3 Einträge
10 Bewertungen
74% Bewertung
  • Bewertung

    Ein strickender Moslem

    Ein Riesenspaß, der auch noch eine Botschaft hat. Passt in die Reihe der gutgemachten Multi-Kulti-Filme. Das besondere daran ist, dass hier der Ulk auf die frühere DDR ausgedehnt wird. Obwohl die Mauer gerade gefallen ist, besteht sie in den Köpfen der Menschen weiter. Die groteske Komödie überzeugt durch das gut gecastete Ensemble, allen voran Navid Akhavan als Mohsen, der sich in die zu sozialistischen Zeiten kugelstoßende Anna (Anna Böger) verliebt. Allein dieses ungleiche Pärchen zwingt zum Grinsen. Und der Doping-Verdacht von damals wird erneut erhärtet. Für gute Unterhaltung sorgen außer den beiden echten iranischen Eltern Michael Niavarani und Proschat Madani natürlich der Spaßmacher vom Dienst Wolfgang Stumph. Die muntere Handlung wird durch Komik-Effekte (Freeze Frame, Gedankenblasen, fliegender Teppich, reden zum Zuschauer) verstärkt, die quasi als Sympathiebotschaften wirken. Und bevor das erwartete Happy End kommt, gibt es eine ganze Menge Dramatik und Sentimentalität.
    Es wird mit Ironie klar Stellung bezogen gegen Ausländerhass und Fremdenfeindlichkeit. Das Endprodukt ist ein Anti-DDR-Nostalgie Streifen mit einen Touch von Bollywood. Und er hat auch noch eine Message: ’Man muss die verloren gegangene Heimat neu erschaffen’. Ja, Regisseur Ali Samadi Ahadi kennt seine Pappenheimer aus dem Osten unseres Landes!
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    23.02.2012
    07:11 Uhr
  • Bewertung

    sehr zu empfehlen

    Zu Beginn des Films sitzt man im Kino und schmunzelt, denn man weiß so gar nicht wohin einen die nächsten Stunden und Minuten führen wollen.
    Doch schon nach kurzer Zeit wird man mit gerissen.
    Dieser Film bespricht ein gesellschaftliches Problem, betreffend zweier unterschiedlicher Kulturen die versuchen müssen in ein und der selben Welt zu leben.
    Diese Gesellschaftskritik wird in diesem witzigen und wirklich gut gelungen Film verpackt.
    Die Schauspieler erfüllen ihre Rolle bravorös und ließen uns schon nach wenigen Minuten nicht mehr los.
    26.01.2010
    10:02 Uhr
  • Bewertung

    Originell und witzig

    Was für eine Mischung: Michael Niavarani in einer deutschen Komödie über einen Iraner aus Köln, dessen Sohn sich in einem kleinen Dorf in der ehemaligen DDR in die Tochter des Dorfwirtes verliebt und dort hängen bleibt. Klingt ja fast so wie der Facebook-Sketch mit dem polnischen Maler, den eine Bekannte, die in St. Pölten lebt über ihren Bekannten, einen Portugiesen in der Schweiz ... na egal: im ersten Spielfilm des Regisseurs Ali Samadi Ahadi vermischen sich nicht nur zwei Kulturen, sondern auch die Stilelemente einer deutschen Komödie mit der Musik und der Farbenpracht von Bollywood. Die Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugen allesamt in ihren Rollen und bieten unterhaltsame, aber niemals untergriffige Unterhaltung mit ersten gesellschaftlichen Hintergrund. Nicht nur für Freude von Niavaranis Kabarett interessant!
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    10.12.2009
    20:39 Uhr