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    Halloween

    Ich fand den Film gut gemacht, obwohl viele ermordet wurden.Allein schon seine Maske, dem möchte ich auch nicht begegnen !Ich hatte den 1 Teil auch gesehen, daher war der 2.Teil ein Muss.
    26.12.2018
    17:36 Uhr
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    Der Schwarze Mann ist (endlich) zurück

    Halloween ist kein sinnloser Schlitzer, der das Franchise instrumentalisiert, sondern ein intelligenter sowie spannender Slasher. Geschmälert wird der Eindruck einzig durch einen komplett banalen Subplot. "Halloween" konzentriert sich glücklicherweise nicht nur auf gut gemeinten Fan-Service, den er nebenbei auf kompetente Weise darbietet, sondern auch auf ein intelligentes inhaltliches Konzept, das die Geschehnisse aus dem Original überzeugend weiterspinnt. Eine klare Empfehlung für jeden Fan oder die es noch werden wollen. "Filmfrühstück"
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    01.12.2018
    10:39 Uhr
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    The Boogeyman returns

    Exklusiv für Uncut
    Ganze 40 Jahre ist es jetzt schon her, dass Genre-Meister John Carpenter die US-Kleinstadt Haddonfield erstmals vom psychopathischen Serienkiller Michael Myers heimsuchen ließ. Der Rest ist Geschichte. Mit „Halloween“ schuf Carpenter einen der bis heute bedeutsamsten Meilensteine des Horror-Kinos und gleichzeitig einen der Urväter des Slasher-Films. Deutlich inspiriert von Alfred Hitchcocks Meisterwerk „Psycho“ ließ Carpenter die Spannung in seinem Film schleichend aber umso effektiver aufbauen und schuf mit Michael Myers ein sinisteres Film-Monster, das das pure Böse im Menschen verkörpern sollte. Durch dessen stummes Auftreten und der schaurig bleichen Maske, die sein Gesicht verziert, dauerte es nicht lange bis Myers von Genre-Fans zur Horror-Ikone erhoben wurde, deren Ruf ihm bis heute nacheilt. Der Erfolg des Originals zog über die Jahre hinweg sieben Fortsetzungen, ein Remake unter Regie von Rob Zombie und ein Sequel zum Remake mit sich, die aber fast allesamt nicht im Entfertesten Carpenters Slasher-Meilenstein das Wasser reichen konnten. Es schien so, als wäre die eigentliche Essenz, die den ursprünglichen „Halloween“ so auszeichnete, in Vergessenheit geraten.

    Die Kraft des Originals bezog Carpenter nämlich unter anderem auch aus der Simplizität der Geschichte. Ein Punkt, der die ursprüngliche Faszniation mit der Figur des Michael Myers ausmachte, war, dass dessen Drang zum Morden von Kindern beziehungsweise halbstarken Teenagern keiner wirklichen Motivation unterlag. Nein, Myers soll das pure Böse, fast schon Dämonische in der Welt verkörpern, das einen auf Schritt und Tritt verfolgt, man aber nicht wirklich töten kann. Das simple Konzept eines kaltblütigen Serienkillers, der ohne gegebenen Grund Menschen tötet und immer wieder aufsteht, um seine Opfer weiter zu verfolgen und zur Strecke zu bringen, machte dessen Figur einst so furchteinflößend. Die Fortsetzungen machten das Mysterium hinter Michael Myers jedoch ein wenig zu Nichte und versuchten dessen Verhaltensweisen zu ergründen, indem er plötzlich zum Bruder von Jamie Lee Curtis' Laurie Strode gemacht wurde. Eine Person, die beispielsweise keinerlei Gefallen an Myers' Entwicklung in den weiterfolgenden Filmen fand, war kein anderer als John Carpenter himself. Um dessen Horror-Meilenstein endlich mit einer würdigen Fortsetzung ehren zu können, entschloss sich Universal Pictures dazu ein Sequel zu drehen, das die Story-Kontinuität aller Fortsetzungen komplett ignorieren und plottechnisch lediglich an den Ereignissen des ersten Teils anschließen sollte. Unter dem einfachen Titel „Halloween“ konnte die Fortsetzung unter Regie von David Gordon Green (u.a.: „Stronger“, „Joe“, „Pineapple Express“) nun tatsächlich realisert werden. Um die Vision des Originalfilms ehrenwürdig fortzuführen, konnte das Studio Altmeister Carpenter als kreativen Berater und ausführenden Produzent für sich gewinnen. Zudem erkärte sich Carpenter zum ersten Mal seit Jahren dazu bereit, auch den Score zum Film selbst beizusteuern und bekam dabei Unterstützung von seinem Sohn Cody sowie seinem Patensohn Daniel Davies.

    Die Fortsetzung setzt exakt 40 Jahre nach den Geschehnissen des Originals an und zeigt eine ins hohe Alter gekommene Laurie Strode (Jamie Lee Curtis), die seitdem sie 1978 bei den Michael Myers-Morden knapp ihrem eigenen Tod entkommen war, mit ihrem post-traumatischen Stress-Syndrom zu kämpfen hat. Michael Myers (in einigen Szenen von Original-Darsteller Nick Castle verkörpert) selbst sitzt seit seiner Mordserie in einer psychiatrischen Anstalt fest, die von der Außenwelt völlig abgeschottet ist. Als er eines Tages in eine andere Anstalt verlegt werden soll und der Transport-Bus einen Unfall hat, gelingt es Myers zu entkommen. Sein Drang zum Morden leitet ihn wieder nach Haddonfield, wo er es besonders wieder einer bestimmten Person auflauert: Laurie Strode.

    Konnten die vielen Versprechen, die man während des Marketing gab, also eingehalten werden?

    Als großer Verehrer von Carpenters Original, kann ich auf diese mit einem klaren „Ja!“ antworten. David Gordon Green ist es nämlich tatsächlich gelungen ein würdiges Sequel zu kreieren, das einerseits die Retro-Horror-Elemente von Carpenters Film bewahren konnte, es andererseits aber auch schafft, den Zeitgeist moderner Teenie-Slasher einzufangen.

    Gordon Green gebührt besonders viel Lob dafür, wie es ihm gelungen ist, die Spannung des Films in bester Carpenter-Manier aufbauen zu lassen. Anstatt sich billiger Genre-Tricks wie Jump-Scares zu bedienen, wurde hier für den Spannungsaufbau auf klassische Stilmittel Wert gelegt. Ähnlich wie im Original ist es auch hier der schleichende Gang von Michael Myers, der maßgeblich für den psychischen Terror dessen Figur verantwortlich ist. Dieses Gefühl der ständigen Verfolgung konnte sich vor allem in den (klar vom Original inspirierten) Langaufnahmen, in denen Myers seinen Opfern schleichend folgt, breit machen und für wahren Nervenkitzel sorgen. Im letzten Drittel spitzt sich der Spannungsaufbau sogar nochmal so richtig zu und ein dafür essentieller Aspekt wird dabei besonders bemerkbar: die Musik. Carpenter hat hier sein legendäres „Halloween“-Theme mit neuen rockigen Klängen gepaart, die der Suspense des Films vor allem gegen Ende ein Maß an Radikalität verleihen, das nicht mal das Original mit sich brachte. Hinzu kommt eine fabelhafte Kinematographie, die die herbstliche Atmosphäre des Films gekonnt widerspiegelt und auch ein paar ikonische Einstellungen von Carpenters Film auf smarte Weise huldigt.

    Die Fortsetzung überrascht zudem mit einer großen Portion Humor, die das Geschehen im Film jedoch keineswegs ins Lächerliche zieht, sondern die meisten Szenen sogar komplementiert. Besonders amüsant sind dabei die Anleihen und Meta-Referenzen an das Original. Wenn denn nun beispielsweise Lauries Enkel-Tochter Allyson einer Freundin erzählt, dass das Gerücht, ihre Großmutter sei in Wirklichkeit Michael Myers' Bruder, von ein paar Verrückten in die Welt gesetzt wurde, die sie damit nur gut vorkommen wollten, dann ist das ein sehr unterhaltsamer Seitenhieb auf die verwustete Kontinuität der hier verworfenen Fortsetzungen.

    Ein weiteres großes Highlight ist zweifelsohne die Weiterentwicklung der Figur Laurie Strode. Während sie im Original noch von ihrer Panik gezeichnet war, ist sie mittlerweile zu einer toughen Frau herangereift, die zwar immer noch ihre tramautische Vergangenheit verabeiten muss, sich aber gleichzeitig nichts sehnlicher wünscht, als Michael Myers wieder zu treffen und ihn zu töten. Es macht wirklich sehr viel Spaß einer schon lang nicht mehr so spielfreudigen Jamie Lee Curtis dabei zuzuschauen wie sie Myers noch einmal gegenüber steht und diesen mit wütender Miene kaltmachen möchte. Auch der Charakter von Lauries Enkelin Allyson, die eine tragende Rolle im Plot des Films einnimmt, weiß zu funktionieren. An dieser Stelle sei gesagt, dass generell die Darstellung der Teenie-Charaktere weitestgehend gut gelungen ist und die Skript-Schreiber (neben Gordon Green war auch Comedy-Schauspieler Danny McBride am Drehbuch beteiligt) klar darum bemüht waren, ein authentisches Jugend-Milieu abzubilden. Die Figur von Lauries eigener Tochter Karen (Judy Greer) bleibt im Gegensatz zu den beiden anderen starken Frauencharakteren ein wenig blass und wird in ihrer Charakterisierung die meiste Zeit zu sehr auf die Erziehungsmethoden ihrer Mutter reduziert. Der größte Wehrmutstropfen ist jedoch der Charakter des Dr. Sartain, dem Psychiater von Michael Myers und Nachfolger von Dr. Loomis aus Teil eins. Natürlich ist es durchaus witzig, wenn der Film ihn auf einer Metaebene wortwötlich als „den neuen Loomis“ vorstellt, jedoch wird diese Figur in einer Szene kurzzeitig in eine solch an den Haaren herbeigezogene Richtung getrieben, die weder konsequent durchgezogen wurde - noch überhaupt in das Geschehen des Films gepasst hat. Zum Glück hat man sich narrativ wieder ziemlich schnell von dieser Richtung distanziert, denn ansonsten hätte das die Qualität vehemment herunterziehen können.

    Es wird zweifelsohne einige Leute geben, die dem Film attestieren werden, dass er dem Original-Film „doch zu ähnlich sei“. An dieser Stelle sei aber gesagt, dass es bei der Revitalisierung totgeglaubter Film-Franchises oft notwendig ist, sich altbewährter Konzepte zu bedienen und diese in ein modernes Ambiente zu verpacken. David Gordon Green hat mit „Halloween“ eine mehr als würdige Fortsetzung zu einem Klassiker des Horror-Kinos geschaffen, mit der durch Carpenter-esquen Spannungstricks, zahlreichen Anleihen auf den 1978er-Film und einem flotten Erzähltempo sowohl Liebhaber des Originals als auch Neu-Ankömmlinge im Franchise gut bedient werden dürften.

    You truly cannot kill the boogeyman!
    chrostv_39178447dd.jpg
    20.10.2018
    21:32 Uhr