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  • Leben

    Wie wärs, wenn man festhalten würde, dass es Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegeben hat - von allen Seiten - und dass kein Mensch es verdient ermordet bzw. vergewaltigt zu werden?
    leandercaine_0fc45209c9.jpg
    03.12.2006
    19:20 Uhr
    • Guter Vorschlag

      Ich kann Dir hier nur zustimmen. Das Leben eines Menschen bzw. seine (hier:ihre) körperliche und seelische Unversehrtheit sind wohl die höchsten Güter, die es gibt.
      markus_lhnert2020_d56a9fa338.jpg
      03.12.2006
      23:23 Uhr
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    +

    Ach und liebe susn, ich finde es einfach unmöglich, Morde damit zu rechtfertigen indem man sagt: die Osmanen waren in ihrer Entwicklung viel weiter als die Europäer. Das entspricht erstmal nicht der Wahrheit und ist schlichtweg ein Zuspruch für das Morden. Und das liebe susn ist wirklich eine Unverschämtheit !!!

    So etwas kann man nicht rechtfertigen !!!! Dein Beitrag beleidigt alle Opfer!!! Unglaublich!
    02.12.2006
    21:34 Uhr
    • Lieber danie05,

      ich werde mich hier nicht mit dir streiten, da wir beide bemerkt haben, dass wir sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema haben. Ich plädiere für die Menschenrechte aller Gruppen, du willst sie hier anscheinend einer bestimmten Gruppe absprechen, indem du ihnen vor Augen führst was sie selbst verbrochen haben.
      Ich versuche auch nichts bezüglich des Osmanischen Reiches zu relativieren (das war eher deine Aufgabe bezüglich unserer Diskussion), aber wenn DU dich genauer mit der Geschichte auseinander gesetzt hättest, wüsstest du dass die Osmanen uns teilweise schon wirklich voraus waren (sie wussten dass die Pest nicht Gottes Strafe waren, verstanden was von Hygiene, brachten Sachen wie Wolle oder Orangen etc mit nach Europa, Sachen ohne die wir uns bald nicht mehr unseren Alltag vorstellen konnten), und das ohne Beweis von mir zu behaupten, ist auch wieder sehr kleinkariert von dir, den ich habe mich tatsächlich auch über das Osmanische Reich informiert, bevor ich meinen Beitrag geschrieben habe.
      Über die Zahl 126 will ich mich auch nicht mehr weiter streiten. Ich finde es traurig dass du sowas für realistisch hälst, aber ich glaube das könnte vielleicht irgendetwas mit Ausblendung und bewusster Verdrängung zu tun haben. Das vermute ich nur, ich will nicht, wie du bei mir, irgendwelche weit hergeholten Pseudo-Tatsachen in die Welt setzten.
      susn_15a35adfde.jpg
      03.12.2006
      12:00 Uhr
    • +

      Und dass ich hier Opfer verniedliche, sowas muss ich mir nun wirklich nicht anhören. Wie Harry Potter geschrieben hat (Danke an dieser Stelle für deine Unterstützung), ein Opfer bleibt ein Opfer, egal von welcher Seite (was glaubst du sonst, warum wurde etwa das Rote Kreuz bei der Schlacht von Solferino gegründet? Ich kann dir nur empfehlen, solltest du noch Schüler sein, später einmal zum Heer zu gehen, und nicht Zivildienst beim Rettungsfahren zu machen, da du anscheinend nicht die tiefere Ideologie verstehst die dahinter steht).
      Ich hoffe du wirst mir deiner Einstellung noch glücklich, ich bin es mit meiner, und damit ist das Thema für mich abgehackt.
      Mit freundlichen Grüßen nach Deutschland,
      susn
      susn_15a35adfde.jpg
      03.12.2006
      12:00 Uhr
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    Nachtrag

    Es ist natürlich immer sehr ärgerlich und auch hinderlich für den Verlauf eines Gespräches (was ursprünglich nicht als Gespräch gedacht war, sondern eine Wiedergabe von Tatsachen) wenn einige der Beteiligten ohne ein fundiertes Wissen, sich eben an diesem Gespräch beteiligen möchten. Ich halte es für unsinnig hier jetzt noch einmal zu erklären welche Gebiete das Osmanische Reich umfaßte. Neben Serbien wurde auch in Kroatien gequält und gemordet und das eben durch die Vorfahren der heutigen muslimischen Bevölkerung die es ja immer noch auf dem Balkan gibt. Das Morden ging über 500Jahre lang!! Dieses Wissen kann bzw sollte man sich aneigenen bevor man versucht meinen Beitrag zu kritisieren. Die Zahl (126), hat damals die bosnische Regierung herausgegeben, das sollte man ebenfalls wissen, bevor man hier etwas in Frage stellt. Ich lebe nach dem Grundgesetzt, das es hier in Deutschland nun mal gibt und dieses erlaubt eine Glaubens-u. Relgionsfreiheit. Demnach stelle ich keine Religion in Frage (!!!), ich habe lediglich Tatsachen wiedergegeben. Vielleicht sollte ich zum 2. Weltkrieg auch noch etwas sagen: das serbische Volk wurde genauso abgeschlachtet wie die Juden. Ganze Schulen wurden innerhalb kürzester Zeit geleert, die Schüler mußten sich nach Größe aufstellen und wurden dann nacheinander erschossen. Diese und noch viele weitere Informationen sollte man einfach kennen, bevor man Aussagen in Frage stellt die historische Tatsachen sind.
    02.12.2006
    21:25 Uhr
  • Bewertung

    Groteske Verdrehung

    Der Film ist eine groteske Verdrehung der Tatsachen. Damals hat sich die EU auf Angaben der kroatischen Regierung verlassen, die etwa 20.000 vergewaltigte Frauen schätzten. Eine später von der UN eingesetzte Kommission, die eine detaillierte Bestandsaufnahme von Zeugenaussagen über Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung zusammentrug, kam zu dem Schluss, dass "deutlich weniger [Information] als reklamiert’" vorliege (UN-Dokument S/1994/674/Add.2 (Vol. V) vom 28. Dezember 1994). So erhielt die Kommission von der bosnischen Regierung, die die Zahl 30.000 in die Welt gesetzt hatte, lediglich Daten über 126 Opfer.

    Der Film ist unter der Leitung einer muslimischen Bosnierin gefilmt worden und unterstützt die falschen Angaben. Ich finde es einfach unverschämt einen Film zu drehen, der falsche Tatsachen aufgreift, die schon 1994 korrigiert wurden.

    Leider erinnern wir uns in der heutigen Zeit nur noch selten an das Osmanische Reich. 500 Jahre lang wurden darin Serben von Moslems geschlachtet, vergewaltigt und unterdrückt.
    Serbien hat sich öffentlich über diese Taten und Verluste nie beklagt. Es hat sein Schicksal immer hingenommen(denken wir auch an den zweiten Weltkrieg!).

    Aber vielleicht könnte Jasmila Zbanic einmal die Morde und Vertreibungen des Osmanischen Reiches in einem Film aufarbeiten, anstatt die Menschheit mit einen Film über falsche Angaben in die Irre zu führen.
    01.12.2006
    22:03 Uhr
    • ....

      Darf ich mich in der Annahme richtig wägen dass du den Islam nicht besonders magst?

      Grundsätzlich muss ich dazu sagen, dass solche Recherchen nicht immer der Wahrheit entsprechen. Ich kann nicht spezifisch für Bosnien reden, habe mich aber letztes Jahr intensiv mit den norwegischen Wehrmachtsgeliebten während und nach des Zweiten Weltkriegs auseinander gesetzt, und auch da kann man nur von einer Dunkelziffer sprechen wie viele es gegeben hat. Gründe: natürlich einmal, dass vieles vertuscht wurde, neue Identitäten angenommen waren, keine ausreichende Dokumentation existierte, und generell ein urbaner Umbruch anstand.

      Warum sagten diese Leute nichts? Sie hatten Angst, schämten sich zum Teil, dieser Teil ihres Lebens wurde bis zu ihrem Tod zu einem Tabu. Da kann man nicht erwarten dass einem vollkommen Fremden sein Schicksal anvertraut wird. Und dass 126 eine utopische Zahl ist, musst du wohl selber zugeben.

      Dass du hier ankreidest eine muslimische Bosnierin ist die Regisseurin finde ich etwas fremdenfeindlich von dir. Nur weil sie Muslimin ist hat sie ja auch nicht automatisch was mit Kleinasien bzw. dem ehemaligen Osmanischen Reich zu tun. Genauso könnt ich jetzt jeden Schwarzen auf der Straße als Afrikaner anreden. So einfach ist das nicht, höchstens in äußerst kleinkariertem Denken.
      susn_15a35adfde.jpg
      01.12.2006
      23:15 Uhr
    • +

      Außerdem hatten auch Muslime Schicksalschläge, und vom Inhalt (wer ist der Vater des Kriegskind), braucht man das überhaupt keiner ethischen Gruppe zuordnen, sowas gab es überall, und führte oft zu erheblichen Problemen für Mutter und Kind.

      Zudem finde ich es erstaunlich dass du es als vertretenswert findest, dass Serbien sich nie über seine nationale Abschlachtung erörtert hat. Das Recht und den Grund hätten sie, es ist ihr Fehler wenn sie es nicht wahrgenommen haben, dies aufzuholen. Das wäre ihr menschliches Recht und ihre Pflicht. Und das Serbien sein Schicksal im Zweiten Weltkrieg nicht einfach so hingenommen hat merkt man auch daran, dass die NS plötzlich sämtliche Truppen den Italienern zur Verfügung stellen musste, um in den Süden vorzudringen. (Oder findest du es vielleicht vertretbar dass, wenn wir schon dabei sind, sich NS-Opfer wie die Juden einfach lieber hätten ausschweigen sollen, anstatt Wiedergutmachung zu fordern?)

      Ich versteh auch nicht warum du dich so gegen das Osmanische Reich aufspielst, Die Osmanen waren zu der Zeit, als sie begannen, Europa zu erobern, in ihrer Kultur schon viel weiter entwickelt, und brachten viel Wissen und neue Lebensutensilien mit nach Europa (schau dir alleine die spanische Sprache an). Natürlich waren sie auch ein Volk, dass von Eroberung, Belagerung und Krieg gezeichnet war, aber was glaubst du, war dann etwa die österreich-ungarische Monarchie? Eine Zwecksgemeinschaft?
      susn_15a35adfde.jpg
      01.12.2006
      23:16 Uhr
    • ++

      Sonst fällt mir hier nicht mehr viel ein, weil es etwas schwer ist zu erkennen ob du es allein auf das Osmanische Reich abgesehen hast, oder dich daran erfreust, dass die Serben "ihre Pappen" nicht aufgemacht haben. Trotzdem finde ich beides ideologisch etwas verwerflich, tut mir leid.
      susn_15a35adfde.jpg
      01.12.2006
      23:17 Uhr
    • Bravo !

      An dieser Stelle ein großer Applaus an Susn für ihren Forumseintrag! ich würde mir mehr Jugendliche in ihrem Alter wünschen, die eine so differenzierte und reife Haltung gegenüber diesem Thema an den Tag legen. Respekt!

      Es erfüllt mich mit Schaudern, dass es ernsthaft Leute gibt, die eine Zahl von 126 Personen für realistisch halten. Ich kann es nicht beurteilen, ob die Zahl von 30.000 Betroffenen zu hoch oder zu nieder gegriffen ist. Aber meiner Meinung nach ist jede einzelne Frau, die innerhalb oder außerhalb eines Krieges Opfer einer Vergewaltigung wird, ein Opfer zuviel! Auf die Gewalt, die zwischen den Volksgruppen am Balkan während des Krieges in dern 90er Jahren ausgeübt wurde, kann gewiß nicht genug hingewiesen werden.

      Ich finde es erbärmlich auch nur einen Toten, Verletzten, eine vergewaltigte Frau, ein getötetes Kind oder sonst irgendein Leid, das auf der einen Seite der Gegner geschehen ist, gegen das Leid auf der anderen Seite aufzurechnen, die Taten zu relativieren oder Zahlen zu beschönigen. Wenn es wirklich weniger gemeldete Fälle gab als angenommen, dann mit Sicherheit deshalb, weil die Menschen damit nicht an die Öffentlichkeit gehen wollten oder konnten.

      Ich bedaure es immer mehr, den Film in Berlin nicht gesehen zu haben.
      markus_lhnert2020_d56a9fa338.jpg
      02.12.2006
      12:40 Uhr
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