Road to Sundance... In 4 Tagen startet das Sundance Film Festival 2021
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4 Bewertungen
82.5% Bewertung
  • Bewertung

    Zwei Brüder

    Der Film verfolgt die Auswanderung italienischer Gastarbeiter nach Deutschland über 20 Jahre hinweg. Dabei zeigt Regisseur Fatih Akin viel Gefühl für die Italienische Seele. Wenn das Temperament mit ihnen durchgeht, pendeln die Charaktere zwischen handfestem Jähzorn und liebevoller Umarmung, mitunter auch unter Zuhilfenahme von Tränen. Anfangs konzentriert sich der Plot auf die Eltern Rosa (Antonella Attili) und Romano Amato (Gigi Savoia), die eine Pizzeria aufmachen. Aber auch die beiden Söhne Gigi (Barnaby Metschurat) und Giancarlo (Moritz Bleibtreu) gehören zur Integration dazu. In der zweiten Hälfte stehen sie im Mittelpunkt. Gigi ist der klügere, ehrlichere junge Mann, der Filme machen will und seiner Sandkastenliebe Ada (Tiziana Lodato) versprochen hatte, aus dem Norden Schnee mitzubringen. Giancarlo neigt zur Illegalität, ist etwas aufbrausend und schmückt sich sogar mit fremden Federn, z.B. denen seines Bruders. Er gibt den Film für seinen eigenen aus und schnappt seinem Bruder auch noch dessen Freundin Jo (Patrycia Ziolkowska) weg. Mutters Krankheit und Vaters verletzter Stolz machen fast einen Pendelverkehr zwischen Solino und dem Ruhrgebiet nötig, denn der Alte ist in Deutschland und Mutter Rosa hat das Heimweh nach Italien zurückgezwungen. Gigi und Ada lassen die Kinderliebe wieder auferstehen.
    Die ganze Familiengeschichte wird mit viel turbulentem Charme aber auch mit ruhigen Emotionen erzählt. So kann man sowohl ergriffen sein wie beim Wiedersehen der Brüder am Ende, wenn da nicht Gigis letzter Film im Dorf gezeigt würde, in dem es um ein dubioses Straßenschild geht, das nicht feststehen will.
    Gastarbeiterproblematik mal nur menschlich d.h. mit Stärken und Schwächen und viel Empathie, wie es bei einem Familienclan eben üblich ist.
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    20.11.2020
    10:42 Uhr
  • Bewertung

    Ein etwas anderer Akin

    Irgendwie fühlte ich mich die ganze Zeit an CINEMA PARADISO erinnert, aber Fathin Akin schafft es einen eigenen Film zu erzählen und stellt dabei die Konflikte, aber auch die Liebe, von 2 Brüdern in den Vordergrund - umrahmt mit einer "Filmstory" und italienischen Zutaten! Je länger der Film dauert, desto besser wird der Geschmack - einfach ausprobieren ;-)
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    04.11.2007
    19:15 Uhr