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    Er liebt sich selbst genug

    Auch dieser zweite Teil ist wieder ein Heidenspaß, der musikalisch von Dean Martin eingerahmt wird. Es ist hier die politische Inkorrektheit, die zum Prinzip erhoben wird. Der Superagent Hubert Bonisseur de La Bath (Jean Dujardin) – allein über den Namen kann man sich wegömmeln. Er ist sexistisch, chauvinistisch, antisemitisch und obendrein noch fast debil und sehr arrogant. Und er jagt die Nazis (wieder einmal!). Ihr Anführer von Zimmel (Rüdiger Vogler) hatte ihm einen Mikrofilm eingepflanzt. Dieser Teil der Handlung wird eigentlich fast zur Nebensache, denn die von Oliver Kalkofe verfasste deutsche Synchronisation macht die Hälfte der Miete aus. Da passen sogar schlüpfrige Witze über Ostereier ins Konzept. Oder was machen die zwei Spatzen am Fenstersims? Die andere Hälfte ist der Wiedererkennungswert von Anleihen bei dem echten 007. Da drängt sich die Frage auf ‘Ist es eine Hommage oder ein Plagiat?‘ Egal.
    Split Screen und Multiple Screen erhöhen die Abwechslung, für die optischen Hingucker sorgen die beiden Assistentinnen Carlotta (Reem Kherici), die mit ihrer Oberweite punktet und als Nazibraut ins Gras beißen muss, sowie Dolorès (Louise Monot), die ihn verehrt, und dann doch nicht bekommt.
    Beim Kampf auf der Christus Statue können sich die Assoziationen dann überschlagen (vom “Unsichtbaren Dritten“ mehrfach z.B.) Vom aberwitzigen Flugzeugabsturz sowie dem gemeinsamen Sturz vom Wasserfall mit von Zimmel, werden wir durch das Wettschleichen mit Rollator im Hospital entschädigt. Und für ganz Ausgeschlafene gibt von Zimmel den Shylock ganz eng an Shakespeare.
    Kalkofesche Kalauer gehen durch wie z.B. ‘ Chinesen können echt süßsauer werden.‘ oder ‘Sonst gibt’s was auf die Nasi Goreng‘.
    Eine gelungene Parodie also. Soviel Scherz und Nähe darf es sein.
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    28.11.2018
    10:26 Uhr