Ein Gauner & Gentleman

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Forumseintrag zu „Ein Gauner & Gentleman“ von 8martin


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8martin (09.04.2019 08:42) Bewertung
Altersmärchen
Man hört, dass dies Robert Redfords letzter Film sein soll und der ist zu einer einzigen Hommage an den großartigen Schauspieler und Regisseur geraten. Eine wahre Geschichte liegt dem Plot zugrunde, von einem Ausbrecher König (16-mal) und Bankräuber.
Forrest Tucker (Redford) geht mit seinen Kumpels Waller (Tom Waits), der leider nicht singt und Teddy (Danny Glover) mehrmals am Tag in diverse Banken – wie andere Leute in den Supermarkt und verlässt das Gebäude mit einer Aktentasche voller Banknoten. Ja, dem Charme des Alten kann offensichtlich niemand widerstehen. Während bis dato alle Filme über Banküberfälle peinlichst genau darauf achten, dass alles logisch nachvollziehbar ist, geht hier das Drehbuch recht locker mit den Details um. Da wird Tucker mal gefasst, läuft anschließend wieder frei herum, trifft den FBI Ermittler (Casey Affleck) auf einer Toilette, der ihn erkennt und gehen lässt.
Alles geht stets glatt, super spitzenglatt. Spannung ist ebenso Fehlanzeige wie Dialogwitz. Man fragt sich langsam ‘Warum das Ganze?‘
Robert Redford gibt den Charmeur mit den ewig blauen Augen, ruhig, freundlich, nett. Das reicht gerade noch um Sissy Spacek zu umgarnen, aber ein zweiter bzw. dritter Frühling wird es nicht mit den beiden. Es bleibt ein saft- und kraftloser Streifen von Oldies, mit Oldies und wohl auch nur für Oldies.
Da werden 94 Minuten zu einer Zerreißprobe fürs Durchhaltevermögen und Geduld. Dagegen war ja ‘All is Lost‘ ein echter Knaller. Schade eigentlich. Ein leiser, seichter Abgang, Leider, lieber Robert.
 
 

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