Shadow Dancer

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Forumseintrag zu „Shadow Dancer“ von patzwey

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patzwey (12.02.2012 23:58) Bewertung
Shadow Dancer

Regisseur James Marsh ist sowohl diesseits, als auch jenseits der Fiktion tätig. Nach einigen erfolgreichen Spielfilmen bekam er 2009 einen Oscar für den Dokumentarfilm „Man on Wire“. Nun erzählt er eine Geschichte über den Nordirlandkonflikt der 90er diesmal wieder fiktiv.

„Shadow Dancer“ spielt zwar vor einem großen politischen Hintergrund, fokussiert sich aber auf den Mikrokosmos einer irischen Familie. Ähnlich macht es auch die Kamera. Mit ständigen Nahaufnahmen und extrem geringer Tiefenschärfe, konzentriert sie sich auf die jeweiligen Figuren und verwischt den Hintergrund bis zur völligen Unkenntlichkeit.

Insgesamt ist der Film ein intelligenter und spannender Thriller in europäischem Stil. Ein Film, der viele Ecken und Kanten hat mit denen man sich erst einmal anfreunden muss. So z.B. der kalte und emotionslose Stil und die schwer greifbare Story mit ihren schwer greifbaren Charakteren. So ordnet z.B. Protagonistin Colette zwar alles dem Schutz ihres Sohnes unter und begibt sich sogar „undercover“ in ihre eigene Familie, wirklich durchsichtig wird sie für die Zuseher aber nie. Clive Owen erhält in „Shadow Dancer“ den Part des verständnisvollen und mitfühlenden Jägers, der schauspielerisch aber nicht sonderlich gefordert wird. Anspruchsvolleres muss da schon die talentierte Newcomerin Andrea Riseborough bieten, was ihr jedoch mit ihrer Ausdrucksstärke auch sehr gut gelingt.
 
 

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