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    Anfängerfehler

    Der vielsagende Titel lässt mehrere Versionen zu: vom ‘unerwarteten Schlag‘ bis zu ‘Anfängerhieb‘. Die Machart ist einem Videospiel entlehnt, bei dem man Aufgaben lösen, sich Gegenstände besorgen oder mit Drachen kämpfen muss. Im Mittelpunkt steht hier eine Girly Gang von ausgesuchten Schönheiten mit Phantasienamen wie Babydoll (Emily Browning), Rocket (Jena Malone) oder Sweet Pea (Abbie Cornish). Sie agieren mit überbordenden Animationskämpfen der Marke Haudrauf, immer unterstützt von extremen Leuchteffekten.
    Die Rahmenhandlung ist ebenso obsolete wie die Schauplätze: Graben- bzw. Luftkämpfe im 1. Weltkrieg, eine Theaterkulisse. Ein weiser alter Meister (Scott Glen, auch Busfahrer) wird zur Beruhigung eingesetzt und eine Lobotomie als Schocker, damit die sensiblen unter den Zuschauern die Augen schließen, obwohl man genaugenommen gar nichts sieht Und was der Logik abgeht, wird vom Tempo der Handlung niedergewalzt.
    Erste Lacher sind zu hören, wenn am Ende völlig unvorbereitet aus dem Nichts heraus die Polizei ihren Einsatz hat– im Western war es immer die Kavallerie – um die armen Girlies vor dem bösen Blue Jones (Oscar Isaak) zu retten, den sie doch bisher recht ordentlich vertrimmt hatten. Fürs Publikum gibt’s zum Abspann jede Menge unbeantwortbarer Fragen. Wer’s mag?!
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    24.11.2022
    14:58 Uhr
  • Bewertung

    Where is my mind

    Es gibt Filme, bei denen man zwar, nachdem man sie gesehen hat, ein Gefühl hat, keinen schlechten Film gesehen zu haben, aber auch weiß, dass man den Film nicht mehr sehen wird oder will. Sucker Punch zählt für mich ganz eindeutig zu diesen.
    Zur Story kann man nicht vielsagen, da nicht viel da ist. Das Grundprinzip der Flucht aus der Flucht ist an sich nicht schlecht und hätte auch Potential für mehr gehabt, jedoch wurde dies nicht genutzt. Auch die Charaktere sind sehr steril und man fühlt trotz der schlimmen Situation kaum mit ihnen mit. Sie wirken einfach zu eindimensional und ersetzbar.
    Der Film punktet dafür mit seinen Actionszenen. Diese sind bildgewaltig, rasant und werden vor allem durch die Musik getragen. Die Neuinterpretationen der Lieder ist stimmig und passend. Man muss sich bei den Fantasien zwar immer wieder kurz an das neue Setting gewöhnen, da die Handlung in den Episoden aber immer gleich ist, Zombies, Roboter und dergleichen metzeln, geht das sehr schnell. Interessant fand ich die Tatsache, dass in den Fantasie Passagen nie Menschen getötet werden, sondern immer nur Roboter oder z.B. Zombies.

    Über die Darstellung der Frauen kann man diskutieren, jedoch finde ich sie im gesamten Bild stimmig. Dass Zack Snyder mit dem Film vor allem junges und männliches Publikum ansprechen will, lässt sich nicht bestreiten.

    Was bleibt ist ein rasanter Actionfilm, mit atemberaubenden Szenen, den man nicht bereut, aber den man auch nicht nochmal sehen muss. Sucker Punch punktet sicher auf größeren TV Geräten.
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    06.04.2015
    23:20 Uhr
  • Bewertung

    Action ohne Testosteron

    Babydolls Mutter stirbt und vererbt ihr und ihrer Schwester alles. Der Partner ihrer Mutter wollte alles für sich und will die Mädchen beseitigen. Er ersticht die Schwester, schiebt Baby alles in die Schuhe und lässt sie in eine Irrenanstalt verfrachten. Dort findet sie sich in ihrer Fantasie wieder und will einem Tanzclub entkommen, in dem Sweet Pea, Rocket, Amber, Blondie und sie fest gehalten werden...

    Der Film lebt durch seine Musik: Es beginnt mit einer Coverversion von Sweet Dreams und geht weiter mit Where is my Mind bevor überhaupt etwas gesprochen wird.
    Zack Snyder hat eindeutig fürs große Kino gearbeitet - man merkt die vielen Kleinigkeiten, die für die Dreidimensionalität bestimmt sind und die großen Effekte, die auf der Leinwand noch einmal besser wirken. Nichtsdestotrotz sind die Visual Effects beeindruckend.
    Auch das Setting ist detailverliebt, jede Szenarie ist durchdacht.

    Die Geschichte selbst ist fesselnd, weiß man am Anfang nicht, wie weit die Träumereien/Halluzinationen (?) gehen und welche überhaupt real ist. Die Mädchen repräsentieren starke Frauen, die für ihre Freiheit kämpfen und sich nicht unterkriegen lassen - zumindest ist es die Interpretation, die ich gewählt hätte. Die Outfits sind dennoch Borderline-sexistisch, aber für das SciFi Thema passend.
    Man kann durchaus mehr in die Sache hinein interpretieren, denke aber nicht, dass der Film so tiefgehend ist und man sich darüber viele Gedanken machen sollte.

    Fazit: Sehr unterhaltsam, bildgewaltig, ein Traum für pubertierende Burschen. Schauspielerisch vielleicht nicht top, aber solide Action - nur eben nicht mit dreckverschmierten Männern.
    Sehenswert!
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    06.04.2015
    22:04 Uhr
  • Bewertung

    Sucker Punch

    "Sucker Punch" reiht sich in die Liste der Filme ein, bei welchen man nicht weiß, ob man sie gut oder schlecht findet. An und für sich finde ich Sucker Punch genial. Wunderbare Optik und Action gepaart mit genialer Musik. Auch die Realitätsebenen und die freie Interpretation des Zuschauers über das Gesehene ist unfassbar gut. Hier muss man tiefer Blicken und sich die Frage stellen: Warum, Weshalb? Man darf hier nicht nur das Geballer und die Action sehen, sondern muss bis unter die Ebene des Gesehenen. Um es mit den Worten des Regisseurs zu sagen: Crazy Shit! ;-)
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    21.04.2012
    14:10 Uhr
  • Bewertung

    finger weg!

    ich hab mich selten über einen film so geärgert wie über sucker punch.

    überladene optik (he, schaut her, wieviel geld wir verpulvern können), grottige darsteller (vor allem dieses blondinchen als hauptfigur), aus computerspielen geklaute kämpfe ("chicks on godmode"), ... und zum inhalt sag ich lieber nichts, das könnte sehr böse ausfallen.
    man bekommt den eindruck, als wäre zack snyder größenwahnsinnig geworden.

    die 10%-bewertung bekommt der film nur wegen der musik (die cover-versionen sind durchwegs hörbar), wobei der abstrich dazu die sagenhaft schlechte gesangsnummer (was ist das, moulin rouge??) ist.

    im großen und ganzen verlorene zeit und rausgeschmissenes geld (für die blueray-version).
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    12.01.2012
    12:34 Uhr
  • Bewertung

    ...

    Ich habe absolut nichts gegen Filme, deren Schwerpunkt nicht in der Handlung sondern in der Optik liegen - solange der Unterhaltungswert passt und die Geschichte nicht derart dämlich ist, dass man als Zuschauer den Eindruck bekommt, veräppelt zu werden.

    Und genau da liegt das Problem bei Sucker Punch: Bei einer derart willkürlichen Zusammenwürfelung der Handlungsebenen, einer derart lieblosen und einfallslosen Verbindung dieser Ebenen, dem völligen Fehlen von jeglicher Spannung und den wie von einem billigen Computerspiel inspirierten Story-Elementen, geht es gar nicht anders, als sich als Zuschauer veräppelt zu fühlen.

    Die überladenen Actionsequenzen und die weichgezeichnete Optik sind anfangs zwar nett anzusehen, werden jedoch ziemlich schnell ermüdend.

    Zu mehr als meditativer Hintergrunduntermalung einer (hoffentlich interessanteren) Beschäftigung, taugt der Film somit nicht.
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    31.08.2011
    23:35 Uhr
  • Bewertung

    Action als l'art pour l'art

    Ich hatte so gut wie keine Erwartungen an den Film - und ich wurde positiv überrascht!
    Die Story ist straight und simpel, hat ein basales Thema - Freiheit. Das mag flach wirken, auf mich aber eher essentiell. Die verschiedenen Realitätsebenen sind spannend, auch spannend ineinander verwoben, aber auch verspielt, das freie Spiel der Fantasie... Die Action-Sequenzen sind wohl Geschmackssache, ich fand sie sehr unterhaltsam, toll gefilmt und mit toller Musik unterlegt. Dass sie nicht "spannend" im herkömmlichen Sinn sind, ist für mich logisch, weil sie reinste l'art pour l'art, also Kunst um der Kunst willen, sind. Vier völlig verschiedene Szenarien, ganz unterschiedliche Gegener, ganz unterschiedliche Perspektiven und Kamertechniken! Da hat sich jemand optisch ausgetobt und es sehr gut gemacht!

    Für mich hat sich der Film schlussendlich erstaunlicherweise als interessant chiffrierte Coming-of-Age-Geschichte herausgestellt, mit starkem Ende auch. Vielleicht ist es meine weibliche Perspektive, die mir mehr Zugang gegeben hat als anderen, keine Ahnung...
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    06.04.2011
    09:16 Uhr
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    Die drei Ebenen des Trash

    Ich denke, dass es nicht viel Sinn macht Zack Snyder hier das Fehlen einer fein erzählten Story zum Vorwurf zu machen. Ich kann mit nicht vorstellen, dass das sein Ziel war.
    Ähnlich wie bei 300 geht es ihm in meinen Augen auch hier fast nur um die Ästhetik und darum den Trash, der schon in der ersten Realitätsebene zu spüren ist immer weiter an die Spitze zu treiben.
    Dass ich die persönlichen Hintergründe Zahnradbetriebener deutscher Zombies nicht kenne, beschäftigt mich da wenig.

    Das Ende fand ich übrigens überraschend gut.

    Und eines noch: Wenn 50% die Bewertung für einen Durchschnittsfilm ist, warum bekommt dann ein in der Handlung maßlos enttäuschender Film 70%? Oder anders gefragt, was muss ein Film anstellen, um für euch unter die 50% zu fallen? Immerhin habe ich den Film ja quasi verteidigt und gebe im trotzdem nicht mehr als 70%...
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    05.04.2011
    12:18 Uhr
    • Bewertung

      Spektakulär, aber...

      Natürlich habe ich mir bei Sucker Punch keine gute Story erwartet. Was für mich jedoch vollkommen fehlt ist die Narrativität in den Actionszenen. Fast jeder Film lebt vom Konflikt zwischen Protagonist und Antagonist, wodurch Spannung und Immersion entstehen. In der dritten Ebene fehlt es aber meiner Meinung nach an starken Antagonisten. Nazis, Samurais & Co sehen zwar spektakulär aus, aber sie stehen nicht im Kontext einer Mission (abgesehen von den Gegenständen)

      Bei 300 besteht stets ein Konflikt zwischen den beiden Parteien. Der Film funktioniert mit dem einfachen dramaturgischen Mittel, dass die „Guten“ die Stellung gegen die „Bösen“ halten müssen. So sehen die Szenen nicht nur gut aus, sondern sind auch spannend. Man weiß einfach wer die Gegner sind und warum sie getötet werden sollen. Sucker Punch sieht meiner Meinung nach noch besser aus als 300 und auch die Story ist viel aufwendiger gestaltet. Dennoch finde ich den dramaturgischen Aufbau von 300 trotz seiner Einfachheit viel dienlicher für die Actionszenen

      Zur Bewertung: Ein Film wie „SP“ kann durchaus in der Handlung maßlos enttäuschen, aber trotzdem unterhalten. Der Film hat aufgrund des Drehbuchaufbaus sehr viel von seinem Potential verschenkt. Aufgrund dessen ist es auch durchaus legitim, die schlechte Handlung zu kritisieren und trotzdem 70% zu geben. Auf alle Fälle ist Sucker Punch ein Film, der stark polarisiert, was ja auch seinen Reiz hat

      Meiner Meinung nach ist SP weder Trashfilm noch Trashparodie
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      05.04.2011
      15:16 Uhr
  • Bewertung

    Sexy Amazonen :)

    Also Leute wer eine richtig gute Story sucht ist hier richtig falsch den die ist einfach nur schlecht.
    Alles andere ist aber richtig geil :-)

    Die Actionszenen sind richtig gut gemacht und natürlich Zack Snyder´s Zeitlupen-szenen sind richtig geil. Vor allem die Samurai und Roboterszene.
    Mein Kompliment.
    Dann an die Darstellerinen:
    Ab sofort bin ich verknallt :-) und zwar in Babydoll und co.
    An alle Männer geht lieber ohne Freundin rein denn ich durfte die Fragen aller Fragen von meiner Freundin hören: "Schatz, wie fandest du den Film"

    Fazit: Wenn eine Story nicht so wichtig ist und einfach nur Sexy Amazonen sehen will wo wild um sich rumballern sollte den Film anschauen. An alle anderen: Haltet euch fern den ihr werdet nur bitter enttäuscht ;-)
    PS: Ich fande den Film aber gar nicht so schlecht , trotzdem hat Zack Snyder schon bessere Filme rausgebracht. Aber denoch ist er richtig unterhaltsam
    05.04.2011
    00:14 Uhr
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