Forum zu Hugo Cabret

8 Einträge
11 Bewertungen
72.7% Bewertung
  • Bewertung

    Die Geschichte ist sehr schön, jedoch historisch einfach nicht korrekt dargestellt. Es wird dargestellt, als ob Georges Méliès Filme/Karriere an einem Mangel an Fantasie in der Welt nach dem ersten Weltkrieg scheiterten. Es scheiterte aber wohl an hohen Produktionskosten und dem damals neuen Verleihsystem von Filmen.
    Ein schöner Film zum Träumen, aber leider eher ein Traum als die Wirklichkeit.
    26.07.2022
    10:46 Uhr
  • Bewertung

    gute Effekte - fehlende Story

    "Hugo Cabret" ist wirklich traumhaft gestaltet und visuell einfach der Hammer - vom Anfang bis zum Ende. Die Aufnahmen waren spitze und die Sets und Kostüme sehr passend. Wenn man sich die Filmbeschreibung durchliest oder sich den Trailer ansieht, erwartet man sich bei "Hugo Cabret" ein großes Abenteuer, dass einen so richtig mit reißt. Geheimnisse, die entdeckt werden wollen. Eine Geschichte die erzählt werden muss... und auch der erste Eindruck ist wirklich gut. Man wartet, bis wirklich etwas bahnbrechendes passiert und die Geschichte so richtig los geht... doch wenn man nach den 2 Stunden hinter die Fassade des Films blickt, fragt man sich, ob man sich umsonst angeschnallt hat... denn so wirklich viel passiert nicht. Die Handlung plätschert vor sich hin, ist teilweise verwirrend und die Dialoge könnten tatsächlich besser sein. Asa Butterfield hat sich recht gut geschlagen. Auch die anderen Darsteller Chloë Grace Moretz, Sacha Baron Cohen und Ben Kingsley machen ihren Job nicht schlecht, aber leider nicht außergewöhnlich. Das gewisse Etwas fehlt einfach, dass einen mitfiebern lässt. Selbst gute Schauspieler können mit einem unausgereiften und inhaltsleerem Plot nicht viel anfangen. Leider können auch gute Effekte keinen Film retten. Schlussendlich sitzt man nach den ungefähr 2 Stunden da, und fragt sich, warum man nicht einfach mehr "Magie" hinein in den Film gepackt hat. Denn "Hugo Cabret" hätte etwas ganz Großes werden können.
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    16.05.2016
    12:52 Uhr
  • Bewertung

    die erfindung der träume

    "...lust auf ein abenteuer?"
    für scorsese kann "abenteuer" nur eins bedeuten: das eintauchen in die magische welt des films – eine weiße leinwand, eine rakete fliegt mitten ins auge des mondes; ein zug der in den bahnhof einfährt, mitten in die zuschauermenge hineinzurasen scheint; zauberwesen im übergroßen aquarium, in bunten farben auf die leinwand geworfen – natürlich, auch damals schon, aber jeder kader in mühevollster, liebevollster handarbeit eingefärbt.

    brian selznicks roman "die entdeckung des hugo cabret", der seinerseits durch ganze bildserien und typisch filmische stilmittel geradezu als "stummfilm aus papier" angesehen wird, gerät bei meister scorsese zu einer liebeserklärung an den film: "wenn du dich gefragt hast, woher die träume kommen – hier werden sie gemacht..." alte filmschnipsel werden eingestreut, sorgfältig restauriert und bar jeder patina, sorgsam aufgehübscht und modernen sehgewohnheiten angepasst, "die ankunft des zuges" wird für eine traumsequenz nachgedreht. allerdings rast der zug wirklich weiter, verlässt die gleise, rast durch die bahnhofshalle, passanten stieben zur seite, der zug durchbricht die mauern des geländes, bleibt zur hälfte in der luft hängen – denn das muss sein heutzutag: tolle effekte in 3D, die avatar alt aussehen lassen, gimmicks, gadgets, die spektakuläre bahnhofsarchitektur und ameisenkleine menschenmassen aus der vogelperspektive machen den film zu einem auf hochglanz polierten visuellen "ereignis", dem die technischen und inszenatorischen meisterleistungen anzusehen sind.

    und wie passend – die einzige figur mit charme ist bei so viel investition in technische spielereien der mechanische mensch mit dem traurigen gesicht: ein metallenes konstrukt aus zahrädern und uhrwerken, das nur durch den richtigen schlüssel – ein herz! – zu rattern, ticken, schlagen beginnt, und nur so sein kreatives geheimnis preis gibt. scorsese scheint die metapher nicht verstanden zu haben.

    fazit: leblose, hölzerne charaktere, eine omnipräsente, aber belanglose hintergrundmusik und ein bedeutungsloser plot ohne jeden charme und humor degradieren scorseses herzensprojekt zu einem mittelmäßigen, wenn auch technisch brillanten film.
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    24.02.2015
    21:06 Uhr
  • Bewertung

    Unbedingt in der Originalfassung anschauen!

    Selten hat mich ein Film so beeindruckt wie dieser. Es passt einfach alles: die Kamera, der Schnitt, die Ausstattung, die Schauspieler und der kleine Gastauftritt von Regisseur Martin Scorsese. Wer das Glück hat, den Film in der Originalfassung zu sehen, bemerkt die großartigen Leistungen der beiden Kinder (und auch des übrigen Ensembles) sofort. Ein großartiger Film, eine berührende und magische Geschichte. Einfach toll!
    25.03.2012
    22:34 Uhr
  • Bewertung

    Eine Verneigung des Meisters vor den Träumen seiner Kindheit

    So viele Male war Martin Scorsese von der Filmakademie für den Oscar nominiert worden und so viele, viele Jahre dauerte es, bis er für "The Departed" endlich den Regie-Oscar bekam. Eine große, sehr späte Genugtuung und Freude für einen der größten - wenn nicht den größten amerikanischen Filmregisseur des 20. Jahrhunderts. Mit "Hugo Cabaret" ist es nun am ihm, sich beim Publikum und er Akademie zu bedanken und er tut es ausgiebig, voller Magie und Zauber, mit einem Kinderfilm, der nur auf den ersten Blick einer ist. Viel mehr als mit der Geschichte im Vordergrund hat er mich mit den liebevoll eingesetzten Anspielungen auf seine eigene Lebensgeschichte im Hintergrund berührt, mit denen der Film randvoll gefüllt ist. Eine Liebeserklärung und gleichzeitig in aller Brillanz bescheidene, aber professionelle Verneigung eines großen Meisters vor den Träumen seiner Kindheit, die alle, für die das Kino mehr bedeutet als ein dunkler Raum, in dem ein Film gezeigt wird, genauso zu Tränen rührt und ihre Herzen höher schlagen lässt.
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    25.03.2012
    22:30 Uhr
  • Bewertung

    Hugo Oscar Cabret

    Ort der Handlung ist größtenteils ein Pariser Bahnhof - ein kleines Universum - in dem der 12 Jährige Hugo (Asa Butterfield) lebt und die Uhren stellt. Bei seinen Entdeckungen nimmt er uns aufgrund der Hinterlassenschaft seines Vaters (Jude Law) auf eine abenteuerliche Reise mit. Es gibt schwindelerregende Kamerafahrten durch das Innere von Uhren sowie Ausblicke auf das nächtliche Paris, packende Traumsequenzen, bei denen dem Zuschauer der Atem stockt und bei Einstellungen mit deutlich abgehobenem Vordergrund gegenüber einer weiten Kulisse wirkt der 3D-Effekt besonders intensiv. Das beweist zunächst aber nur, dass Martin Scorsese technisch ein großer Könner ist.
    Doch er kann mehr. Es ist ein bildgewaltiges Märchen auf dokumentarischer Basis über die Anfänge des Films, eine Hommage and die Lumières und Georges Méliès, die Pioniere des Films, mit echten historischen Aufnahmen (Mondlandung, Lokomotivenfahrt) und Leinwandgrößen der Stummfilmzeit.
    Und das toppt er dann noch durch ein großartiges Ensemble mit namhaften Darstellern wie Ben Kingsley, Emily Mortimer, Christopher Lee und ganz ungewöhnlich Sacha Baron Cohen. Alle wirken zusammen daran mit, dass ein warmherziges, bewegendes und optisch eindrucksvolles Filmerlebnis entstehen kann. Ich würde dem Film mehrere Oscars verleihen s.o.
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    25.02.2012
    16:19 Uhr
  • Bewertung

    Magische Filmgeschichte

    Der Film braucht überraschend lang, um sein Tempo und sein Thema zu finden. Sobald aber Scorsese zu seinen geliebten Themen Filmgeschichte und Filmrestauration kommt, verwandelt er die Leinwand in einen Ort purer Magie. (Unbedingt 3-D-tauglich.)
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    21.02.2012
    21:22 Uhr
  • Bewertung

    Ausflug in die Pionierzeit des Filmes...

    Tolle Aufnahmen und die Tatsache, dass hier der große, vielfach vergessene Filmpionier Georges Melies recht authentisch ins Licht gerückt wird, trösten darüber hinweg, dass die Geschichte um die Hauptfigur Hugo Cabret doch recht dünn geraten ist.
    Allemal sehenswert.
    11.02.2012
    21:40 Uhr