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    Der ultimative Film über die Resistance

    Regisseur Melville hat sich und der französischen Widerstandgruppe, der Resistance, ein Denkmal gesetzt. In der ersten Hälfte sehen wir fast alles, was man so aus Filmen oder Büchern weiß: Agenten werden per U-Boot von Frankreich nach England geschafft, springen bei der Rückkehr mit dem Fallschirm ab und entkommen geschickt den ständigen Kontrollen durch die allgegenwärtigen Repräsentanten der Wehrmacht. Da wird schon mal ein Angehöriger der Resistance verhaftet und gefoltert, ist aber nichts Besonderes.
    Es wird breit angelegt erzählt und abgesehen von einzelnen Gräueltaten auf beiden Seiten passiert nicht viel. Die Spannung kommt von der Unkenntnis der Zuschauer über die Machtverhältnisse und die Hierarchie innerhalb der Organisation. Von Anfang an ist Philippe dabei (Lino Ventura). Man ahnt, dass er einen höheren Posten bekleiden muss. Nach und nach lernt man andere Mitglieder kennen: Jean-Pierre Cassel, Cameo für Serge Reggiani als Friseur und den ‘Chef‘ Paul Meurisse. Dann ist da Mathilde (Simone Signoret), mutig, eiskalt, aber auch warmherzig ist sie der logistische Kopf der Gruppe. Sie taucht in verschiedenen Verkleidungen auf und kämpft an vorderster Front und rettet Philippe das Leben.
    Im zweiten Teil geht es vor allem um die menschliche Problematik des Widerstandes: wenn man gefangen wird, nimmt man die berühmte Zyankali -Kapsel, die jeder immer bei sich hat, damit man nicht unter dem Einfluss der Folter Kameraden verrät. Mathilde wird verhaftet, mit dem Tod ihrer Tochter bedroht, wenn sie keine Namen nennt. Ob sie zur Verräterin wurde, erfährt man nicht. Sie ist frei und wird auf offener Straße von den eigenen Leuten erschossen. Der Abspann verkündet den Tod der übrigen Mitglieder der Gruppe. Soll das etwa letztendlich die Sinnlosigkeit und Erfolglosigkeit des Kampfes dokumentieren? Immerhin hat ja wenigstens der Regisseur überlebt, um diesen Film zu machen. Ein tragisches Dokument trotz alledem!
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    10.07.2019
    12:00 Uhr