10 Einträge
34 Bewertungen
79.9% Bewertung
  • Bewertung

    Sehr komplexe Spannung

    Das geniale an diesem Film ist nicht nur die äußerst komplexe, prall gefüllte Handlungsstruktur, sondern die wirklich allumfassende Vielfalt aller beteiligten Personengruppen des Drogengeschäfts: Dealer, Konsumenten, und Fahnder, korrupte und gesetzestreue Cops, Angehörige, Ehefrauen, Liebhaber etc. Was aber noch hinzukommt, sind die an sich von Haus aus gegensätzlichen Ausgangspositionen durch persönliche Verbindungen. (Damit meine ich nicht das Ehepaar Douglas/Zeta-Jones, das hier an gegnerischen Fronten kämpft!) Hier ragt besonders das Vater-Tochter Verhältnis heraus. Michael Douglas als oberster Drogenfahnder und seine Tochter Erika Christensen als Junkie. Die Handlung geht bis zum Strafprozess mit Kronzeugen, Spionen und Attentaten. Freundschaften werden negiert, Ehegrenzen überschritten. Die Regierung verbündet sich mit den Falschen, ein Drogenkartell zerschlägt ein anderes.
    Die Bemühungen und Rechtfertigungen der Eltern kommen überzeugend rüber. Daneben beeindruckt ein Dialog unter Drogeneinfluss. Abgebrochene Sätze und Wortfetzen lassen ein sinnvolles Gespräch nicht mehr zu. Aber auch das fatale Ende wird nicht verheimlicht. Nur zum Schluss übertreibt es Soderbergh mit dem pädagogischen Impetus etwas. Wer hätte schon nach Stuhlkreis und öffentlicher Distanzierung etwas anderes erwartet als ‘Schöne Heile Welt‘? Aber sonst, außerordentliche Spitzenklasse! Nicht zuletzt auch wegen dem unvergleichlichen Benicio Del Toro.
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    30.08.2012
    15:24 Uhr
  • Bewertung

    Guter Film

    Ist schon ziemlich lang her seit ich den Film gesehen hab, kann mich deshalb nicht mehr wirklich an alle Details erinnern.
    Das einzige was ich noch weiß ist, dass er mir ziemlich gut gefallen hat, der Plot in sich aber nicht besonders realistisch war...meiner Meinung nach zumindest. Macht nix, als Film an sich funktioniert er, er erzeugt Spannung, Neugierde...
    13.02.2009
    17:25 Uhr
  • Bewertung

    Ganz gut aber nicht realistisch......

    ich finde diese Drogen und böser Cop sache unrealistisch. er ist gut gemacht aber auch wie in anderen Filmen hält man Michael Douglas nicht aus und Benicio Del Toro sollte in dem Film auch keinen Oscar als bester Nebendarsteller bekommen. Lieber als bester Hauptdarsteller in „Fear and Loathing in Las Vegas“ gleich wie Johnny Depp in „Fear and Loathing in Las Vegas“.
    08.09.2006
    10:31 Uhr
  • Bewertung

    Grundsätzlich..

    ...ist es ja ein sehr gut gemachter Film mit vielen Stars, und einer sehr kühl gehaltenen Atmosphäre, trotzdem bleibt er, wie andere bereits erwähnt haben seltsam weltfremd. Woran liegt das? Nun, zum einem erscheint der Kampf gegen die Drogen bzw, das Dealen wie ein Spaziergang, es kommen nicht die nötigen Emotionen rüber. Zweitens werden hier wieder nur die Reichen und Mächtigen gezeigt. Einerseits der Richter der selber nichts damit zu tun hat, zum anderen die Drogenbaron-Witwe, die selber "leider" keine nehmen kann, weil "sie ja schwanger ist"....wirklich Süchtige zeigen, und ihr schweres Leben porträtieren tut der Film nicht. Natürlich ist klar, dass dies nicht das eigentliche Ziel dieser Produktion war, aber nur ein, zwei Mal die Tochter zu zeigen schafft nicht die nötige Realität, und lässt den Film weiter in fernen, irrealen Welten schweben.
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    03.09.2006
    10:18 Uhr
    • Bewertung

      Mochte ihn gar nicht

      Ich hatte den Film damals erst nach der Oscar-Verleihung gesehen und war nicht besonders beeindruckt. Okay, Benicio Del Torro überzeugte in der Rolle des mit allen Wassern gewaschenen mexikanischen Polizisten, auch Michael Douglas kam routiniert rüber. Und das ist schon wieder das Stichwort: "routiniert". Der ganze Film ist im typischen Soderbergh-Stil gedreht: viel Handkamera, mehrere Schauplätze in einander verschachtelt, kühle Athmosphäre. Die Story, und da muss ich Dir beipflichten, überzeugte mich aber nicht ganz.
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      03.09.2006
      20:50 Uhr
    • Bewertung

      Kann so eine Story überhaupt überzeugen?

      diese extremen Lebensituationen die es aber wohl zumindest in einer ähnlichen Form geben dürfte werden einen wohl nie so berühren wie ein Leben welches das Eigene sein könnte!

      Ebenso werden auch Süchtige, ironischerweise ja die Tochter des Drogenbekämpfers, thematisiert. Vlt. nicht in der üblichen Form, sondern eben einmal anders. Irgendwie ist in dem Film alles anders und meiner Meinung war Benicio als Drogenfander nicht nur überzeugend sondern Bahnbrechend!
      30.11.2006
      00:24 Uhr
  • Bewertung

    war sick

    naja.. hat mich beeindruckt, auch wenn nicht wirklich viel passiert
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    17.12.2005
    20:15 Uhr
  • Bewertung

    Distanziert...

    Der Film ist ja ganz gut, hat mich aber irgendwie nicht ergriffen...
    21.05.2005
    23:49 Uhr
    • Bewertung

      Gut aber Blutlos

      genau das ist auch mein Eindruck! Alles erscheint etwas fern und berührt einen nicht wirklich. Insgesammt fand ich den Film aber gut, die schauspielerische Leistung der hervoragend besetzten Charaktere ebenfalls.
      29.07.2005
      12:58 Uhr
  • Bewertung

    Drogenthriller in neuem Gewand

    Im Leben gibt es viele Verlockungen, der Geist ist manchmal stark, doch das Fleisch ist schwach. Wie kommen Menschen mit Drogen in Kontakt? Ab welchem Alter ist man an besonderen Erfahrungen interessiert? Welche Gruppen sind im Geschäft mit dem weißen Tod involviert? Hat die Drogenpolitik diverser Regierungen überhaupt eine Chance im Kampf gegen „das Geschäft"? Fängt „Buddy“ wirklich die großen Fische? Welches Risiko geht man als Undercoveragent ein? Ist der Tod der ständige Begleiter? Oder sind es die Folgeerscheinungen, mit denen niemand fertig wird?

    Steven Soderbergh, der große und letztendlich überraschende Sieger in der Kategorie für beste Regie ausgezeichnet, obwohl erstmals in der Filmgeschichte zwei Mal nominiert (ebenfalls für „Erin Brokovich“), nimmt den Zuschauer auf eine Reise mit. Auf eine Reise mit verschiedenen Schicksalen und Orten. Um die Realität zu unterstreichen findet Soderbergh neue Wege um eine Art Dokumentation mit Spielfilmhandlung zu präsentieren. Die Komplexität der Handlung wäre sonst schwer nachvollziehbar. Die wichtige Nebenhandlung in Mexico zeigt das ehemalige Wunderkind und ewigen Filmstudenten durch eine gelbe Brille, relativ unspektakulär aber unheimlich einprägend und man bekommt das Gefühl der Thematik in einer perversen Form als Erklärung, als Erklärung für eine mögliche Sucht?

    Einen Drogenthriller in einem neuen Gewand wollte kein Majorstudio produzieren, also fand Soderbergh beim Independent USA-Films einen Partner, der ihm freie Hand bei der Gestaltung seiner Kreativität ließ. Das Gesamtwerk hat dennoch Schwachstellen, die meiner Meinung nach nicht ganz logisch sind bzw. hinterlässt der Film einige Fragen, die ich dem Drehbuchautor gerne stellen würde. Michael Douglas als Hauptantidrogenverantwortlicher der Weltpolizei und Starrichter auf der Suche nach seiner gut erzogenen und ausgebildeten Tochter in den Slums ist trotz der hier angesiedelten Story unglaubwürdig. Was ist mit dem Geheimdienst oder Privatdetektiven, die für solche Aufgaben ausgebildet sind? Und kann ein so hoher Repräsentant es sich wirklich leisten nicht erreichbar zu sein? Andere Szene: Ist es wirklich so einfach einem Kronzeugen im wichtigsten Prozess ein vergiftetes Frühstück zu geben? Vielleicht bin ich zu kritisch, die gute Absicht des Films bestreite ich auch nicht, doch wäre es unter Umständen nicht sinnvoller gewesen sich auf eine Problematik zu konzentrieren?

    Catherina Zeta-Jones als unwissentliche Frau eines Drogenbarons (verkörpert vom einzigartigen Steven Bauer, der in „Scarface" den besten Freund von Tony Montana, Al Pacino, darstellte und mit ihm den „American Dream" verwirklichte) realisiert schnell, welche Folgen die Verhaftung ihres Mannes auf ihre Familie haben kann, welcher soziale Absturz bevorstehen könnte, verfällt nicht in Selbstmitleid, sondern geht in den Angriff über, erkundigt sich und beginnt zu „organisieren" - mancher Universitätsprofessor mit dieser Spezialisierung wäre stolz auf sie. Dieser Teil ist das Herzstück des Films! Erwähnenswert ist die schauspielerische Leistung von Benicio Del Toro, der ebenfalls mit dem Oscar auszeichnet wurde, als mexikanischer Cop, der klassisch die Seiten wechselt ... Manchmal lässt das Leben keine Alternativen zu.
    06.04.2001
    12:00 Uhr