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5 Bewertungen
84% Bewertung
  • Bewertung

    Schüchtern mit Schokolade

    Die beiden Hauptdarsteller dieser Romanze machen ihre Sache wirklich großartig. Isabelle Carré als Angélique, die etwas von der Herstellung von Schokolade versteht und Jean-René (Benoit Poelvoorde) als fast insolventer Schokoladenfabrikbesitzer.
    Neben dem Interesse an dem ‘braunen Gold‘ haben sie noch etwas gemeinsam: sie sind extrem schüchtern. Viele Varianten dieser sogenannten ‘Krankheit‘ werden bis zum Slapstick durchgespielt. Stottern, Schluckauf, häufiges Hemdenwechseln, extreme Berührungsängste, sogar Ohnmachtsanfälle kommen vor. Ihr soll ein Stuhlkreis helfen, ihm ein Psychiater. Mit viel Charme und Einfühlungsvermögen wird das Thema abgehandelt. Da stört nicht einmal, dass beide gelegentlich etwas tun, was in französischen Komödien vorkommen kann: sie singen. Sie hat dabei so einen Touch von Mary Poppins (‘Ich verkauf die Sonne‘) und er von Yves Montand. Beim gemeinsamen Abendessen kommen sie sich näher, wonach sie sich gleich wieder trennen. Die Dialoge sind so voll daneben, dass sich schon wieder gut sind. Angélique hat sich Themen aufgeschrieben: Politik, Malerei und Champions League, die alle kein Gespräch zulassen, denn Jean-René hat von alledem keine Ahnung. Das Restaurant im Hotel leert sich. Sie: ‘Ich glaube wir sollten hochgehen‘, er: ‘Wie hoch?‘ Beide bleiben trotz ihres Handikaps liebenswürdige Zeitgenossen, deren Wirkung mit dem Schmelzen von Schokolade im Mund vergleichbar ist: leichtes Einspeicheln der süßen ‘Bombe‘ zwischen Zunge und Gaumen und eine Geschmacksexplosion erleben.
    Dazu passt auch das Ende des Films: vor der kirchlichen Trauung flüchten die beiden an sozialer Phobie Leidenden in vollere Montur in die gemeinsame Zukunft. Warmherzig.
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    03.11.2015
    19:53 Uhr
  • Bewertung

    Kurz, aber unterhaltsam

    Mit seinen rund 75 Minuten ist der Film eigentlich schon fast zu kurz geraten, um dafür eine ganze Kinokarte zu bezahlen. Auf DVD fällt dieses Detail nicht so sehr ins Gewicht. Interessanterweise wirkt der Film aber überhaupt nicht zu kurz geraten, sondern passt mit seinem erzählerischen Tempo ganz genau zu der liebevoll erzählten und inszenierten Handlung rund um eine kleine Schokoladefabrik und seinen schrulligen Chef, der sich in eine ebenso eigenwillige junge Frau verliebt, von der die Rettung seiner Fabrik und sein persönliches Glück abhängen. Französisch feindosiert ist der Humor und charmant spielen beide Hauptdarsteller ihre Figuren - der Film wirkt daher länger als er ist - aber ausnahmsweise im positiven Sinne!
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    21.08.2012
    21:23 Uhr
  • Bewertung

    charmant

    Eine liebenswerte, unglaublich lustige Geschichte über die Tücken der Schüchternheit. Wirklich empfehlenswert.
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    18.04.2012
    16:43 Uhr
  • Bewertung

    Obwohl französisch...

    Eine niedliche Romantikkomödie mit viel Charme - auf jeden Fall sehenswert. Obwohl ich sonst die meisten französischen Filme nicht sonderlich mag!
    03.10.2011
    19:16 Uhr