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    Der Krieg findet nicht statt

    Von den beinahe 10 Filmen die Robert Redford bisher als Regisseur gemacht hat, ist das der netteste. Aber in echter Manier des Meisters geht es um ein ernstes Thema mit Allgemeingültigkeitswert: David gegen Goliath. Und kein Reißer! Stattdessen Redfords Sympathie für die spanisch stämmige Bevölkerung in den USA.
    Der Investor Devine (Richard Bradford) plant eine Wellness Anlage im Dörfchen Milagro. Der frustrierte, arbeitslose Kleinbauer Joe (Chick Vennera) zweigt vom Wasserzulauf eines nahen Baches Wasser ab und bewässert sein kleines Stück Land damit. Es ist das letzte, das der Mogul noch nicht gekauft hat. Erst unterstützen ihn nur Ruby (Sonia Braga), die Tankstellenbesitzerin und der Anwalt und Journalist Charlie (John Heard).
    Devine versucht Joe zu bestechen, es gibt einen Schusswechsel, Sonderermittler Kyrill (Christopher Walken) muss eingreifen und Sheriff Montoya (Ruben Blades) muss den ältesten Einwohner Amarante (Carlos Riquelme) sowie Joe verhaften. Es gibt eine Bürgerversammlung.
    Die nette Facette des Films ist das Gespräch des alten Amarante mit dem Geist seines Nachbarn. Und nachdem Charlie einen Artikel für die lokale Zeitung verfasst hat, lässt Devine die gesamte Auflage aufkaufen, doch eine Windböe verteilt sie wie Flugblätter im Ort. Die handfeste Komik kommt von den alten Männern im Dorf. Sie hören zwar schlecht, aber schießen gut. Der ‘Krieg‘ deeskaliert wieder, alle feiern ein Fest.
    Nett mit ernsthafter Intention und gut gemacht. Oscar für den Score.
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    21.05.2018
    08:43 Uhr