Forum zu Chiko

4 Einträge
3 Bewertungen
93.3% Bewertung
  • Bewertung

    chiko

    Drei Spiralen, oder ists nur eine? Vom schnellen Geld, vom Betrug, von der Selbstüberschätzung, übers große (Drogen-)Geschäft und die Gewalt zur Katastrophe. Ja, er ist ein Typ, dem man auch anderes zutrauen würde. Aber da gibt es eben den Freund, dem er lieber nichts zutrauen sollte, und es gibt den großen Boss, der die Spirale so ermöglicht. Zu der braucht es freilich keinen Migrantenhintergrund, aber der ist auch da. Der Film ist schlicht überzeugend (obwohl ich so hoch wie H.P. nicht greife). Den Typ: Denis Moschitto sollte man sich merken – nicht ohne das Interview mit ihm gelesen zu haben (Zeit, 8.6.14).
    08.10.2016
    23:34 Uhr
  • Bewertung

    Guter Film

    Anschauen gehen!!!
    Sehr brutal!!!!
    18.07.2008
    09:23 Uhr
  • Bewertung

    Chiko


    Regisseur Özgür Yildirim ist gerade mal 29 Jahre alt und hat mit seinem ersten großen Spielfilm hier auf der Berlinale einen Volltreffer gelandet. Was auf den ersten Blick wie ein Gangsterfilm im Drogenmilieu unter jungen Deutschtürken aussieht, gerät zu einem emotional hoch aufgeladenen, gewaltigen und gewalttätigen Drama über kompromisslose Freundschaft, Stolz und Respekt, Akzeptanz und Ablehnung. Er kommt schon in der ersten Minute voll in Fahrt und hält das Tempo und seine Intensität bis zur letzten Minute durch. Der Film fühlt sich an wie ein Faustschlag in die Magengrube, wie ein Adrenalinstoß nach 10 Dosen Red Bull, seine Energie und seine Leidenschaft reißen das Publikum mit, sein Schmerz, seine Verzweiflung, seine unvorstellbare Wut entlädt sich auf der Leinwand und löst sicher bis zur letzten Reihe Gänsehaut aus. Es ist ein Film, der einen keinesfalls kalt lassen kann und der sich vor keinem anderen Film von etablierten Regisseuren verstecken muss oder soll. Klar hat Ko-Produzent Fatih Akin seine unverkennbare Handschrift hinterlassen, was ihn aber so intensiv macht, sind sein Regisseur und die beiden Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu und Denis Moschitto. Bleibtreu läuft zu absoluter Hochform auf und Moschitto beweist allen, die daran gezweifelt hatten, dass er noch viel mehr drauf hat als er in „Die Kebap-Connection“ zeigen konnte. Er ist der bisher eindeutig beste Film hier auf der Berlinale und man stellt sich spätestens beim Verlassen des Kinosaales die Frage, wieso er nicht im Wettbewerb gezeigt, sondern im Panorama versteckt wird. Ein Absolutes Muss für das heurige Kinojahr, nicht nur für alle, die den Genrefilm in Deutschland noch nicht für tot erklärt haben und die sich dieser „Reflektion der Gesellschaft“, wie ihn Fatih Akin auf meine Frage bei der Pressekonferenz hin bezeichnet, stellen wollen.
    markus_lhnert2020_d56a9fa338.jpg
    09.02.2008
    23:55 Uhr
    • Interessante Kritik

      Macht Lust auf den Film - bin schon gespannt, ob der Film bei uns einen Kinostart erhält!
      leandercaine_0fc45209c9.jpg
      10.02.2008
      18:12 Uhr