Braveheart

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Forumseintrag zu „Braveheart“ von 8martin

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8martin (10.06.2021 12:09) Bewertung
Der mit dem stolzen Herzen
Mel Gibson hat einen spektakulären Film über Schottlands Nationalhelden, William Wallace, gemacht und gleich die Hauptrolle mitübernommen. Die kleinen historischen Ungenauigkeiten kann man vergessen, weil man gut unterhalten wird. Gewisse Dinge gehören klischeemäßig einfach zu Schottland (z.B. Haggis, Whiskey und der Kilt) wie die Wolle zum Schaf. Der wichtigste Nebendarsteller ist die grandiose schottische Landschaft und eine Tatsache, über die es keine zwei Meinungen gibt: im Kampf England gegen Schottland sind die Schotten nur an der eigenen Rivalität der Clans gescheitert. So wurde Braveheart verraten und die Regie hat seinen schmerzhaften Tod episch breit angelegt. Auch für Insider ist das Ende etwas unübersichtlich. Vor allem das gelegentliche Auftauchen des Alten De Bruce (Ian Bannen) schafft für Genauhingucker leichte Probleme. Vater und Sohn tragen die gleichen Vornamen… Und die Wankelmütigkeit seiner Landsleute ist schon erstaunlich.
Um das zentrale Thema der Freiheit ranken sich noch zwei intensive Liebesgeschichten: Bravehearts Jugendliebe Murran (Catherine-dieLandGirls-McCormack) und am Ende noch die Prinzessin von Wales Isabelle (Sophie Marceau), die Wallace in Bedrängnis bringt, weil sie zwischen England und dem Helden aus dem Norden nicht differenzieren kann bzw. will. Die Zuschauer am Wegesrand schwanken zwischen Halleluja! und Kreuzige Ihn! Eigentlich ungewöhnlich für einen populären Volkshelden, den die Legende zum Übermenschen macht.
Am Ende gewinnt nur das Publikum bei dem Spektakel, wenn man vom Pathos nicht abgeschreckt wird und man sich von den Emotionen davontragen lässt. Aber der schottische Patriotismus geht schon in diese Richtung.
 
 

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