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71.6% Bewertung
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    Der Collins Clan

    Eine prominent besetzte Horror Comedy aus der Abteilung Vampire, Hexen und Zauberer. Aber nichts zum Gruseln sondern zum Schmunzeln. Hier sind die Vertreter der Gattungen keinesfalls böse, sondern fügen sich nur gegenseitig Unheil zu. Da sie aber unsterblich sind, werden sie nur arg gerupft, verbeult und anderweitig malträtiert. Trotz Rahmenhandlung, in der die Vorgeschichte der Familie Collins angedeutet wird, ist bei dem ganzen Klamauk kein echter Progress festzustellen. Da funkt und blitzt es, Menschen und Gegenstände fliegen durch die Luft, es gibt Kotzströme oder man reißt sich bei lebendigem Leib das pochende Herz aus der Brust. Erheiternd und lustig bis zum Wegschmeißen! Vielleicht ein Schmankerl für Grufties.
    Im Mittelpunkt steht Barnabas (Johnny Depp) als Obervampir. Er bekämpft abwechselnd die Mutter des Clans Elizabeth (Michelle Pfeiffer), die Hexe Angelique (Eva Green) oder die Psychiaterin Dr. Hoffmann (Helena Bonham Carter). Dabei kämpft er gegen einen Fluch an, der auf den Collins lastet. Seine wahre Liebe Josette (Bella Heathcote) stürzt sich von der Klippe und Barnabas gleich hinterher. Wiegesagt er ist unsterblich und sie geistert seither durch das schlossartige Anwesen der Familie. Ein echter Handlungsfaden ist kaum erkennbar, dafür rasen die Figuren in einem atemberaubenden Eiltempo durchs Bild. Die pyromanschen Effekte und das bunte Chaostreiben der Zombies sind wichtiger als eine plausible Handlung. Das ist ja auch nicht Sinn und Zweck des Films. Tim Burton, der alte Märchenerzähler kann hier voll und ganz die ‘Sau rauslassen‘ oder besser gesagt, den Mops fliegen lassen. Carolyn (Chloe Moretz) ist ein aufmüpfiger kleiner Werwolf.
    Das ist sinnfreie Unterhaltung zum Downchillen und abschalten, Zeit das Gehirn aufs Regal zu legen. Dann wundert man sich über gar nichts mehr. Auch nicht über den Titel, diese Tautologie. So geht Entertainment wohl heute?! Ich würde meinen ‘ Sleepy Hollow‘!
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    17.12.2017
    19:19 Uhr
  • Bewertung

    Großartig!

    Der Film ist so wie man sich einen Tim Burton Film vorstellt. Man wird definitiv nicht enttäuscht.

    Auch wieder eine perfekte Rolle für Johnny Depp! Auch Eva Green begeistert in dem Film!
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    18.09.2017
    13:25 Uhr
  • Bewertung

    Collins Family

    Johnny Depp in seiner Paraderolle als schräger, liebenswürdiger Freak.

    Das Collins Anwesen wurde vor Jahrhunderten erbaut, nach dem Tod seiner Eltern lebt Barnabas Collins alleine dort, bis er sich in die bezaubernde Josette verliebt. Vor Eifersucht zerfressen schickt das Hausmädchen/Hexe Angelique sie in den Tod und verwandelt Barnabas in einen Vampir, welcher dann von den Dorfbewohnern "lebendig" begraben wird.
    Er schlummert unter der Erde bis in den 1970ern Bauarbeiter seinen Sarg freilegen und er wieder in den Kreis seiner Familie zurückkehren kann und ihnen aus der Parsche helfen kann. Aber Angelique ist nicht begeistert über seine Rückkehr...

    Grellbunt und düster, zwei Adjektive die mit dem Namen Tim Burton einhergehen. Depp und Bonham Carter sind die nächste Assoziation die einem in den Sinn kommt und wie der Zufall so will wird dies alles in Dark Shadows vereint.
    Auch der weitere Cast kann sich sehen lassen und so ist auch schon eine gute Basis gelegt: Michelle Pfeiffer als resolute Nachkommin von Barnabas, Jonny Lee Miller als deren Bruder, Chloe Grace Moretz als pubertierende Tochter und Eva Green als Angelique begeistern.

    Leider kann ich die Serie nicht mit dem Film vergleichen, da ich sie nicht gesehen habe aber der Film an sich ist sehr gut gelungen.
    Leider wird nicht das volle Potential der Geschichte ausgeschöpft, er unterhält, begeistert aber nicht.
    Klassischer Burton - sehenswert - aber nicht das Beste, was er zu bieten hat.
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    06.03.2015
    16:20 Uhr
  • Bewertung

    Bunter Burton

    Erneut schlägt das Trio Infernale Burton/Depp/Bonham Carter mit einem schaurig schönen Film zu. Dieses Mal verschlägt es die drei in die 70er Jahre.
    Barnabas Collins ist im gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein angesehener reicher junge Mann, der in die hübsche Josette liebt. Angelique ist ebenfalls in Barnabas verliebt, jedoch erwidert dieser die Gefühle nicht. worauf sie Barnabas Familie verflucht, verwandelt ihn in einen Vampir und grabt ihn lebendig ein. Knapp 200 Jahre später wird sein Sarg durch Zufall entdeckt und er wird wieder befreit. Barnabas einziges Ziel ist nun sein Familienimperium wieder aufzubauen und Rache an Angelique. Sein größtes Problem ist jedoch, dass er sich zuerst an die Welt im Jahre 1972 zurechtfinden muss.
    Johnny Depp spielt wieder einmal perfekt seine Lebensrolle. Der gutmütige Außenseiter, der versucht sich zu integrieren, daran aber meist Slapstick artig scheitert.
    Dark Shadows basiert auf einer TV-Serie aus den 70ern, erinnert aber manchmal mehr an die Adams Family. Im Vergleich zu Sleepy Hollow ist der Film nicht so düster und besticht eher durch den Stil der 70er, hier vor allem die Musik, ein wenig Erotik sowie Slapstick.
    Burtons Handschrift lässt sich den ganzen Film über nicht leugnen. Sei es bei der Farbwahl der einzelnen Szenen oder bei der leichten Düsterheit.
    Das Ende ist actionreich, auch wenn der Charakter der Tochter zuerst ein wenig zu unscheinbar war, macht aber Spaß.
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    05.03.2015
    09:26 Uhr
  • Bewertung

    Johnny Depp Show

    Tim Burton und Johnny Depp haben ja schon manche Filme miteinander gedreht. Und alle sind irgendwie einzigartig. So auch dieser. Mir hat er abschnittsweise recht gut gefallen, doch er hat mich nicht so fasziniert, wie z.B. Sleepy Hollow damals. Vielleicht muss ich den Film nur noch einmal sehen, damit er auch für mich funktioniert - alle Zutaten für einen tollen Film sind ja vorhanden.
    schifferl_8ecab76654.jpg
    05.01.2015
    10:27 Uhr
  • Bewertung

    Schräg und einmalig

    Mit diesen beiden Eigenschaften lassen sich wohl alle Filme von Tim Burton beschreiben und in nahezu allen spielt auch Johnny Depp die Hauptrolle. Es sieht ganz so aus, als wäre das kreative Potential der beiden nahezu unerschöpflich. Und auch wenn man glaubt, schon alle Vampirfilme gesehen zu haben, die es gibt, wird man auch hier nicht enttäuscht. Die bizarre Verschmelzung von Vokabular und Stil des 18. Jahrhunderts mit der Musik und den Frisuren der 1970er Jahre ist absolut abgefahren. Die Konzentration auf einzelne Slapstikelemente zu Lasten einer durchgehend konzipierten Handlung empfand ich insgesamt unbefriedigend - im Fernsehen passt so ein Konzept besser hin, wo die Episoden 45 Minuten dauern, im Kino erwartet man sich doch ein wenig mehr. Somit ist der neueste Burton/Depp-Film sicher keine Enttäuschung, aber auch nicht der bester seiner Art.
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    23.11.2012
    17:07 Uhr
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    Depp der Vampir

    Exklusiv für Uncut
    Die gemeinsamen Filme von Tim Burton und Johnny Depp zeichnen sich immer wieder ebenso durch Märchenhaftigkeit, wie durch den Entwurf einer schrillen Gegengesellschaft aus, in deren Mittelpunkt eine skurrile Figur steht. Dabei geht der Trend der Filme aber immer mehr in Richtung pures Unterhaltungskino. Auch in ihrem neuesten Film setzen sich Stil und Trend fort. Kurz zur Handlung: Johnny Depp wurde im 18. Jahrhundert von einer eifersüchtigen Hexe in einen Vampir verwandelt und zwei Jahrhunderte lang in einem Sarg eingesperrt. Durch Zufall wird er befreit und landet mitten in den bunten 70ern, wo auch die sagenumwobene Spezies der Hippies noch ihr Unwesen treibt.

    Was aufgrund dieser Ausgangslage folgt ist nicht schwer zu erraten: Situationskomik vom feinsten, da Depp alias Vampir Barnabas Collins von einer absurd-komischen Situation in die nächste stolpert. Es kommt zu einem Konflikt der Epochen und zu einem Konflikt der Lebenswelten. Wer ist verrückter als der andere? Der Vampir, die Hippies, die Adeligen, die biederen Bürger, oder Alice Cooper? Die Spielfiguren in diesem Kulturenkonflikt sind stark stereotypisiert und oft als Witzfiguren in Szene gesetzt. Kein Klischee wird ausgelassen und kein Witz scheint dabei zu einfach oder zu billig zu sein. Johnny Depp tritt dabei als seelenlose Hülle auf, die von einem kulturellen Missverständnis in das nächste stolpert - erwartungsgemäß ist „Dark Shadows“ wieder einmal ein Film, der exakt auf den Schauspieler zugeschnitten ist. Interessant ist dabei jedoch, wie Depp seine Rolle interpretiert. Denn während Vampire seit Bram Stoker unweigerlich mit purer Sexualität assoziiert werden, mimt Depp einen blassen Untoten, der seine Lust überlebt zu haben scheint. Somit brechen er und Burton - ob absichtlich oder nicht sei dahingestellt - mit einer uralten Tradition. Denn auch wenn die Handlung des Films mitteilt, dass Barnabas sexuell aktiv ist, kauft man Depp das nicht ab. Diese Ambivalenz zwischen Innen und Außen macht ihn zur tragischen Figur des Films. Vielleicht wollte Burton hier aber auch eine radikale Antwort auf den gefühls- und triebbetonten Twilight-Vampirhype geben. In Dark Shadows steht im Gegensatz dazu die teils episodisch anmutende Gaglastigkeit im Vordergrund, was teilweise wohl nicht ganz zufällig wie eine Seifenoper anmutet.

    Immerhin basiert der Film auf der gleichnamigen US-amerikanischen „Gothic Soap Opera” Dark Shadows, die zwischen 1966 und 1971 ausgestrahlt wurde. Burton und seinem Drehbuchautor gelang es dabei einen auf einzelnen Gags aufbauenden Fernsehstil zu adaptieren - jedoch zu Lasten der Story. Auch wenn es eine durchgehende Handlung gibt, ist diese nur mäßig befriedigend. Das Ziel ist nicht Spannungsaufbau oder künstlerische Verwirklichung, sondern das ständige Erreichen einer neuen Stufe auf der Absurditätsleiter. Die Unterhaltung des Kinopublikums steht dabei im Vordergrund. Nicht zuletzt aufgrund des von Danny Elfman kuratierten Best-Of 60s-70s Soundtrack und der begnadeten Optik, fällt dies aber nicht allzu stark ins Gewicht. Der dabei verwendete visuelle Stil stellt einen interessanten Mix aus Düsterem und grellen Farben dar. Oder in anderen Worten: es sieht aus, als wie wenn der Hutmacher Sleepy Hollow besuchen würde.

    Dark Shadows ist eine verrückte Seifenoper zwischen Realität und Fantasiewelt. Ein Film mit viel Wortwitz, Slapstick und Situationskomik, dem noch dazu ein toller Look verpasst wurde. Im Mittelpunkt steht dabei - wie bereits bei Alice - der Mainstream-Unterhaltungswert, was einige Burton-Fans enttäuschen könnte. Johnny Depp hat als Vampir wieder einmal Narrenfreiheit und der ganze Film wurde um ihn herum aufgebaut. Auch wenn das in „Dark Shadows“ noch funktioniert, darf man trotzdem gespannt sein, wie lange es noch dauern wird, bis es langweilig wird einer Depp-One-Man-Show beim blödeln zuzusehen.
    patzwey_83fc2ada0d.jpg
    08.05.2012
    16:10 Uhr