6 Einträge
18 Bewertungen
69.2% Bewertung
  • Bewertung

    Erwartungshaltung

    Große Erwartungen werden bitter enttäuscht. Ein weiterer Film, bei dem das Schauspieler Ensemble dem Film nicht aus der Patsche hilft.
    Nach den zahlreichen Oscar Nominierungen rechnet man mit einem Meisterwerk, auch die Publicity suggeriert Großes - was übrig bleibt ist ein guter, spannender Film, den man vergisst. Ein großes Katz und Maus Spiel, Intrigen und alles was übrig bleibt ist ein übergewichtiger Christian Bale.
    Wenn man den Film für sich betrachtet ist er keineswegs schlecht, nur in Anbetracht des überschwänglichen Lobes im Vorfeld wundert man sich, wer hier bewertet!
    Popcornkino, leider nicht mehr.
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    17.01.2015
    21:29 Uhr
  • American Hustle

    Das Staraufgebot im neuen Film des Kult-Regisseurs David O. Russell ist riesengroß. Christian Bale, Bradley Cooper, Amy Adams, Jennifer Lawrence und Jeremy Renner sind nur ein paar der bekannten Gesichter. Was also soll man von dem Film anderes erwarten als ein Meisterwerk? Die Ernüchterung kam postwendend, Für mich langweiligster und künstlich in die Länge gezogener film aller Zeiten, auch wir wollten (wie meine Nachbarin) aus dem Kino gehen. Verstehe überhaupt nicht wie man diesen Film so oscar-nominieren kann... Schade, hätte gerne positiv berichtet.
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    01.03.2014
    21:09 Uhr
  • Bewertung

    hab mir mehr erwartet

    Also entweder versteh ich den Film nicht ganz, oder er ist wirklich mehr als langweilig. Nach zirka 45 Minuten bin ich eingeschlafen, was sicher nicht nur an meinem langen Arbeitstag lag. Dass der Film fuer 10 oscars nominiert sein soll, kann ja wohl nur ein scherz sein. Die ganzen Rückblicke nehmen jegliche Spannung, sich selbst das ganze Konstrukt zusammen zu reimen. Wie gesagt, ich kann nur von den ersten 45 minuten sprechen, aber ich bin sehr enttäuscht und hab mir mehr erwartet.
    01.03.2014
    15:18 Uhr
  • Bewertung

    Eine typisch amerikanische Lösung

    Dass man die finanziellen Spielchen der Trickbetrüger nur schwerlich nachvollziehen kann, liegt in der Natur der Sache, denn sie finden ja im Prinzip virtuell in den Köpfen statt. Der aufgedunsene Christian Bale als Irving macht das auch ganz gut. Ebenso wie sein Kumpel Richie (Bradley Cooper). Von den beiden offenherzigen Mädels überzeugt anfangs nur Amy Adams als clevere Kreditbeschafferin ohne Kredite. Ihre Gegenspielerin im Bett und auf dem Parkett Jennifer Lawrence läuft erst am Ende in einer Szene zur Höchstform auf.
    Doch die ständig die Zielrichtung ändernde Handlungsweise der Akteure im Dialog, auf dem Küchentisch und auf dem Sofa verhindert eine Identifikation mit irgendeiner der Figuren. So bleibt das alles etwas distanziert. Man kann ihnen einfach nur schwerlich folgen. So springt da nichts über. Selbst wenn die Handlung eine Prügelei zulässt oder der eine gleich auf die Matratze will und sie erst später. Und als dann am Ende die Ganoven auch noch mit ihren kriminellen Aktionen korrupte Politiker überführen, und somit straffrei davonkommen, ist alles zu spät. Amerika ist wieder einmal gerettet und gesäubert. Damit das alles den Akzeptanzkanal besser hinunterrutscht, gibt es als Soundtrack Ohrwürmer vom Bekanntheitsgrad 100% von 100 und ein Cameo von Robert de Niro, der vergeblich versucht als Pate Angst und Schrecken zu verbreiten.
    Wie gesagt: die Darsteller sind nicht schlecht, der Plot teils unverständlich teils unglaubwürdig mit einem fragwürdigen Schluss. Nicht empfehlenswert, Nominierungen hin oder her, aber wenigstens nicht themaverfehlt.
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    27.02.2014
    10:20 Uhr
  • Bewertung

    Maskerade perfekt

    Wie kann es sein, dass ein einst so (unter-)durchschnittlicher Regisseur mittlerweile so coole Filme machte? "American Hustle" ist kultig in jeder Einstellung, stilsicher in der Auswahl der angespielten Musik und über die gesamte Spielfilmlänge voller Spielfreude und spritziger Dialoge. In einem (von Tarantino so geliebetem) "Trunk Shot" gibt es gar eine kleine Anspielung auf dessen "Pulp Fiction": nur dass anstelle von Tarantinos tödlichen Schusswaffen eine (nicht minder gefährliche) Mikrowelle ins Bild rückt. Jen Lawrence zerhackt Gemüse zu den Klängen von "Live and Let Die" und alle miteinander ziehen sich gegenseitig die Masken vom Gesicht, die ihnen bislang das soziale Leben ermöglicht haben. Viel cinephiler Spaß, viel Pulp Fiction, große (Tragi-)Komödie!
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    23.02.2014
    20:53 Uhr
  • Bewertung

    Beeindruckende Schauspieler in einem überraschend lahmen Film

    Exklusiv für Uncut von der Berlinale 2014
    Nach seinem großen Erfolg an der US- Kinokasse war der neueste Film von „Silver Linings Playbook“-Regisseur David O. Russel schnell der große Favorit für die Golden Globes und die Oscars geworden und bescherte den beiden Damen in der ersten Reihe völlig verdienterweise auch je einen „Golden Globe“. Als einer der wahrscheinlichen Preisträger geht er nun in das Rennen um die „Oscars“ und wurde daher auf der Berlinale als Special gezeigt.

    Regisseur David O. Russel versucht sich mit diesem Film im Genre der Kriminalkomödie und hat sich mit einem „Hustle“-Film auch gleich keinen einfachen Vertreter ausgesucht. Schließlich gibt es in dieser Nische der Trickbetrüger-Komödien bereits recht erfolgreiche und gelungene Vorbilder wie zum Beispiel Steven Soderberghs „Ocean’s Eleven“. Der Spaß an solchen Filmen entsteht durch die bewusste Vortäuschung eines bis ins kleinste Detail geplanten Überfalls oder Ähnlichem, der dann in Wahrheit ganz anders verläuft und umso dreister zu Gunsten der Sympathieträger des Filmes ausgeht. Hustle-Filme brauchen also ein sehr ausgeklügeltes Drehbuch mit viel Witz und Sinn für kleine Anspielungen, gut dosiertes Tempo bei Dramaturgie und Schnitt sowie einen wirklich tollen „Aha!“-Effekt am Schluss. Dieser Film bleibt seinem Publikum jedoch zwei wesentliche Elemente schuldig: die eindeutigen Sympathieträger und das wirklich tolle „Aha!“ am Schluss. Immer wieder über die Dauer seiner (gefühlten) 3 Stunden verschiebt die Handlung die Sympathien zwischen den einzelnen Figuren hin und her, sodass sich die Zuseher schwer tun, sich für eine Figur zu entscheiden und mit ihr mitzufiebern oder gegen eine bestimmte Figur zu solidarisieren. Der Film wirkt daher so, als würde man beim „Black Jack“ mitten im Spiel alle Karten einsammeln und neu mischen, ohne die Partie zu beenden. Das hat in diesem Fall zur Folge, dass sich statt eines absehbar aufbauenden Höhepunktes mehr und mehr Wendepunkte auftun und man spätestens ab der Hälfte, bei der die Handlung aus der Rückblende wieder an jenem Punkt angekommen ist, von dem sie aufgebrochen war, das echte Interesse am eigentlichen Ausgang der Geschichte und ein Stück weit auch den Überblick verliert. Gebannt und beeindruckt schaut man zwar den SchauspielerInnen bei ihrer Arbeit zu und spürt förmlich, wie großartig sie ihre Rollen verkörpern, allen voran Amy Adams und Jennifer Lawrence, die mit verbissener Leidenschaft ihr Bestes geben, die Auflösung am Ende (so originell ist eigentlich ist), konnte mich so aber nicht mehr vom Hocker reißen und verpuffte. Das Gleiche gilt für mich für „American Hustle“: ein rundherum tolles Ensemble in einem überraschend lahmen Film.
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    07.02.2014
    08:27 Uhr