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11 Bewertungen
75.5% Bewertung
  • Bewertung

    Das sterbende Tier

    Bei diesem ’Klagelied’ nach dem Roman von Phillip Roth hat sich Isabel Croixet
    sehr eng an die literarische Vorlage angelehnt. Das kommt der hohen Qualität der Dialoge zugute. Im Mittelpunkt steht das Liebesverhältnis zwischen David einem Professor (Ben Kingsley) und seiner Studentin Consuela (Penelope Cruz). Es ist dieser ewige Gegensatz zwischen Jugend und Schönheit auf der einen Seite und Alter und Weisheit auf der anderen. Dadurch wird er gezwungen über sein Leben nachzudenken. Sie ist für ihn ein Kunstwerk und besitzt ’eine gewisse elegante Ernsthaftigkeit’. Er erschrickt über die Erkenntnis, dass er sich bisher stets verhalten hat wie ein Teenager. Und natürlich ist er besitzergreifend und eifersüchtig. Leise und sehr gefühlvoll kommen sich die beiden näher. Viele Großaufnahmen zeigen ihre Gesichter als Spiegel innerer Seelenkämpfe. Die Zukunft macht ihm jedoch Angst. Eine Vertrauenskrise entzweit die beiden. Er muss feststellen, dass sein Verhältnis zu Consuela ein Fehler war. Er hat das Unmögliche herausgefordert. Nach Jahren kommt sie zurück und hat Brustkrebs. Es kommt zu einem letzten Versuch, ihre Schönheit auf einem Aktfoto zu konservieren. Nach der OP zieht sich die Kamera diskret zurück. Wenn es eine echte Elegie ist, dann war’s das. Eine Klage über die verlorene Liebe oder über die Vergänglichkeit der Männlichkeit? Bei Roth steht allerdings David im Mittelpunkt: ‚Das sterbende Tier’. Nicht schlecht.
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    29.07.2011
    18:14 Uhr
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    Das Leben und die Liebe!

    Dieser Film ist wirklich traumhaft...Die Hauptprotagonisten sowie Nebendarsteller optimal gewählt...
    interessante Thematik und diese sehr schön umgesetzt...

    90%...PUNKT
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    28.04.2009
    13:34 Uhr
  • Bewertung

    Berührend...

    Ein wunderschöner Film...
    Hab vorher das Buch - die Filmvorlage (Das sterbende Tier) gelesen.Somit wusste ich bereits um des traurigen Ausganges... trotzdem, wunderschön, sehr gute Verfilmung.
    05.01.2009
    18:37 Uhr
  • Bewertung

    Wunderschöner Film!!!

    Ein wirklich sehenswerter wunderschöner trauriger Film den man sehen bzw gesehen haben muss..........
    P. Cruz ist Weltklasse
    18.09.2008
    19:56 Uhr
  • Bewertung

    Schon wieder nicht geschafft!!

    Habe mir so fest vorgenommen, heute endlich mal den Film anzusehen, ist dann im Endeffekt aber erst wieder nichts draus geworden. Schade, dabei hab ich mich schon so drauf gefreut. Penelope Cruz ist zwar nicht gerade einer meiner Lieblingsschauspielerinnen, jedoch gekoppelt mit Ben Kingsley kann ich mir sehr wohl vorstellen, dass sie zusammen nicht nur eine gute Partie abgeben, also dass sie als Paar dann sehr harmonisch wirken werden, sondern auch, dass die Story, obwohl die ja nicht gerade nach "neuem Stoff" riecht, recht gut werden wird.
    Meine Hauptmotivation den Film anzusehen kommt allerdings daher, dass Isabel Coixet bei dem Film Regie geführt hat. Ihre beiden Vorgängerfilme "Mein Leben ohne mich" und "Das geheime Leben der Worte", beide übrigens mit der grandiosen Sarah Polley in der Hauptrolle, waren unglaublich schön, berührend und wirklich mehr als gefühlvoll. Kurz um: Ich freue mich schon wirklich sehr auf den Film!!
    26.08.2008
    18:18 Uhr
    • Bewertung

      Isabel Coixet oder die Liebe zum Film

      Wow, also dass der Film sooooooo gut werden würde, hätte ich mir fast nicht gedacht! Ich war schon auf etwas ziemlich Außergewöhnliches bzw. wirklich qualitativ Hochwertiges eingestellt; schließlich gibt sich Ben Kingsley nicht für "irgendwas" her und von Isabel Coixet ist man sowieso nur Spitzenmäßiges gewohnt.

      Ich hatte ja zuerst mal Bedenken, dass Penélope Cruz und Ben Kingsley vor der Kamera wirklich hamonieren würden und jetzt kann ich zu 100% versichern: Ja, sie haben sogar wunderbar schön miteinander harmoniert. Die beiden spielen einfach so leidenschaftlich, realistisch und man beginnt vor allem in der letzten halben Stunde über das Leben allgemein, sein eigenes und besonders über gewisse Situationen nachzudenken, die sicher jeder von uns schon mal durchlebt hat bzw. noch durchleben wird.

      Was geschieht, wenn wir DIE Liebe unseres Lebens einfach so gehen lassen? Was ist, wenn wir wirklich erst im Nachhinein draufkommen, dass der Mensch tatsächlich unsere große Liebe ist, wir das aber zuvor weder zu schätzen bzw. überhaupt nicht gewusst haben, weil wir einfach nicht an die große Liebe geglaubt haben oder es einfach nicht wahrhaben/glauben haben können, dass auch wir ihr jetzt mal begegnet sind!?

      Der Film ist insgesamt einfach nur total gut gemacht und auch wunderschön. Der Film kommt zwar mit wenig Musik aus, die die es gibt ist dafür aber umso besser eingesetzt und auch wahnsinnig gefühlvoll, etwas melancholisch, unterstreicht die gesamte Stimmung aber super.
      28.08.2008
      15:12 Uhr
    • Bewertung

      Isabel Coixet oder die Liebe zum Film 2

      Tja, wer Isabel Coixet's Arbeiten kennt, der weiß ja ungefähr was sie macht, mit welchen Themen sie sich sonst auch gern beschäftigt. Deshalb traue ich mich fast zu sagen, dass der Schluss schon eher "Coixet-typisch" ist. Was aber gar nichts macht, ganz im Gegenteil.
      Das tolle an ihr ist, dass man sich zwar immer wieder an den Vorgänger erinnern kann und man dann immer denkt, "Nein, in dem Film nicht, diesmal kommt was anderes". Und siehe da, im Endeffekt kommt wieder das gleiche, nur einfach auf eine ganz andere Weise umgesetzt. Und jede Weise ist für sich superschön.
      Lange Rede, kurzer Sinn: Alle, die noch nie was von ihr gesehen haben, ab in die nächste DVD/Videothek. Es lohnt sich.
      28.08.2008
      15:15 Uhr
  • Bewertung

    Klagelied

    Die beiden Vorgängerfilme von Isabel Coixet (Mein Leben ohne mich, Das geheime Leben der Worte) habe ich sehr gut gefunden und sie haben mich wirklich bewegt. Dieser ist zwar gut, kommt aber nicht an die anderen heran. Professor Kepesch (Ben Kingsely) lacht sich im Film die junge Studentin Consuela (Penélope Cruz) an. Dass die Beziehung nicht gut gehen kann liegt gar nicht so sehr an dem großen Altersunterschied sondern eher am emotionalen Unvermögen des Professors. Viele interessanter als die Geschichte zwischen dem ungleichen Paar fand ich im Film aber die Beziehung und die Dialoge zwischen Ben Kingsley und seinem besten Freund Dennis Hopper.
    Alles in allem gut aber nicht genial.
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    13.07.2008
    10:35 Uhr
  • Bewertung

    Tränen der Freude, nicht der Klage stimmt an!


    Was für ein Film! Nach drei Tagen des Festivals gibt es nun endlich wieder einen ernstzunehmenden Bewerber für die Bären. Isabelle Coixet (Schülerin von Pedro Almodovar, drehte zuletzt „Das geheime Leben der Worte“) liefert mit ihrer Verfilmung des Romans „The Dying Animal“ von Philip Roth ein neues Meisterwerk ab. Die Geschichte rund um den nur äußerlich alt gewordenen Uniprofessor, der die Ideale seiner Jugend von freier Liebe, Unabhängigkeit und Offenheit für alles nie aufgegeben hat und plötzlich in der jungen Kubanerin Consuela die Liebe seines Lebens entdeckt, die ihn trotz des Scheiterns ihrer Beziehung nie mehr los lässt, ist ein absoluter Genuss. Coixet inszeniert die emotionale, leidenschaftliche und am Ende sehr tragische Beziehung von David und Consuela wie die Verkostung eines edlen Rotweins, der in die richtigen Jahre gekommen ist und von all seiner Zeit der Reife mit Weisheit, Ruhe und ungebrochenem Interesse zu berichten weiß. Dazwischen streut sie immer wieder augenzwinkernde Momente ein, zum Beispiel in den Dialogen Davids mit seinem Freund George (Dennis Hopper), die zwar äußerlich älter geworden sind, aber nicht im Inneren.

    Ben Kingsley überzeugt in seiner Rolle souverän, das Gleiche gilt für Penelope Cruz, deren Darstellung Consuelas sich von Minute zu Minute des Filmes immer mehr verdichtet. Ein wunderbares Ensemble, ein wunderbarer Film, eine Liebeserklärung an das Leben, eine Verneigung vor der wahren Liebe, die man im Leben vielleicht wirklich nur ein einziges Mal finden kann. Niemand, der den Kinosaal verlässt, wird hier wohl ein Klagelied anstimmen, sondern mit großer Freude im Herzen nachhause gehen, denn dieser Film ist wirklich ein realistischer Kandidat für zumindest einen der begehrten Preise und eine hervorragende Arbeit einer jungen Regisseurin, von der wir hoffentlich noch viel zu sehen bekommen werden.
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    10.02.2008
    23:55 Uhr