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    Lang, länger, Watchmen

    Bei Comic-Verfilmungen hat derzeit „Marvel“ die Nase vorne. Viele bekannte und populäre Superhelden kommen aus diesem Lager (aktuell die Superhelden-Truppe aus „The Avengers“). Doch daneben gibt es auch noch „DC Comics“, die Helden wie „Batman“ oder „Superman“ beheimaten - und dort sind auch die „Watchmen“ zu Hause. Die Comic-Reihe rund um die Wächter ist sehr komplex, weshalb sie lange als unverfilmbar galt. Diesen Stempel trug auch Tolkiens „Herr der Ringe“-Saga viele Jahre – bis Peter Jackson das Gegenteil bewies. Schließlich beschloss Zack Snyder es ihm gleich zu tun und wagte sich an die „Watchmen“.

    Ein Monumentalroman lässt sich natürlich nicht mit einem Comic vergleichen – allerdings ist auch ein Zack Snyder kein Peter Jackson. Das Ergebnis der Unternehmung lässt sich aus meiner Sicht am besten mit „bemüht, aber unausgegoren“ zusammenfassen. Snyder, ein Regisseur der viel Wert auf die Optik legt, ist im Comic-Universum eigentlich ganz gut aufgehoben. Sein Können zeigt sich auch im genialen Titel-Intro, das kurze Episoden (teils in „bewegten Standbildern“) der ersten Generation der Watchmen zeigt. Auch wurden einzelne Kapitel des Films (wie beispielsweise die Gefängnisszenen von Rorschach) äußerst gelungen umgesetzt. Leider gelang es nicht, die Handlung filmgerecht zu straffen, so dass einige Leerläufe entstehen, die die Geduld und das Sitzfleisch der Zuseher strapazieren. So hätten die Szenen von Dr. Manhattan auf dem Mars sicher ein paar Kürzungen vertragen. Snyder wollte den Comic-Fans scheinbar möglichst viel von der komplexen Geschichte liefern, doch schoss er meiner Meinung nach dabei etwas über das Ziel hinaus.

    Von den Superhelden blieb mir nur der geheimnisvolle Rorschach bleibend in Erinnerung. Sein Charakter ist lange Zeit mysteriös und hat mit der schon angesprochenen Gefängnisszene sicher den stärksten Auftritt. Von allen anderen Helden kennt man meist nicht einmal den Namen (Nite Owl II, Ozymandias, Silk Spectre II) und sie erinnern mit ihrem Aussehen eher an einen Kostümball (Nite Owl II als Batman-look-alike).

    Zack Snyder schafft es phasenweise eine optisch tolle Comic-Verfilmung abzuliefern, doch die Verbindung der gut funktionierenden Einzel-Szenen zu einem Gesamtbild klappt leider nicht. Das ergibt leider eher Stückwerk, als einen durchgängig unterhaltsamen Film. „Watchmen“ ist allerdings ein Film, der sich von anderen Comic-Verfilmung in punkto Laufzeit, Düsterheit, Optik und vor allem durch die dargestellte Gewalt deutlich abhebt.
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    11.05.2015
    10:23 Uhr
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    10 Min

    manch einer wird den film mögen, manch einer nicht. das ist einfach geschmacksache. vielleicht mag einer das comic, aber nicht die umsetztung

    auf jeden fall sollte man sich den film ansehen, da die ersten 10 min bestimmt zu den besten der filmgeschichte gehören. leider muss man den film erst komplett gesehen haben, ehe man diesen anfang richtig versteht.
    12.06.2013
    14:49 Uhr
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    Toller Mix

    Wenn wie hier eine Graphic Novel als Vorlage diente, ist im Film ja auch fast alles erlaubt. Hier gelten andere als die sonst üblichen Dimensionen. Der Film versucht sie sogar noch zu übertreffen. Es gibt surreale Figuren, die mit Spezialeffekten ausgestattet sind und wuchtige Bilder, die der Schwerkraft ebenso trotzen wie die Martial Art Kämpfe. Die knallharte Action ist brutal eindimensional und passt gut zu den simplen Dialogen und den Sprüngen in der Handlung. Der Inhalt ist unwichtig, die Darbietung ist alles. Übermenschliche Helden tauschen ihre taschenpsychologischen Erkenntnisse aus, so wie andere Geld wechseln und philosophieren über Gott und die Welt. Dabei geht es natürlich galaktisch zu und es gibt ’Kataklysmen’, kleine atomare Explosionen. Am Ende läuft alles auf den uralten Kampf Gut gegen Böse hinaus, Freundschaft gegen Größenwahn. Die Guten kämpfen für Gerechtigkeit und Frieden. Die ’Welt könnte eine Hippie-Kommune’ werden, denn ’wer will schon einen Cowboy im Weißen Haus’? So kommt auch noch etwas Humor auf, sanft unterlegt z.B. mit Ohrwürmern von Nat King Cole, Jimmy Hendrix und Leonard Cohens Hallelujah beim GV.
    Alles im Dienst des Entertainments. Und der Mix haut hin. Bombastische Optik, gepaart mit praller Action bringt viel Abwechslung. Die Musik umschmeichelt die Empfindungen der Zuschauer und vollendet den Sog, dem man sich nicht entziehen kann.
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    04.07.2011
    13:15 Uhr
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    Watchmen

    Der Film ist etwas langatmig, es wird recht viel Zeit für die Vorstellung der Charakter-Figuren verwendet und dennoch kommen einige Charaktere zu kurz und nicht alle Motive sind restlos nachvollziehbar erklärt. Der Film hat eine Laufdauer über 2 ½ Stunden und trotzdem fehlt etwas.
    Die Atmosphäre des Films ist hart und brutal, so wie es in Watchmen sein sollte, sehr gut dargestellt worden. Der Film ist sehr blutig, meiner Meinung nach zu blutig.
    16.04.2010
    07:33 Uhr
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    besser als erwartet

    Ich hatte lange Zeit auf diesen Film gewartet, hatte im vorraus den "Comic" schon gelesen und war überrascht wie gut die schwer verfilmbare Story auf die Leinwand gebracht wurde.
    Wenn man von der Story und dem Stil im vorraus noch keine Ahnung hatte ist es aber verständlich dass man nach nur 1 Mal anschauen nicht viel davon halten kann, wenn man außerdem noch auf reine Superheldenaction wartet.
    Allein visuell aber schon sehr schön gemacht...ich hoffe die extra Piraten-Story aus der Novel kommt auch demnächst..zumindest auf DVD
    28.04.2009
    22:11 Uhr
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    falsche vermarktung

    Watchmen gehört wohl zu den besten Büchern die es gibt, einfach genial, und galt auch lange zeit wie HdR als unverfilmbar!
    Zack Snyder (300, Dawn of the dead) hat uns jetzt eines Besseren belehrt und beschert uns hier einen inhaltlich fast toppen, aber graphisch perfekten Thriller, der aber an die vorlage trotzdem nicht annähernd rankommt.
    seine Bilder sprechen für sich, die Zeitlupe(Snyders Markenzeichen) ist wunderbar in Szene gesetzt. Die Verwendung von Musik aus der damaligen Zeit(80er und davor) ist genial, teilweise aber etwas gewöhnungsbedürftig(99 Luftballons, später halleluja beim Sex)
    Vieles wurde leicht verändert, einerseits aus zeitlichene gründen, andererseits aus verständnis-gründen.
    eine riesenänderung ist ja der plan zum schluss, der hier ja natürlich nicht gespoilert werden darf.

    Die schauspieler sind top, bis auf Malin Akerman(Laurie) die spielte fad.
    Die Introsequenz ist genal, doch die beiden Sclussszenen sind leider verhaut.

    Aber warum kommt der Film nun so schlecht bei den Leuten an?
    Nun, in erster Linie ist es die falsche Vermarktung. sieht man sich den trailer an, erwartet man einen "typischen" superheldenfilm ala FF oder Spiderman- mit vieel action, anstatt eines 2 3/4 stündigen Thrillers,der nur so strotzt vor gewaltdarstellungen(snyders 2. markenzeichen, außerdem ein guter kontrastpunkt zur sonst eher ruhigen handlung)

    Fazit: ein guter, laaanger thriller, der einfach falsch vermarktet wurde
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    26.03.2009
    01:57 Uhr
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    super trailer - film selber aber extrem fad

    hin und wieder spitzen special-effects, leere und ewig andauernde dialoge, leider absolut sinnloser film, drehbuch direkt am set geschrieben!

    das sind die eckdaten um das filmische desaster kurz zusammen zufassen.

    immer wenn man denkt: "hurra! aus! endlich!" - nein, falsch gedacht! dann kommt noch ein sinnloser dialog der keinen zusammenhang mit den vielen vorigen hat und es verght wieder eine viertel stunde.
    was auch nicht zu verstehen war: es gibt total viele, echt harte gewalt szenen, nur meist total unmotiviert - also einfach so mal wieder jemanden gequält und umgebracht....

    der film kommt leider auch nie wirklich in fahrt.

    meine empfehlung: BITTE NICHT ANSCHAUEN GEHEN!
    11.03.2009
    11:01 Uhr
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    abgesehen vom Anfang...

    ...genau die gleiche Comic-Scheiße wie in allen anderen dieser Filme (die neuen Nolan-Batmans nehme ich aus)... Die erste Stunde war gut, sehr satirisch und interessant und spannend. Aber als dann die Handlung in Gang kam, wurde es einfach nur noch mies und langweilig... *gähn*
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    11.03.2009
    09:23 Uhr
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    The Watchmen - Die Wächter

    also ich kannte die oder das Comic(s) vorher nicht, deshalb wusste ich auch nicht soo wirklich worum es geht.
    ich war auch sehr überrascht, dass es ein Film über Superhelden sein soll, wobei die doch nicht mal wirkliche Superkräfte haben. Dr. Manhattan hat ja auch nur Kräfte aufgrund eines Unfalls, von daher ist er auch kein "geborener" Superheld.
    aber gerade dieser Aspekt war garnicht mal so uninteressant, dass Leute, die zwar sehr gute Kampffähigkeiten besitzen, das Böse bekämpfen und sich als Superhelden titulieren, aber in wirklichkeit "nur" menschen sind.
    ich habe mir etwas schwer getan die Figuren zu "verstehen", jedoch wurde der Film so aufgebaut, dass jeder zu gegebener Zeit "seine Geschichte" erzählt. man möchte über jeden einzelnen Charakter mehr erfahren und über seine Geschichte. das wurde wirklich gut rübergebracht.
    Die Effekte sind auch toll gelungen und es gibt auch jede Menge Action.
    ich finde, man kann diesen Film nicht als typische "Comicverfilmung" ansehen, sowie ich es oft gehört habe, da es in diesem Film eigentlich keine wirklichen Superhelden gibt, sondern einfach "Menschen", die gegen das Böse kämpfen und dabei eben "nur" menschen sind, die halt etwas besser in sachen Kampftechniken ausgebildet sind.
    aber trotzdem finde ich, dass der film gut gelungen ist und sehr empfehlenswert.
    10.03.2009
    20:37 Uhr
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    aufwendiger Anti-Superhelden Blockbuster

    Kompromisslos und teilweise sehr brutal beginnt Watchmen. Zumindest die Brutalität bleibt dem Film über weite Strecken erhalten. Die Kompromisslosigkeit hingegen geht im Laufe des Films leider etwas verloren, ganz zum Ende ist nichts mehr von ihr übrig. Es wird einfach zu sehr versucht, ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Wirklich schade, denn andernfalls wäre der Film noch um Klassen besser gewesen.

    Auch an Spezialeffekten wurde nicht gespart, was den Film vor allem aus optischer Sicht zu einem Genuss im Kino macht.

    Was den Film vor allem von anderen Superhelden-Blockbustern abhebt, ist aber die Geschichte, die dahinter steht – und angesichts der Effekte und der Gewalt schon fast etwas untergeht – sowie deren Entwicklung.

    Auch wenn ich mir noch ein bisschen mehr erwartet habe, ist die filmische Umsetzung der Geschichte dennoch gut gelungen (Ich muss jedoch sagen, dass ich die Vorlage nicht kenne. Daher weiß ich nicht, wie viel Potential in dieser tatsächlich steckte) und zählt Watchmen für mich auf jeden Fall zu den besseren Filmen über Superhelden, denen ich normalerweise ja eher skeptisch gegenüber stehe. Gerade weil er nicht genretypisch ist und von der schwarz-weiß-Färberei vieler anderer Superheldenfilme absieht, kann ich Watchmen auch jenen empfehlen, die normalerweise angesichts kostümierter Retter reißaus nehmen.
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    08.03.2009
    20:12 Uhr
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      Mittlerweile kenne ich die Vorlage und

      sehe den Film daher mit etwas anderen Augen.

      Die Komplexität des Comics in einem etwas mehr als 2 1/2 stündigen Film umzusetzen, ist sicher kein einfaches Unterfangen. Hinzu kommt, dass der Comic vor allem durch seine innovative Umsetzung der Geschichte fasziniert und hierbei auf (grafische) Mittel zurückgreift, die im Film einfach nicht zur Verfügung stehen. Dadurch geht natürlich einiges an Faszination verloren.

      Und dennoch: Der Kern der Geschichte wird größtenteils authentisch wiedergegeben, Darsteller und Schauplätze sind sehr gut gewählt und ich hatte das Gefühl, das - obwohl der Film natürlich ein möglichst breites Publikum ansprechen soll-, wirklich versucht wurde, der Vorlage gerecht zu werden.

      Zum Schluss noch eine Anmerkung zur DVD: Der DVD-Klappentext ist eine absolute Frechheit. Nicht nur, dass der Text (der genausgut aus der Feder eines Zwölfjährigen stammen könnte) den Eindruck erweckt, dass der Urheber den Film selbst nicht gesehen (oder nicht verstanden) hat, die Reduktion des Filmes auf die absolut irreführende Aussage "Doch wenn die Superhelden tot sind, wer wird uns retten?" ist an Schwachsinn und Ignoranz nicht zu überbieten.
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      20.02.2010
      00:19 Uhr
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