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46.3% Bewertung
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    Gefühlte 5 Jahre...

    Jason Segel ist für mich vergeben - und zwar an seine Lilly aus "How I Met Your Mother". Trotz seines großartigen Serienerfolgs versuchte er sich mit "Fast verheiratet" wieder einmal auf der großen Leinwand. Die Chemie mit Emily Blunt ist nicht schlecht, entfaltet sich für mich persönlich aber nie zur einzig großen und wahren Liebe. Der Film und die Charaktere wirken für mich sehr real und authentisch. Die Geschichte könnte wirklich so passieren. Man ist am Beginn des Films gespannt und fragt sich, wie es weiter geht. Der Film plätschert jedoch vor sich hin, genauso wie oft auch im Leben die Zeit vergeht und plötzlich 5 Jahre vergangen sind. Ein bisschen so fühlt man sich auch während bzw. nach dem Film: Es kommt einem alles schleichend langsam vor und ein Gefühl von Langeweile macht sich breit. Da möchte man am liebsten Emily Blunt den Verlobungsring vom Finger reißen und mit ihr schleunigst das Weite suchen. Eine "romantische Komödie" ist der Film für mich nur bedingt, denn er ist keine Komödie, die einen immer wieder zum Lachen bringt. Dahingegen schmunzelt man eher bedächtig und wünscht sich, vielleicht doch einen Hauch mehr Niveau, dass würde den Film um einige Stufen nach oben heben. Bei der Erwartung einer permament lustigen Hollywood Komödie wird man leider sehr enttäuscht. Was man hier erhält ist eher die aufgewärmte Pizza von vor 2 Tagen.
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    24.03.2016
    11:31 Uhr
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    Zu viel auf einmal, aber viele originelle Ideen

    Insgesamt bietet das von Jason Segel mitverfasste Drehbuch sehr viele (teilweise) auch originelle Ideen, der ganze Film (den er ebenfalls auch produziert hat) wirkt jedoch ein wenig überfrachtet. Zu viele Elemente wollte er unterbringen, zu viele Aspekte der Achterbahn der Beziehungsgeschichte von Violet und Tom wollt er offenbar unterbringen. Im sichtbaren Bemühen, es sich mit der Geschichte nicht zu leicht zu machen und in der prinzipiell sehr schnell erzählten Handlung mehrere Wendepunkte und auch Tiefgang unterzubringen, hat er den Film eher vollgestopft und in die Länge gezogen als erzählerisch konturiert. Schauspielerisch gibt es nichts auszusetzen - die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern (m/w) stimmt hervorragend und besonders gegen Ende hin gibt es ein paar wirklich tolle Szenen, die Spaß machen und zu Herz gehen.Um es mit der Sprache der Gastronomie auszudrücken, die im Film eine wichtige Rolle spielt: ich hatte eine sehr leichte und ein wenig tölpelhafte Komödie "bestellt" und bekam einen Drama-Komödien-Double-Cheeseburger mit Pommes und Coleslaw serviert. Der liegt mir jetzt hinterher ein wenig im Magen, aber geschmeckt hat er eigentlich schon.
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    28.09.2012
    09:17 Uhr