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5 Einträge
7 Bewertungen
78.6% Bewertung
  • Bewertung

    Der kranke Cop

    James McAvoy überragt in der Rolle des Bruce alle anderen Akteure bei weitem. Er ist nicht nur die ‘Drecksau‘, die der deutsche Titel verspricht. Er ist auch nicht nur der ‘Bad Cop‘, wie ihn Hollywood sieht. Zu 90 % ist es eine Drecksau, aber zu 10% ein armes Würstchen.
    Von seiner eigenen Gier nach Macht angetrieben wird er letztendlich ein Opfer seines Ehrgeizes. Vor allem will er in seiner Sexsucht Macht über Frauen. Da kennt er keine Verwandten. Auch die Frau seines Freundes Clifford (Eddie Marsan), der in seiner tumben Einfalt überzeugt, wird wie dessen Frau Bunty (Shirley Henderson) ein Opfer der teuflischen Aktivitäten des krankhaft maßlosen Bruce. Bei aller Eloquenz ist er kriminell, versaut und brutal in jeder Hinsicht.
    Und plötzlich zeigt er auch seine weiche Flanke: er kann herzhaft weinen. Mary (Joanne-DowntonAbbey-Froggatt) die Mutter eines kleinen Sohnes bedankt sich bei ihm für seine Hilfe. Sie wird für einen undeutlichen aber höchst dramatischen Schluss sorgen, wenn ihr Schatten und der ihres Sohnes durch die verzierte Glastür der Wohnung von Bruce fallen, als dieser sich einen Strick um den Hals gelegt hat…
    Der größte Teil des Films ist eine Ansammlung von fäkalischen Verbalinjurien und sexuellen Ausschweifungen. Das Drehbuch strotzt nur so davon. Der Antiheld Bruce malträtiert die Frauen auf das Übelste. Er benimmt sich daneben wann immer es nur geht. Und dann diese Wandlung…
    Das wird nur glaubhaft durch die Nebenhandlungen: Ray (Jamie-Iwilldance-Bell) ist der gradlinig aufrechte Arbeitskollege oder der nette Alte Gary Lewis. Nicht zu vergessen Freundin Amanda (Imogen Poots), die ihm schon mal die Leviten liest.
    All das zusammen ergibt einen sexuell freizügigen Film, der durch sein sich abzeichnendes Ende echte Qualität erlangt. Bruce wird das Opfer seiner Krankheit.
    8martin
    16.10.2017
    19:13 Uhr
  • Bewertung

    Filth

    Filth in Worte zu fassen ist gar nicht so einfach. In einem Wort wäre dies wohl "großartig", bei einer längeren Erklärung, wird es schon etwas schwieriger, da der Film so vielschichtig ist. Es dreht sich zwar im Grund alles nur um eine Person, man lernt jedoch jede Minute einen neuen Aspekt von ihr kennen. Zu Beginn tritt Bruce Robertson noch als selbstverliebter Polizist auf, der im bereit plant wie er eine Beförderung bekommt und seine Widersacher eliminieren kann. Je weiter der Film läuft, desto mehr merkt man, wie selbstzerstörend Robertson lebt. Von Alkohol und Drogen Eskapaden über Gewaltexzesse ist nahezu alles dabei. Selbst Halluzinationen quälen ihn. Woraus diese resultieren, wird aber erst sehr spät geklärt. Mit jeder Minute, die der Film dauert, sieht man wie Roberts immer tiefer in einen Strudel der Selbstzerstörung gezogen wird. Aus dem es scheinbar kein entkommen gibt.

    Bei Filth passt so ziemlich alles. Neben der guten Story und der brillanten Leistung von James McAvoy, besticht der Film besonders durch seinen tollen Schnitt und einer perfekt abgestimmten Musik. Man sollte sich nur nicht zu sehr vom Trailer beirren lassen. Filth hat nur wenige lustige Momente, und selbst diese sind meist eher Schadenfreude als wirklicher Spaß. Filth ist ein Drama von der ersten Sekunde an, dass vor allem gegen Ende hin atemberaubend spannend wird.
    emt_LOGO
    18.11.2015
    23:04 Uhr
  • Bewertung

    Promotion

    Bruce Robertson ist Detective in Glasgow und ein Arschloch. Er manipuliert seine Kollegen und Freunde und seit eine Beförderung im Raum steht geht er mit allem noch einen Schritt weiter. Eigentlich ist er verheiratet, hat eine bezaubernde Frau und eine kleine Tochter, er nutzt jedoch jede Gelegenheit um mit anderen ins Bett zu steigen. Kurz gesagt: Bruce Robertson ist eine Drecksau. Aber wie vieles im Leben hat alles eine andere Seite...

    James McAvoy dominiert den Film, er gibt brilliant den abgewrakten Alkohol- und Drogensüchtigen, der offensichtlich halluziniert.
    "Filth" ist depressiv, düster und verstörend aber die Geschichte fesselt so sehr, dass man wissen will, was mit Bruce passiert ist und passieren wird.
    Der perfekt abgestimmte Soundtrack untermalt die Handlung noch mehr und je weiter die Geschichte fortschreitet, desto verwirrender wird der Plot. Nicht nur Bruce weiß nicht wie es ihm geschieht.

    Der Trailer lässt eine amüsante, wenn auch derbe Komödie erwarten, aber "Filth" ist eher als Drama einzuordnen, der Humor bleibt auf der Strecke.
    Der Originalton ist nur zu empfehlen, wenn man mit schottischem Englisch vertraut ist, hin und wieder dominiert der Slang und das Englisch wird unverständlich.

    Ein großartiger Film, der bleibenden Eindruck hinterlässt!
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    18.11.2015
    22:36 Uhr
  • Bewertung

    Keine Komödie, prepare for filth!

    James McAvoy kommt in der ganzen Geschichte so glaubhaft rüber, dass man sein Freund, sein Tröster, sein Saufkumpane und sein Wake-Up-Call sein will.

    Super Kameraspiel, gut durchdachte Fantasiesequenzen und auch die Schockmomente (ja, es gibt sie, und nein, es ist nicht wirklich eine Komödie) sind gut platziert, und wohldosiert.

    "Nur" 80% gibts, weil die anderen Charaktere in der Story etwas untergehen, denn was den nachhaltigen Eindruck der Story prägt, ist definitiv McAvoys ausgezeichnetes Schauspiel.

    Sehenswert! Und man sollte sich die O-Ton Fassung keinesfalls entgehen lassen.
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    14.12.2013
    19:17 Uhr
  • Bewertung

    Saugut!

    also wenn james mcavoy keinen oscar bekommt, bastel ich ihm selbst einen.
    herzchen
    11.12.2013
    22:17 Uhr