2 Einträge
4 Bewertungen
72.5% Bewertung
  • Bewertung

    Home Run

    Die amerikanischen Hauptsportarten Football und Baseball bieten anscheinend einen nahezu unerschöpflichen Vorrat an Geschichten, die sich gut für eine Kinoauswertung aufbereiten lassen. In regelmäßigen Abständen bekommen wir doch recht sehenswerte Filme rund um diese Sportarten präsentiert. Viele sind zwar reine Fiktion, besitzen aber immer einen hohen Unterhaltungswert (z.B. „Die Indianer von Cleveland“ oder Adam Sandlers Remake von „Die Kampfmaschine“ als „Spiel ohne Regeln“). Ob den genannten Filmen nicht vielleicht doch auch ein paar wahre Begebenheiten zugrunde liegen, kann ich jetzt nicht sagen. Bei anderen Filmen sind die historischen Geschehnisse ziemlich klar angegeben – beispielsweise bekommt man im Abspann zu „Spiel auf Bewährung“ den im Film von Dwayne Johnson dargestellten Sean Porter in Archivaufnahmen zu sehen. Hier bei „Moneyball“ wird dem Zuseher am Ende der weitere Verlauf der Geschichte mittels Texttafeln vermittelt.

    Mir gefallen solche Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Meist sind das dann ja Geschichten, in denen jemand versucht, seine Ideen gegen die Meinung der Mehrheit durchzusetzen. Hier ist es Brad Pitt, der als Manager eines unterfinanzierten Baseball-Teams versucht, mit unkonventionellen Methoden den Wettbewerbsnachteil auszugleichen. Baseball gehört sicher nicht zu den Sportarten, mit denen ich mich mehr beschäftige – eigentlich komme ich mit diesem Sport nur durch Kinofilme in Berührung, doch für diesen Film ist die Sportart eigentlich nebensächlich. Es geht um die Vorgänge im Hintergrund, die man normalerweise nicht zu Gesicht bekommt. Und diese werden hier richtig gut vermittelt. Jonah Hill, normalerweise in guten bis mittelmäßigen Komödien zu sehen, spielt hier einen jungen Yale-Absolventen, der aus Spiel(er)statistiken mehr herauslesen kann als andere. Seine Analysen und Schlussfolgerungen und die darauffolgenden Entscheidungen des Managers ergeben (für mich) einen sehr interessanten Film. Durch die vorwiegend gezeigte Manager-Tätigkeiten ist „Moneyball“ kein Sportfilm im klassischen Sinn, sondern eher ein Wirtschaftsdrama.

    Für mich ist „Moneyball“ ein sehr guter Film, der im Baseball-Umfeld angesiedelt ist. Neben der interessanten – und wahren – Story überzeugen vor allem die Darsteller. Neben Brad Pitt, der gewohnt gut spielt, ist es vor allem Jonah Hill, der hier eine wirkliche Glanzleistung abliefert. Ihn würde ich lieber öfter in solchen Rollen sehen als in irgendwelchen halblustigen Komödien. Ein weiterer großer Name auf der Besetzungsliste ist Philipp Seymour Hoffman, der hier leider immer nur zu Kurzauftritten kommt.
    schifferl_8ecab76654.jpg
    19.12.2015
    16:43 Uhr
  • Bewertung

    Moneyball

    Moneyball ist weit weg von der typischen Kleinstadtkomödie über eine Mannschafft, die von nun an einen Siegeskurs einfährt. Hier geht es um einen ehemaligen Spieler, der sich als Manager einer Mannschaft behaupten muss, und dass mit einem Budget, mit dem man sich keine Star Spieler leisten kann. Brad Pitt ist mittlerweile sogar schon so alt geworden, dass er sein jüngeres Ich nicht mehr selbst spielt. Er strahlt eine gewisse Reife aus, die er sich schon lange hätte aneignen sollen. Jonah Hill als Yale Absolvent ist glaubhaft und erfrischend anders als in seinen Komödien. Der Film erzählt in seinen zwei Stunden Spielzeit nur ein gewisses Hauptthema, jedoch wird einem auf keinem Fall langweilig. Nach diesen zwei Stunden gibt es ein Ende, dass ich selten Leiden kann: schwarzer Bildschirm und ein paar Zeilen, was weiterhin passiert. Moneyball kann man gesehen haben, oder auch nicht. Meine Welt hat sich dadurch wenig verändert, ich habe aber etwas Respekt gegenüber den Hauptdarstellern gewonnen.
    1546434165-129608-zoom-500x600_c2da3c7708.jpg
    27.11.2012
    11:00 Uhr