5 Einträge
12 Bewertungen
70% Bewertung
  • Bewertung

    Emotionales Schauspiel

    Es fällt mir schwer, den Film genauer zu bewerten, aber Ehre wem Ehre gebührt.

    Anfangs tat ich mich etwas schwer, dem Film zu folgen, befürchtete, dass es ein trockener 2.5 Stunden Film wird, aber das war er ganz und gar nicht.

    Die Charaktere... Brad Pitt hat der Figur durch kleinste Mimik, so viel Tiefe verliehen, dass es überhaupt nicht notwendig war, den Film mit großen Dialogen zu überladen. Die Entwicklung, die er in dieser Zeit durchmacht, hat mich emotional tief berührt. Die Emotionen haben für mich auch das gesamte Pacing des Films ausgemacht.

    Während des gesamten Films habe ich immer wieder gemerkt, dass Pitts porträtierte Emotionen auch in mir aufgekeimt waren. Anfangs war ich überrascht, wie ruhig ich trotz der spannungsgeladenen Szene war, bis Pitts Charakter eben für diese Ruhe belobigt wird. Es ist wirklich faszinierend, wie dieser Film mich langsam mitgezogen hat. Ganz zu schweigen davon, dass mir auch an entsprechender Szene, Pipi in den Augen stand.

    Die Bilder haben mich beeindruckt. Ich kann nicht mal genau beschreiben, was genau es war.

    Der Plot war spannend, wenn auch vorhersehbar und doch so herzzerreißend, ohne absichtlich auf die Tränendrüse zu drücken.

    Famos.
    19.02.2020
    20:24 Uhr
  • Bewertung

    Zu den Sternen ...

    ... und wieder zurück.

    Ja, der Film war an einigen Stellen doch sehr "gedehnt" ... es hätte wirklich etwas komprimierter sein können ... jedoch war dies (und ich bin bei weitem kein Fan) eine außergewöhnliche schauspielerische Leistung von Brad Pitt.

    Die Visual Effects wirken atemberaubend realistisch ...
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    21.10.2019
    09:38 Uhr
  • Bewertung

    Reise ins innere Ich

    Exklusiv für Uncut
    Nur zwei Jahre nach dem fantastischen Abenteuerdrama "The Lost City of Z" meldet sich Autorenfilmer James Gray mit seiner neuen Arbeit, dem nicht weniger faszinierenden „Ad Astra“, zurück. Was vom Marketing als bombastischer Science-Fiction-Blockbuster angeworben wurde, kommt in der fertigen Fassung viel eher wie ein intimes Charakter-Drama im Sci-Fi-Gewand daher.

    Im Zentrum von Grays neuestem Werk steht Mega-Star Brad Pitt, der nach seiner Rolle in Quentin Tarantino's Alt-Hollywood-Liebesbrief „Once Upon a Time in Hollywood“ schon zum zweiten Mal im selben Jahr seine Vielseitigkeit als Schauspieler unter Beweis stellen darf. Pitt verkörpert den emotional verschlossenen Roy McBride, dessen Vater, der weltbekannte Astronaut Clifford McBride (Tommy Lee Jones), vor 20 Jahren zu einer Forschungsmission Richtung Neptun (der Film spielt in einer undefinierten Zukunft) aufbrach, dabei jedoch spurlos verschwand und nie auf die Erde zurückkehrte. Als die Erde von tödlichen elektromagnetischen Stürmen heimgesucht wird, wird vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen den Stürmen und der am Neptun gelegenen Weltraumstation des verschollenen Clifford gäbe, der noch am Leben sein könnte. Aus diesem Grund wird der stoische Roy, der in der Gegenwart selbst für die NASA arbeitet, mit einer Besatzung Richtung Neptun gesandt, um in Kontakt mit seinen mutmaßlich noch lebenden Vater zu treten und das Mysterium hinter den Geschehnissen auf Erden zu entschlüsseln.

    Gray verzichtet bei der Herangehensweise an seinen Sci-Fi-Streifen weitestgehend auf klassischen Bombast, und macht aus der Prämisse ein ruhig erzähltes, intimes Drama, das uns mithilfe eines begleitenden Voice-Overs Einblicke in die Gedankenwelt des introvertierten Protagonisten gewährt. Untermalt von stilisierten Bildern des skandinavischen Kameramanns Hoyte van Hoytema, dessen hypnotische Aufnahmen zweifelsohne zu den beeindruckendsten des Jahres gehören, und einem dynamischen Score des deutschen Komponisten Max Richter, transportiert uns Gray (im mehrfachen Sinne) in den Kosmos seines Films. Obwohl es etwas braucht bis sich der eher gefühlskalte Hauptcharakter Roy emotional öffnet, schafft es Brad Pitt von Anfang an eine glaubwürdige Figur zu erschaffen, dessen persönliche und physische Reise zwar nicht für jedermann zugänglich sein wird, aber mit bravouröser Hingabe verkörpert wird.

    James Gray ist mit "Ad Astra" eine seltene Symbiose zwischen Arthaus- und Kommerz-Kino gelungen, die trotz der monumentalen Bildgewalt eine eher klein gehaltene, persönliche Geschichte erzählt, die das Weltraum-Setting auch als Metapher für die menschliche Entwicklung Roys verwendet.
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    04.10.2019
    19:20 Uhr
  • Bewertung

    Father and Son

    Tolle Bilder des Weltraums, der Erde, des Mars und vom Neptun beeindrucken visuell, aber auch durch eine unaufgeregte Musikuntermalung. James Grey orientiert sich an Kubricks 2001-ODYSSEE IM WELTRAUM, schafft es in Ansätzen dem großen Vorbild gerecht zu werden. Space Cowboy Tommy Lee Jones ist auf der Suche nach außerirdischem Leben und ist als irrer Wissenschaftler sogar bereit die Menschheit zu opfern. Brad Pitt wird beauftragt das zu verhindern. Ich finde, dass Pitt überraschend zurückhaltend agiert und den Film trägt. Wenn man über diverse Logikfehler hinwegsieht, ist AD ASTRA ein intelligenter Film, der dem Zuschauer ein Fenster in die Zukunft öffnet.
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    28.09.2019
    09:12 Uhr
  • Bewertung

    Visuell beeindruckend, aber langatmig

    Die Bilder sind beeindruckend schön und man vergisst dabei, dass derart realistische Aufnahmen aus dem Weltall vor gar nicht länger Zeit noch nicht möglich wären. Die Handlung des Filmes ist jedoch unbefriedigend. So viele Unklarheiten bleiben offen, das Erzähltempo ist sehr gedehnt, man fühlt die weite Reise bis zum Neptun körperlich. Brad Pitt ist neben den Bildern die große Stärke des Filmes. Stoisch, ruhig, teilnahmslos, aber zugleich auch eine traurige Figur.
    harry.potter_aadba0451b.jpg
    27.09.2019
    23:38 Uhr