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Star Wars: Episode I

Premierenreport
George Lukas, der Großmeister des Merchandising, ist wieder da. Und so kommt in den USA zur Zeit fast kein Geschäft daran vorbei, etwas von Star Wars zu verkaufen. Star Wars ist viel mehr als ein Film, es ist ein Mythos. Ein Mythos, der sich sehr gut verkauft.

Die aktuellen Kritiken zum Film sind ja nicht wirklich die besten, und doch hat der Film, das Zeug dazu, der erfolgreichste aller Zeiten zu werden. Und wie schon Godzilla im Vorjahr ist es kein Film für Kritiker. Was hier zählt ist nicht die anspruchsvolle Handlung, schauspielerische Glanzleistungen oder eine intellektuelle Thematik.
Wie schon George Lukas von Anfang an selbst gesagt hat ist Star Wars ein Märchen für jung und alt.

Star Wars ist ein Film für die Fans. Und deren gibt es genügend. Das Zentrum all jener, die sich dieser Magie voll hingeben, ist das Mann's Chinese Theatre am Hollywood Blvd. , in dem schon 1977 die erste Vorstellung von Star Wars stattgefunden hat. Seit Wochen campieren hier Fans vor dem Kino um Karten für den ersten Tag zu bekommen. Und am 19. Mai ging es dann um eine Minute nach Mitternacht und um 3 Uhr mit den ausverkauften Vorstellungen los.
Vor dem Kino tummelten sich die ganze Zeit über die Fans in den verschiedensten Star Wars Verkleidungen und feierten die Premiere.
Ob es nun einfach Amerikaner waren, die sich selbst gerne in Szene setzen, oder richtige Fans, hier bekam jeder sein Star-Gefühl, den Dutzende Fernsehsender interviewten ständig die Fans und seit Tagen sieht man in jeden Nachrichten Livebilder von den wartenden Fans vor dem Kino. Und auch wenn es immer wieder zu Lichtschwertkämpfen zwischen Gut und Böse kommt und sogar Star Trek Fans mit Transparenten wie „The Force is Evil“ oder „Kirk not Kenobi“ eine Gegendemonstration veranstalten, so ist es doch irgendwie eine große Gemeinschaft. Eine Fangemeinde, durch die der Film erst zum Erlebnis wird.

Das ist auch die größte Gefahr, die dem Film in Österreich entgegenkommen wird. Denn dieser Film lebt erst durch die Fans. Die Spezialeffekte sind perfekt und die Bilder berauschend schön, doch erst durch die Fans wird der Film etwas besonderes. Fraglich ob man in Österreich das Gefühl nachempfinden kann, wenn man sich Stunden vor dem Kino angestellt hat und dann mit 1000 Fans im Kino sitzt, die brüllend vor Begeisterung den Film begleiten. Zugegeben die Handlung ist nicht die Beste die ich je gesehen habe und lebt erst so richtig durch die vielen Querverweise auf die 3 bestehenden Filme. Doch der Film hat dennoch alles, Action, Humor, aber auch Gefühl. Und auch wenn der kleine Jake Lloyd die Rolle des kleinen Anakin Skywalker so gut spielt, dass man sich fragt, wie um alles in der Welt, aus diesem netten kleinen Jungen das Böse in Person wird, so sind die eigentlichen Stars des Films ja die Leute von Industrial Light & Magic (ILM). Das wurde auch honoriert, also zu Ende des Abspanns bei erscheinen der 5-spaltigen (!!!) Liste der Spezialeffektleute noch einmal ein gewaltiger Applaus durch die Menge ging.

Alles in allem also kein Film, sondern ein Erlebnis...


(Die Bilder zur Geschichte findet Ihr in Kürze wieder hier)

Bericht von Harald Zettler - dirty@uncut.at



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