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66.5% Bewertung
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    Wall Street

    Die Männer der Wall Street sind eine Sache für sich. Auch im privaten Leben dreht sich viel um das liebe Geld, von dem sie ja auch mehr als genug haben. Ausgerechnet Shia LaBeouf verliebt sich in die Tochter des ehemaligen Börsenhais, gespielt von Michael Douglas. Als er sich verlobt, möchte er den verlorenen Kontakt zwischen Vater und Tochter wiederherstellen, und vertraut sich dem ehemaligen Gefängnisinsassen an. Michael Douglas und Shia LaBeouf spielen ihre Rollen wie auf den Leib geschneidert und harmonieren perfekt miteinander. Die Story wurde ganz klar Hollywoodtauglich gemacht, was aber keinesfalls stört und so einen durchaus gelungenen Film ausmacht.
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    05.02.2012
    19:47 Uhr
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    Genuß!

    Super Schauspieler bis in die Nebenrollen. Nur die zu beobachten macht schon Spaß; der ganze Film ist sicher nmicht weniger gelungen als das Original. Vielleicht kleine Punkteabzüge für den Schluss.
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    02.11.2010
    10:49 Uhr
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      Positive Überraschung

      Nachdem ich rund um den Kinostart eher negative Meinungen zu dem Film gelesen hatte, war ich eher skeptisch gewesen. Nun, nachdem ich ihn selbst gesehen habe, bin ich positiv überrascht: der Film ist durchaus spannend, kritisch gegenüber der Finanzwelt und hervorragend gespielt und inszeniert. Oliver Stone spielt die Hoffnungen und Erwartungen zweier Generationen gegeneinander aus, die in jeweils den beiden Hauptfiguren personifiziert wurden: auf der einen Seite der alte, gereifte, immer noch hinterlistige alte Börsenguru, der den Untergang des Finanzsystems, wie es zu seiner aktiven Zeit begann, in größeren Zusammenhängen zu deuten (und zu nutzen) versteht - auf der anderen Seite der junge, gierige, hochmotivierte Aufsteiger, der seine horrenden Gagen und Bonuszahlungen vor allem seinem Mentor verdankt und der in dem Moment, wo ihm dieser nicht mehr helfen kann, ziemlich ratlos dasteht. Shia LaBoeuf passt in die Rolle (finde ich) super hinein. Vielleicht sollte man die beiden "Wall Street" Filme nicht uneingeschränkt miteinander vergleichen, nur weil sie den gleichen Titel und Regisseur (und einen Hauptdarsteller) haben.
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      24.02.2011
      10:46 Uhr
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    the mother of all evil

    nein, die “mother of all evil” ist nicht “speculation”, sondern “ignorance” – nicht zu wissen, und sich nicht drum zu scheren, welche kollateralschäden exzessiv-selbstsüchtiges handeln verursacht. leider weiß stone nicht nur keine antworten zu geben (in einem interview gab er sich selbst “rat- und sprachlos“), er stellt auch nicht die richtigen fragen.

    er stellt eigentlich gar keine fragen: “einen gordon gekko wird es immer geben“ (der fehler im system “kapitalismus“ sei der korrupte mensch), und “jedes platzen einer blase birgt in sich die chance auf einen neuanfang“ – fatalistisches, bitteres appeasement.

    ich weiß nicht was mich zorniger macht: die krise, so wie sie abgelaufen ist – oder dieser film, und dieser regisseur. eine filmemacher, der sich überrascht (!!!) gezeigt hat, wie sehr die in WS1 “als ausgeburt des bösen angelegte“ figur des gekko zur identifikations-ikone für die angehenden juppie-makler mutiert ist: ist das eine schamlose lüge, oder versteht stone wirklich so wenig von filmemachen, und von rezeption (ich weiß nicht was schlimmer ist…)? WS2 hat nicht einmal ein moralisches gegengewicht mehr: gekko darf sich, unwidersprochen und weinerlich, über seine gefängnisstrafe beklagen – und im happy (??) ending sogar den ehemals verspielten familienanschluss wieder erkaufen.
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    27.10.2010
    22:16 Uhr
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      verspielt

      und: schon der zeitrahmen 2008 ist unglücklich gewählt – mittlerweile geht es ja nicht mehr um finanzielle krisen und marode banken, sondern um den kollaps ganzer staaten und staatssysteme. aber ein „politischer“ filmemacher, der so wenig zutrauen in die intelligenz eines (am thema) interessierten und vielfach persönlich betroffenen publikums hat, dass er, anstatt eine knallharte analyse der gesellschaftlichen und politischen rahmenbedingungen zu bieten (die “gier“ erst hoffähig gemacht haben), dieses mit plattitüden zur tulpenblase abspeist – und dafür mit einer halbgaren liebesgeschichte (konzession an den mainstream?) und einem vater-verliert-sohn-familiendrama abschmalzt – nun, der hat jeden kredit verspielt…

      “verspielt“ auch die illustration der laufenden ereignisse mittels retro-montagen, die zuweilen (die anruferin während der autofahrt) ins lächerliche abdriften; dazu die musik, marke alte feel-good-hadern, die befremdlich-unpassend mehr das gehirn beschäftigt als die szenerie. aber auch: schön fotografierte (lange!) dialogsequenzen ohne störende musikuntermalung. schauspielerisch steckt douglas, trotz seiner abgespeckten rolle, den unbedarft-bubihaften labeouf in die tasche – mit einer hochgezogenen augenbraue, und ohne eine dialogzeile kommentiert er eine ganze szene, gibt er ein (abschätziges) statement zum charakter seines gegenübers.

      trotzdem: alles in allem eine brave nacherzählung des finanzcrashs, harmlos, apolitisch, und in jeder hinsicht zu vergessen.
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      27.10.2010
      22:19 Uhr
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      inside job

      wer sich für die hintergründe des crashs/finanzsystems interessiert, der sei an die doku INSIDE JOB verwiesen; ebenfalls in cannes aufgeführt – und hoffentlich bald einmal anzusehen:

      http://www.time.com/time/specials/packages/article/0,2 8804,1988868_1988866_1990114,00.html

      http://www.salon.com/entertainment/movies/film_salon/2 010/05/19/cannes_ferguson
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      27.10.2010
      22:31 Uhr
  • Bewertung

    über der Erwartung - unter den Möglichkeiten

    Der Film hebt kraftvoll an, Stone in Hochform, spannend, gute Dialoge, gut geschnitten, richtig richtig nett. Dann so ab der Hälfte setzt leider eine Verflachung ein, das Tempo wird zurückgenommen, auch das Motorradrennen reißt da nicht heraus. Das Ende ist dann irgendwie doch doof, andererseits sagt der Hinterkopf "Wieso nicht?!"...

    Ein Schwachpunkt ist seltsamerweise Carey Mulligan, deren süßes und dauernd am Rande der Tränen befindliches Gesicht nach der Zeit nervt. Ihre Figur ist auch zu wenig ausgearbeitet und sie schleicht ums overacting herum... Shia LaBeouf ist ein solider Leading Man, aber leider irgendwie doch wie immer. Michael Douglas kehrt ohne Umstände wieder in seine Oscar-Rolle zurück und es macht Spaß ihm zuzuschauen. Josh Brolin ist nicht extra beeindruckend, fällt aber auch nicht negativ auf. Charlie Sheen fällt sehr wohl negativ auf, ist von Bud Fox so weit entfernt wie vom Mond :-(

    "Wall Street - Money Never Sleeps" ist für mich deutlich über der Erwartung, bleibt aber auch hinter seinen beträchtlichen Möglichkeiten zurück. Insgesamt doch erfreulich mitreißend und mit einigen richtig starken Szenen!
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    27.10.2010
    10:57 Uhr
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    najo

    "geld zeigt den charakter" gilt doch viel mehr als "geld verdirbt den charakter", ein gscheiter philosoph hat vor kurzem gemeint, "geld ist materialisierte zukunft, ein hauch gefühlter unsterblichkeit, denn was könnte ich denn alles damit noch anfangen?"
    Michael Douglas kenne ich seit den "Strassen von San Francisco", er ist immer wieder (und hoffentlich noch lange) nett anzusehen. Der Film kommt etwas langatmig daher und verwendet lange Strecken auf das "letztes Mal hast Du es mir gezeigt, jetzt zeig ich es Dir"-Rachegeschehen, dazu noch die obligatorische, doch wenig berührende Liebesgeschichte, 1,5 Stunden hätten auch gereicht, spannend ist eher was anderes.
    Die Highlights: das Mobiltelefon von Gordon G. bei seiner Entlassung und der Gastauftritt eines unsäglichen Super-Sponsors (Pasching, Herbert Prohaska und so).
    Es entgeht einem in der Tat nichts, wenn man den Film nicht gesehen hat.
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    26.10.2010
    19:21 Uhr
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    Is Greed good?


    23 Jahre sind vergangen, seit die Rolle des Gordon Gekko Michael Douglas einen Oscar einbrachte. Seither ist viel geschehen, für Michael Douglas und für Gordon Gekko. Der Film beginnt mit einer Szene, die eigentlich schon zur Gänze im Teaser-Trailer zu sehen ist: Nach acht Jahren wird Gordon Gekko mit einem alten Mobiltelefon und einer leeren Geldspange aus dem Knast entlassen. Wir schreiben das Jahr 2001, doch die eigentliche Handlung des Films beginnt erst sieben Jahren später in den turbulenten Zeiten der beginnenden Wirtschaftskrise. Gekko ist jetzt als erfolgreicher Autor tätig und referiert darüber ob Gier gut ist. Der neue „Hauptdarsteller“ des Films ist Shia LaBeouf, der als junger Investmentbanker einerseits genügend Skrupellosigkeit besitzt, sich andererseits aber für erneuerbare Energie einsetzt. Seine Freundin und baldige Ehefrau ist die Tochter von Gekko, die mit ihrem Vater aber nichts mehr zu tun haben will.

    Der Film ist voll von gut gespielten Haupt- und Nebenrollen. Unter den kleineren Rollen wäre da zum Beispiel Charlie Sheen, der in einer Szenen auf seinen alten Partner trifft. Oder Susan Sarandon, die als Mutter von Shia LaBeouf voll in die platzenden Immobilienblase investiert. Oder Eli Wallach (zuletzt zu sehen in „New York, I Love You“), der als Seniorpartner des „bösen“ Bankers Josh Brolin einen genialen Auftritt hinlegt. Und auch Regisseur Oliver Stone ist in einem kleinen Gastauftritt zu sehen. Bei so vielen guten Nebendarstellern gerät Michael Douglas etwas in den Hintergrund. Der spielt zwar seine Rolle wirklich sehr überzeugend, die Hauptgeschichte des Films dreht sich aber dennoch eigentlich um Shia LaBeouf.

    Hier und da ist der Film ein wenig zu effektlastig, bzw. verspielt. Oft ist das Bild mit computergenerierten Aktienkursen hinterlegt, teilweise gibt es Retro-Irisblenden oder in einer Szene wird das Bild einer Anruferin als Bild-in-Bild-Einblendung eingebaut, die zwar witzig ausschaut, aber doch eher an Filme wie Austin Powers erinnert.

    Alles in allem ist der Streifen aber eine gelungene Fortsetzung. Mein Lieblingszitat ist der Satz von Michael Douglas an den Banker Josh Brolin: „Hören sie auf Lügen über mich zu verbreiten, dann höre ich auf die Wahrheit über sie zu erzählen.“
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    15.05.2010
    21:24 Uhr
    • greed is good...

      ... riefen absolventen von "elite"-wirtschaftsunis michael douglas in den 80ern zu und feierten ihn laut heutiger zib1. "gordon gekko" genoß kultstatus bei vielen von ihnen und douglas wollte sich damals nicht ausmalen, was die 20 jahre später als führungskräfte in investmentbanken machen würden...

      alles gute weiter in cannes, auch wenn es heuer leider einen schwarzen freitag gab!
      17.05.2010
      22:19 Uhr