Forum zu Suburra

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    Mafia contra Roma

    Ein Film über die mafiösen Machtstrukturen in Italien, der nicht zimperlich ist, wenn es um Mord, Erpressung und Bestechung geht. An vier Personen werden vier Handlungsstränge festgemacht. A und O ist der Abgeordnete Malgradi (Pierfrancesco Favino). Bei einer seiner Sexorgien in einem Hotel kommt eine Edelnutte ums Leben. Die Beseitigung der Leiche setzt eine Kettenreaktion in Gang an deren Ende sowohl der Mafiaboss genannt ‘Samurai‘ (Claudio Amendola) erschossen wird, als auch der Lokalmatador von Ostia, Numero 8 (Allessandro Borghi). Seinen Tod rächt seine Freundin Viola (Greta Scarano), eine ‘Junkie Tussie‘.
    Der Krieg weitet sich aus, als Sebastiano (Elio Germano) wegen der Schulden seines Vaters in die Hände des Zigeuner Clans fällt, der von Manfredi (Adamo Dionisi) angeführt wird. Ihn lässt Sebastiano später von seinem Kampfhund zerfleischen. Möglicherweise überleben nur der Abgeordnete Malgradi und Viola.
    Es werden fast keine Namen genannt, sodass der Zuschauer gefordert ist, selbst zu ermitteln. Es wird deutlich, dass keiner sicher ist. Vom Mann an der Spitze der Organisation bis hinunter zu dem kleinen Gelegenheitskiller. Außerdem geht es um die Rivalität zwischen den Roma und den Familien der Ehrenwerten Gesellschaft. Die sich ohnehin nicht grün sind und wenn es um Millionenbeträge geht, gehen alle über Leichen.
    Etwas spekulativ und daher vage ist die Beziehung zwischen der Unterwelt und dem Heiligen Stuhl (Jean-Hugues Anglade als Kardinal Berchet). Ein Rücktritt eines Papstes wird erwähnt. Wir sind im Jahre 2011, als Berlusconi zurücktrat.
    Die Fülle der sozialen Verflechtungen verwirrt anfangs, die unerwartet aufflackernde Brutalität schockiert und die völlige Abwesenheit der Polizei löst Verwunderung aus. Spannende Unterhaltung, die es dem Zuschauer nicht leicht macht eins und eins zusammenzufügen, was auch an der stringenten, ansatzlosen Erzählweise liegen mag.
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    02.03.2019
    16:17 Uhr