hat sich grundlegend verändert nachdem Reese im Jahre 1984 landet...

    Mehr Action, mehr Animationen, mehr Zeitreisen - damit wird man in Terminator: Genesys bereichert, im positivsten Sinne. Die Computergraphik ist soweit fortgeschritten, dass die Animationen fließend eingebaut werden. Hierbei findet man auch einige Szenen, die sehr bekannt wirken - wenn man das Original gesehen hat. Man trifft auch alte Bekannte, sowohl der T-800 als auch der T-1000 bekommen ihre gebührende Aufmerksamkeit. Arnold Schwarzenegger zelebriert seinen Auftritt, vor allem, da er in 3 verschiedenen Altersstufen auftreten darf. Sein Terminator ist die Gesellschaft von Menschen gewöhnt und er hat sich angepasst, er befindet sich fast schon an dem Punkt Gefühle zu entwickeln.

    Die Logik in der Story wirkt schlüssig und wird auch sehr plausibel dargestellt, bei näherer Betrachtung, die nicht zu empfehlen ist bei Zeitreisen, fällt auf wie fadenscheinig das Konstrukt ist. Einzige Erklärung: Wibbly Wobbly Timey Wimey!

    Mit Terminator Genesys erhält der Klassiker einen Reboot, der es in sich hat. Ausgewogene Spannung durch den gesamten Film, Humor, Action die nicht Überhand nimmt, charismatische Charaktäre und eine Geschichte mit einigen Plottwists - ein Film, den man sich gerne im Kino anschaut. Auch für Neueinsteiger in die Terminator-Welt ist er zu empfehlen!
    Einzig auf 3D kann man, wenn möglich verzichten. Ich hatte nicht das Gefühl, das man einen Mehrwert dadurch hat.
    image
    12.07.2015
    23:21 Uhr
  • Bewertung

    Zurück ins Jahr 1984

    Der Teil mit der Zeitreise ins Jahr 1984 ist wirklich gelungen - man spürt die Verneigung vor dem Original und den Respekt für T2. Obwohl Genesys das Beste der ersten 2 Teile übernimmt und das Ganze mit Humor garniert, fehlt dem Film etwas ganz Wesentliches: die visionären Ideen eines James Cameron!
    leander-caine
    04.07.2015
    09:19 Uhr