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20 Bewertungen
77.8% Bewertung
  • Bewertung

    Kulturschock

    Jack und Marion leben in New York, sie ist Französin und auf dem Weg von Venedig in die Heimat stoppen sie in Paris um Marions Katze bei ihren Eltern abzuholen. 2 Tage haben sie Zeit um die Stadt zu besichtigen und Jack verlässt sich komplett auf seine Partnerin, da er kaum Französisch spricht. Was passiert ist, dass Marion andauernd auf Bekannte trifft und diese sich als ihre Ex-Freunde herausstellen und Jack nicht mehr weiß, was er ihr überhaupt glauben kann.

    Herrlich erfrischende Romantik-Komödie in der das Thema Beziehung gründlich unter die Lupe genommen wird. Mit viel französischen Flair werden die Unterschiede in den Vorstellungen in Marions und Jacks Köpfen klar.
    Die Geschichte ist in Episoden unterteilt, die immer wieder durch Taxifahrten unterbrochen sind, in denen Marion mit dem Lenker spricht und immer wieder interessante Begegnungen macht.

    Ein Großteil der Konversationen findet auf Französisch statt, der Rest auf Englisch. Somit ist man, zumindest wenn man kein Französisch spricht, auf den Untertitel angewiesen - was mich persönlich nicht gestört hat. Dadurch wird viel des Flairs übertragen und die Komik entsteht dadurch, dass Marion für Jack kaum etwas übersetzt sondern ihm nur sagt, dass alles in Ordung ist.
    Der Film erinnert mich an die Before... Trilogie, es gibt vermutlich Parallelen, da Delpy als Hauptdarstellerin dort und als Regisseurin hier agierte.

    Sehr unterhaltsam, Julie Delpy ist herrausragend. Nichts für Ablehner der französischen Kultur.
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    28.06.2015
    09:34 Uhr
  • Bewertung

    War ganz lustig

    Ich hab nicht alles von dem Film gesehen aber was ich gesehen hab, war ziemlich lustig, mir tat der arme Jack ziemlich leid, weil er in diesem doch etwas seltsamen Land überhaupt nicht klar kam. Ich bin doch etwas geschockt und hoffe, dass die Franzosen nicht wirklich so extrem sind, wie hier gezeigt.
    Ich finde, aber gut, dass die Problematik sehr realistisch ist. Es ist doch wirklich schwer für einen Menschen in einem völlig anderen Land klarzukommen und hier wurde es einfach super witzig dargestellt, simpel aber effektiv, habe mich gut amüsiert!!
    18.06.2011
    18:04 Uhr
  • Bewertung

    Hab mich schon lange nicht mehr so gut amüsiert ;-)

    Hab so einen lustigen und vor allem wirklich der Wahrheit entsprechenden Film schon lange nicht mehr gesehen. Einfach zum Brüllen komisch, wie Delpy und Goldberg nach Paris zu ihren Eltern kommen und er dann mit ihnen einfach nur Verständigkeitsprobleme hat...
    Wie er immer eifersüchtiger wird, wenn sie ihre ganzen Ex-Lovers wiedertrifft...einfach zum Brüllen komisch!!
    Der Film hat aber auch moralisch seine ausgezeichneten Seiten, vor allem am Schluss. Man denkt über das Leben automatisch nach und man merkt, dass man zwischendrurch Entscheidungen fällen muss, auch wenn sie gegen das eigene Prinzip verstoßen und auch , dass man zwischendurch viel mehr den Verstand statt das Bauchgefühl einsetzen muss.
    17.08.2008
    13:57 Uhr
  • Bewertung

    Na geht doch...!

    Endlich mal eine Komödie der anderen Art! Die Gags sind deshalb witzig, weil sie realistisch sind..

    FAZIT: Einfach zurücklehnen und dem Amerikaner und der Französin beim streiten zugucken!
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    30.03.2008
    23:08 Uhr
  • Bewertung

    Witzig und originell

    Wer hätte das gedacht? Julie Delphy hat mit ihrem Regiedebüt einen tollen Film gedreht. Kreative und tolle Ideen vermischt mit einem Kulturmix (Frankreich, USA) amüsieren prächtigst - sehr empfehlenswert!
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    12.02.2008
    18:51 Uhr
  • Bewertung

    2 Tage Paris

    Wie in "Before Sunset" wird hier so viel geredet wie es nur geht... es vergeht keine Sekunde ohne ein Wort. Sei es nun Englisch oder Französisch. Da bekommt man ja fast Kopfweh davon. Es prallen 2 verschiedene Nationen aufeinander. Genauso wie die beiden unterschiedlichen Charakter Marion und Jack. Angeblich führen sie schon seit 2 Jahren eine Beziehung. Natürlich gibt es manche Szenen in denen Marion ausrastet, aber dass sie sich selbst bei Kleinigkeiten nicht wieder erkennen ist fast nicht zu glauben. Es gibt vielleicht 2 Szenen die mir ganz gut gefallen, der Schluss gefällt mir auch... aber trotzdem ist der Film für mich sehr anstrengend anzusehen.
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    03.01.2008
    11:05 Uhr
  • Bewertung

    süß

    ich kenne leider nicht die Filme der "Before sun..." reihe, aber dieser Film hat mir wirklich extrem gut gefallen. delpy inszeniert mit viel selbstironie den clash zweier Kulturen (obwohl die beiden Art von Kulturen eh schon zig Mal dagewesen sind), wobei beide Seiten ihr Fett wegbekommen...unterstützt von einem hervorragenden Ensemble, welche die Charaktere auch vor der Klischeeschublade bewahrt (zum beispiel Delpys Vater). Gelungen find icha uch, wie Delpy mit den Zwischentitel spielt um ihren Gefühlszustand besser kalr zu machen, oder um zusätzliche Informationen zu bieten. Was ich auf jeden fall toll finde, ist dass man sich hier auf die Personen konzentriert, und weniger einen auf "Paris-Stadt der Liebe-Eiffelturm und Baguette" macht....so wirkt Paris viel nahhaftiger als meist, so wie man es eben als Tourist kennen lernt.
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    01.07.2007
    15:36 Uhr
  • Bewertung

    Lustig

    Was ich mir nicht erwartet habe ist, dass dieser Film unglaublich lustig ist. Es macht einfach Freude den Protaginisten zuzusehn. Eine leichte Komödie mit genügend Tiefgang, welche die Eigenheiten von New Yorkern und Parisern gleichermaßen aufs Korn nimmt.
    Sehr gute Unterhaltung.
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    18.05.2007
    13:12 Uhr
  • Bewertung

    Ein Amerikaner in Paris

    Heute war es also auch für mich soweit, dass ich mir meinen ersten Film auf der Berlinale anschaute. Als Fotograf hat man sonst ja zwischen all den Photo-Calls und roten Teppichen kaum die Zeit selbst ins Kino zu gehen - besonders wenn es nicht immer so leicht ist Karten dafür zu bekommen. Diesen Film aber durfte ich nicht verpassen. Julie Delpy, die sich ja schon in "Before Sunset" und "Before Sunrise" höchst interessante Dialoge mit Ethan Hawke geliefert hat, führt diesmal auch Regie und schrieb das Buch. Wie zu erwarten sprüht der Film nur so vor aberwitzigen Dialogen über das Leben in einer Beziehung. Zwei auf ihre Weise total verdrehte Menschen, die in ihrem so anderen Gegenüber doch anscheinend den perfekten Partner gefunden haben.
    Julie Delpy ist ja die Tochter zweier Schauspieler und passenderweise werden die beiden schrägen Eltern im Film gleich von ihren echten gespielt.
    Im Publikumsgespräch nach der Vorstellung erklärte Julie noch wie die Zusammenarbeit mit ihren Eltern und Adam Goldberg war und warum man in Paris mit einem Taxifahrer nicht immer ein Gespräch anfangen sollte.
    Aber warum das so ist, kann man auch im Film miterleben, der im Mai in Deutschland anläuft und hoffentlich bald darauf nach Österreich kommt.
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    11.02.2007
    13:17 Uhr
  • Bewertung

    Julie Delpys Liebeserklärung an die Liebe.


    Julie Delpys neuester Film erzählt auf eine sehr erfrischende Art und Weise die Geschichte eines sehr, sehr verschiedenen Paares, das aber gerade durch seine Verschiedenheit immer wieder zueinander findet und sogar im Niesen des Partners am frühen Morgen etwas Liebenswerteres zu sehen als in noch so vielen Küssen anderer Menschen, mit denen man zusammen sein könnte und es ja doch nicht will, weil es nur einen Menschen gibt, den man wirklich liebt. Ihr Film ist also auf dem Umweg über 90 Minuten voller Chaos und herrlicher Situationskomik mit erfrischendem Wortwitz, gesellschaftskritischen Untertönen und einem erfrischend natürlichen Ensemble (in einer Nebenrolle sehen wir Daniel Brühl) eine Liebeserklärung an die Liebe. Eine Liebeserklärung in mehreren Sprachen: auf Englisch, in der der Film größtenteils gedreht ist, in Französisch, in dem alle Freunde Marions mit ihr reden und die Jack völlig ausklammert, weil er nur Englisch spricht und in der Sprache der einzelnen Augenblicke, in denen es zwischen den beiden immer wieder knistert, funkt und die eine oder andere Explosion statt findet.

    Es ist diese Leichtigkeit und dieser erfrischende Humor, die den Film so sehenswert machen. Für Paare auf jeden Fall, die unter Umständen so manche Szene aus ihrem eigenen Beziehungsleben aus der amüsierten Perspektive der Betrachter beobachten können, aber durchaus auch für Singles, die sich an der beinahe an Woody Allen heran reichenden neurotischen Situationskomik erfreuen können und nach dem Film mit ihrem besten Freund oder ihrer besten Freundin auf einen Cocktail verschwinden und ein kleines Stück weniger unglücklich darüber sind, dass sie nur mit sich selbst und den eigenen Schräglagen fertig werden müssen.

    Ein gelungener Beitrag zum Panorama der Berlinale, den man, sobald er im Kino läuft, nicht verpassen sollte.
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    11.02.2007
    00:25 Uhr