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11 Bewertungen
79.5% Bewertung
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    Mord im Schloss

    Wenn der Regisseur nicht Großmeister Robert Altman wäre, könnte man diesen Film mit Nichtbeachtung in der Vergessenheit versenken. Doch dann macht zunächst einmal das riesengroße Staraufgebot hellhörig. Andererseits hätte nur ein wirklicher Könner wie er so einen Film machen können. Eine überaus prächtige Ausstattung sorgt für die Atmo im Schloss. Eigentlich passiert fast nichts. 90% sind Small Talk, gemischt mit albernen Gehässigkeiten, blasiertem Snobismus oder arrogantem Standesdünkel. Selbst ein Mord bleibt fragwürdig und die Anwesenden schenken ihm weiter wenig Beachtung. Man ahnt ein Motiv. Es bleibt aber ziemlich vage. Ist es ein Spiegelbild der englischen Gesellschaft vor dem 2. Weltkrieg? Die unheilvolle Aufspaltung in zwei Klassen? Eine dem Untergang geweihte Aristokratie? Von alledem ein bisschen. Mit leichter Hand inszeniert wartet man darauf, dass etwas passiert. Aber je länger das Warten andauert, desto ermüdend wird es.
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    19.04.2010
    22:11 Uhr
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    Lieblingsfilm

    Ich liiiiiebe diesen Film! Ich kann gar nicht genau erklären, was so genial daran ist, aber die Atmosphäre ist einfach einzigartig und so packend... Und das Ensemble ist echt eindrucksvoll... Und die Dialoge... Einfach perfekter Film!
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    16.04.2010
    09:54 Uhr
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    Altman trifft Old England

    Tja, ich fand den Film auch durchaus gelungen. Ganz typisch von der Inszenierung her, toll gespielt rund herum. Hat mich ein bisschen an diese "Merchant-Ivory" Filme wie "Howard's End" erinnert, nur ein bisschen weniger langweilig. Insgesamt fand ich den Film interessant, aber nicht besonders mitreißend. Ging so. Gehört aber wahrscheinlich auch so. Auf keinen Fall schlecht.
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    20.11.2006
    10:48 Uhr
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    Herrlich!

    Einer meiner Lieblingsfilme. Selten wird die Oberflächlichkeit besser dargestellt als in diesem Film und auch die Klassenunterschiede kommen sehr gut rüber. Dienerschaft gehört zum Inventar u. wird genauso ignoriert - herrlich! Schön ist anzusehen, wie alle miteinander reden, aber keiner wirklich zuhört und es vor allem keiner am Inhalt des Gesprächs interessiert ist. Eine wunderschöne Gesellschaftsstudie.
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    20.11.2006
    09:47 Uhr
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    Tea & Murder

    Die Einzigartigkeit dieses Films liegt nicht nur an der Tatsache, dass Robert Altman wahrhaftig die Crème de la Crème des (britischen) Theaters (mit Ausnahmen wie Ryan Phillippe) um sich versammelt hat (Smith, Dance, Fry, Watson, Bates u.v.m.), sondern auch an der erschreckend sarkastischen Art und Weise, wie die (High) Society mit all ihren Lügen, Verschwörungen und Oberflächlichkeiten durchleuchtet wird. Ein Menschenleben könnte nicht unbedeutender sein, als die feinen und einfachen Damen und Herren von "Gosford Park" kühl beweisen. Mit Sicherheit einer der bösartigsten Filme Altmans - allerdings, so muß man zugeben, zieht sich der Film an einigen Stellen (bei einer Laufzeit von 137 Minuten durchaus eine Belastung!), sodass Kürzungen nur von Vorteil gewesen wären.
    19.11.2006
    17:36 Uhr